Schmidt mit seinen "Bullen" hochzufrieden

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Mit einem verdienten 3:0-Auswärtssieg vor nur 1.512 Zuschauer auf dem Innsbrucker Tivoli hat Red Bull Salzburg locker den Einzug ins Halbfinale des ÖFB-Cups geschafft.

Die Bullen befinden sich auf Kurs Richtung Titelverteidigung.

Salzburg-Trainer Roger Schmidt war mit der Darbietung seiner Truppe am Dienstag hochzufrieden und schickte nach dem Schlusspfiff auch gleich eine kleine Kampfansage bezüglich Meistertitel an die Wiener Austria.

"Ganz anders als vor wenigen Wochen"

Schmidt sprach von einem Klassespiel seiner Mannschaft. "Es war ganz anders als vor wenigen Wochen."

Mitte März gewann Salzburg in Innsbruck erst in der Nachspielzeit mit viel Glück 3:2, nachdem die Tiroler schon 2:0 geführt hatten. Diesmal sorgte Jonathan Soriano mit dem 1:0 knapp vor der Pause für die Vorentscheidung.

"Mit diesem Tor war die Partie bereits gegessen", bekannte Wacker-Trainer Roland Kirchler.

Für die weiteren Treffer sorgten Tirols Innenverteidiger Martin Svejnoha nach Vorarbeit von Stefan Ilsanker und ein weiteres Mal Soriano.

"Versuchen, die beste Mannschaft zu werden"

"Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie den Pokal ernst nimmt", freute sich Schmidt und war danach überzeugt: "Wenn wir den Pokal weiterhin so ernst nehmen, dann können wir ihn auch gewinnen."

Wunschgegner für die Auslosung am kommenden Sonntag hat er keinen.

"Wir wollen in beiden Bewerben versuchen, die beste Mannschaft zu werden. Schauen wir, ob wir in der Meisterschaft noch etwas erreichen."

Da liegt Salzburg nach den jüngsten Punkteverlusten der Austria sieben Runden vor Schluss acht Zähler zurück.

"Das ist tragisch"

Einziger Wermutstropfen in der Schmidt'schen Glückseligkeit war die Verletzung von Franz Schiemer. Der Verteidiger zog sich in der 9. Minute einen Bänderriss in der Schulter zu.

"Das ist tragisch. Ob er noch in dieser Saison zurückkommt, weiß ich nicht", sagte Schmidt. Beim Heimspiel am Samstag gegen den WAC hätte Schiemer aufgrund einer Gelb-Sperre ohnehin zusehen müssen.

Kirchler gelassen

Kirchler nahm das erwartete Cup-Aus gelassen hin. "Salzburg hat verdient gewonnen. Aber immerhin hat meine junge, frisch zusammengewürfelte Truppe einige Zeit Paroli geboten.

Kirchler schonte einige Spieler, unter anderem Marco Kofler (leichte Muskelprobleme im Oberschenkel), für die Meisterschaft. "Wir haben jetzt Ried zu Hause und dann die wichtigen Auswärtspartien gegen die direkten Konkurrenten Wiener Neustadt und Mattersburg."

"Da geht es um die Zukunft des Vereins. Das hat Vorrang", betonte der Trainer des Bundesliga-Schlusslichts.

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