Die Prognose für das Cup-Achtelfinale

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Wien – Acht aus Sechzehn!

Ergo steht das ÖFB-Cup-Achtelfinale am Programm. An drei Spieltagen werden die Viertelfinalisten ermittelt.

Den Anfang machen fünf Begegnungen am Dienstag, 27. Oktober, gefolgt von zwei Paarungen am Mittwoch, 28. Oktober.

Ein Duell muss aus organisatorischen Gründen am Mittwoch, 4. November, ausgetragen werden. Bei LAOLA1 kann man selbstverständlich jede Partie LIVE mitverfolgen (Hier geht’s zum Ticker).

Dass der Cup – Achtung, fünf Euro fürs Phrasenschwein – eigene Gesetze hat, muss an dieser Stelle nicht erwähnt werden. Sonst würde im Achtelfinale nicht mehr Viertligist Lankowitz vertreten sein.

Es ist davon auszugehen, dass es auch diesmal die eine oder andere Überraschung geben wird. LAOLA1 nimmt die acht Duelle unter die Lupe und wagt eine Aufstiegs-Prognose.

ASK Ebreichsdorf – SK Sturm Graz, Di., 27.10., 18.30 Uhr

Sturm trifft bereits zum dritten Mal in der aktuellen Cup-Saison auf einen Vertreter der Regionalligen. Nach dem TSV Hartberg (6:0) und dem SV Seekirchen (7:0) steht den Steirern diesmal mit dem ASK Ebreichsdorf der Tabellensiebente der Regionalliga Ost gegenüber. Die Niederösterreicher setzten sich zum Auftakt gegen SC Red Star Penzing mit 4:0 durch und schalteten in Runde zwei immerhin Erste-Liga-Klub SC Wiener Neustadt klar mit 3:1 aus. Kein Wunder also, dass das Achtelfinal-Duell restlos ausverkauft ist. Wäre die Begegnung im Jahr zuvor zustande gekommen, hätten wir ein spannendes Vater-Sohn-Duell erlebt, schließlich wird Ebreichsdorf von Goran Djuricin, Vater von Brentford-Legionär und Ex-Blacky Marco, gecoacht.

Prognose: So wie in den ersten beiden Runden wird Sturm den Gegner voll ernstnehmen und sich schlussendlich nach 90 Minuten durchsetzen. Aufsteiger: Sturm Graz


FC Stadlau – SKN St. Pölten, Di., 27.10., 18.30 Uhr

Der aktuell drittplatzierte Regionalliga-Aufsteiger FC Stadlau eliminierte eine Runde zuvor nach 0:1 Pausenrückstand Erste-Liga-Aufsteiger Austria Klagenfurt. St. Pölten setzte sich in den ersten beiden Runden jeweils gegen Regionalliga-West-Vereine aus Vorarlberg durch. Einem 2:0 Erfolg in der 1. Runde gegen den FC Dornbirn folgte ein 4:1-Erfolg gegen den FC Hard. Die äußerst heimstarken Wiener müssen diesmal auf ihren Heimvorteil verzichten, denn der ursprünglich für 26. Oktober angedachte Spieltermin wurde abgelehnt. Die bescheidene Flutlichtanlage in Stadlau macht eine Austragung unmöglich, weshalb man auf den Sportclub-Platz ausweichen muss.

Prognose: Nach Start-Schwierigkeiten in der Liga sind die Niederösterreicher mittlerweile auf einem guten Weg. Einzig die Konstanz fehlt. Für Stadlau reicht es dennoch – und zwar nach 90 Minuten. Aufsteiger: St. Pölten


FC Piberstein Lankowitz – Admira Wacker, Di., 27.10.

Der letzte Mohikaner! Der FC Piberstein Lankowitz ist der einzige verbliebene Vertreter aus der Landesliga. Nachdem mit dem SC Austria Lustenau (1. Runde) und dem Floridsdorfer AC (2. Runde) bereits zwei Bundesliga-Vereine ausgeschaltet wurden, treffen die Steirer in der 3. Runde mit der Admira auf den aktuellen Tabellensechsten der Bundesliga. Die Südstädter hatten bisher Probleme mit Underdogs, mussten gegen SV Schwechat und SV Wallern jeweils Überstunden einlegen und siegten beide Male erst im Elfmeterschießen mit 4:2. Dementsprechend warnt Oliver Lederer: "Die ersten beiden Cup-Runden haben gezeigt, dass wir auch gegen Mannschaften aus unteren Ligen bereit sind, den Cup-Charakter des Spiels anzunehmen. Wir sind uns bewusst, dass wir unser ganzes Potenzial abrufen müssen um unser vorläufiges Ziel, das Viertelfinale, zu erreichen." Im Wallfahrtsort hofft man jedenfalls auf eine Sensation. "Im Herbst fallen die Blätter, die schönsten Farben des Jahres werden sichtbar. Vielleicht fällt auch die Admira, und die Piberstein Arena erleuchtet im Club-Rot. Fußball-Österreich würde vor Lankowitz in die Knie gehen, dem Dorf am Fuße der Stubalm", heißt es auf der Vereins-Homepage.

Prognose: Auch diesmal wird es eine enge Kiste, speziell am steirischen Kunstrasen. Und schlussendlich siegt Lankowitz nach Verlängerung, da es jedes Jahr eine Sensationself gibt. Aufsteiger: FC Lankowitz


Red Bull Salzburg – SV Josko Ried, Di., 27.10., 19.00 Uhr

Die Wikinger treffen nach dem WAC mit Titelverteidiger Red Bull Salzburg auf den nächsten Konkurrenten aus der Bundesliga. Gleichzeitig bietet sich ihnen die Möglichkeit, sich für die 1:2-Niederlage am vergangenen Samstag zu revanchieren. An der defensiven Ausrichtung will Trainer Paul Gludovatz nicht rütteln. "Wir werden den Matchplan nicht großartig ändern können, die Spielweise wird wieder auf Konter ausgerichtet sein", erklärt der Burgenländer. Die Bullen, die in diesem Bewerb seit dem 1:2 gegen Pasching am 7. Mai 2013 ungeschlagen sind, erwarten erneut keinen Spaziergang. "Das wird wieder ein heißes Duell gegen einen gefährlichen Gegner. Wir haben gesehen, dass die Rieder vor allem in der Defensive sehr dicht und stabil stehen", so Coach Peter Zeidler.

Prognose: Zwar hat Ried bei der 1:2-Niederlage am Samstag nach der Pause eine mehr als ansprechende Leistung geboten, doch der Aufstieg nach 90 Minuten der seit elf Spielen ungeschlagenen Salzburger scheint vorprogrammiert. Aufsteiger: RB Salzburg


Wacker Innsbruck – LASK, Di., 27.10., 20.30 Uhr

Ein weiteres schnelles Wiedersehen. Wacker Innsbruck und der LASK treffen innerhalb von dreieinhalb Wochen bereits zum zweiten Mal aufeinander. Am 2. Oktober feierten die Tiroler im Rahmen der 12. Runde der Ersten Liga einen glücklichen 1:0 Auswärtssieg. Das letzte Spiel im Tivoli Stadion konnten die Athletiker am 3. August 2015 mit 2:1 für sich entscheiden. Das Team von Klaus Schmidt mühte sich in Runde eins zu einem 5:4. i.E. (1:1) und einem 5:3 nach Verlängerung gegen den Kremser SC ins Achtelfinale. Der LASK fertigte zum Auftakt Parndorf mit 7:2 ab, ehe es danach ein nervenaufreibendes 5:3 i.E. beim TSV St. Johann gab. Die Innsbrucker müssen auf die Langzeitverletzten Danijel Micic (Hüft-OP) und Christian Deutschmann (Aufbautraining nach Kopfbeschwerden) sowie Alexander Hauser (Muskelfasereinriss im Adduktorenbereich), Thomas Pichlmann (Meniskusreizung) und Christoph Freitag (Kniebeschwerden) verzichten.

Prognose: Alles ist möglich, wenn die beiden Titelaspiranten der Ersten Liga aufeinanderprallen. Das Spiel geht in die Verlängerung und wird im Elfmeterschießen entschieden. Aufgrund der routinierteren Elf setzen sich dort die Linzer durch. Aufsteiger: LASK


WSG Swarovski Wattens – SV Mattersburg, 28.10., 18.30 Uhr

Den Auftakt am Mittwoch bestreiten Regionalliga-West-Tabellenführer Wattens und Bundesliga-Aufsteiger SV Mattersburg. Die Tiroler setzten sich in der 2. Runde erst im Elfmeterschießen mit 6:5 gegen Erste-Liga-Klub Kapfenberg durch. Die Burgenländer treffen nach einem Regionalliga-Ost-Klub (FC Sollenau) in der 1. Runde und Regionalliga-Mitte-Klub (Union Gurten) in der 2. Runde, mit Wattens im Achtelfinale auf einen Regionalliga-West-Vertreter. Für den SVM ist es übrigens das bereits 25. Cup-Auswärtsspiel in Folge.

Prognose: Das riecht nach einer Überraschung. Wattens ist gut in Schuss, der SVM gerade auswärts nicht immer sattelfest. Also geht Wattens in der regulären Spielzeit als Sieger vom Platz. Aufsteiger: Wattens


SK Rapid Wien – SV Austria Salzburg, Mi., 28.10., 20.30 Uhr

Ebenfalls am Mittwoch kommt es beim Duell zwischen Rapid Wien und Austria Salzburg zum Aufeinandertreffer zweier Traditionsklubs. Während sich die Grün-Weißen beim Regionalligist SKU Amstetten erst im Elfmeterschießen einen Platz unter den letzten Sechzehn sicherten, gewann der Erste-Liga-Aufsteiger gegen den FC Lendorf souverän mit 5:0. Die Salzburger wittern die Chance, denn bei den Hütteldorfern läuft es aktuell nur international. Die Derby-Pleite war bereits die dritte Niederlage in Serie in der Liga, die fünfte in den letzten sieben Spielen.

Prognose: Läuft alles nach Plan sollte Rapid nach 90 Minuten aufsteigen. Ein erneutes Negativerlebnis würde die aktuelle nationale Krise noch mehr dramatisieren. Doch man weiß, dass die Wiener kein Cup-Spezialist sind. Schließlich jährte sich der letzte Triumph heuer zum 20. Mal und auch der letzte Finaleinzug war vor zehn Jahren. Aufsteiger: Rapid


FK Austria Wien –SCR Altach, Mi.,4.11., 18.00 Uhr

Warum findet die Begegung eigentlich erst nächste Woche statt? Hier der Grund. Da am vergangenen Sonntag das Wiener Derby stattfand, können die beiden Erzrivalen erst ab dem darauffolgenden Mittwoch wieder Pflichtspiele bestreiten. Auf Anraten der Exekutive sollen aber die beiden Cup-Heimspiele der Wiener Klubs aus Sicherheitsgründen nicht am selben Tag stattfinden. Doch auch auf Donnerstag, den 29. Oktober, kann das Spiel nicht verlegt werden, da die Vorarlberger am Samstag, den 31. Oktober, gegen Meister Salzburg in der Meisterschaft antreten. Daher bestreiten die Veilchen erst am 4. November erstmals seit 2011 wieder ein Heimspiel im Cup-Bewerb. Dieses ging damals gegen Austria Lustenau mit 0:4 verloren. Danach spielte der Rekord-Cupsieger (27) 21 Mal in Folge auswärts. Zuletzt standen sich die beiden Bundesliga-Vereine am 3. Oktober in der 11. Bundesliga-Runde gegenüber. Die Austria feierte auswärts nach 0:1 Rückstand noch einen 2:1 Erfolg.

Prognose: Die Austria spielt vielleicht derzeit (noch) nicht spektakulär, aber äußerst erfolgreich, ist zudem ein Cup-Spezialist. Altach ist jedoch ein unangenehmer Gegner, dennoch steigen die Veilchen auf, aber erst im Elfmeterschießen. Aufsteiger: Austria

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