"Am Ende des Tages setzen sich gute Teams durch"

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Am Ende konnten die Spieler von Red Bull Salzburg durchatmen.

3:1-Sieg beim SC Kalsdorf, das Viertelfinale des ÖFB-Cups erreicht.

Aber der Titelverteidiger tat sich schwerer als es das Ergebnis vermuten lässt.

"Spiele, in denen du nur verlieren kannst"

Bis zur 81. Minute hielt der steirische Außenseiter aus der Regionalliga Mitte ein 1:1, die Sensation war schon zum Greifen nahe.

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft“, war Kalsdorf-Coach Christian Peintinger naturgemäß zufrieden, „wir haben das Spiel 80 Minuten offen gehalten.“

„Das sind genau solche Spiele, in denen du nur verlieren kannst. Der Platz war in keinem guten Zustand, auch das Flutlicht war nicht das Beste. Dann wird es gegen so eine Mannschaft schwierig. Gerade der Ausgleich hat ihnen noch mehr Selbstvertrauen gegeben“, analysierte Florian Klein.

"Das ist für mich absolut asozial"

So gut und leidenschaftlich auch die Leistung der Kalsdorfer war, so unsportlich verhielten sich gewisse Teile der ansonsten fairen 2.100 Zuschauer.

Die „Bullen“ wurden von Anfang an wüst beschimpft und biergeduscht, in der Schlussphase kam dann richtig Hektik in die Partie.

„Wenn meine Spieler gefoult werden und dann am Boden liegend mit vollen Bierbechern beschmissen werden, ist das für mich absolut asozial. Wir sind von der ersten Sekunde an beleidigt worden. Auch ich bin mit Bierbechern beschmissen worden“, ärgerte sich RBS-Trainer Roger Schmidt.

Schmidt wurde verbannt

Der Deutsche, der sichtlich gezeichnet von Bierduschen war, wurde dann kurz vor Spielende von Schiedsrichter Hameter in die Kabine verbannt, weil er sich mit einigen Fans anlegte.

Schmidt: „Was sich Teile der Zuschauer erlaubt haben, war eine Unverschämtheit.“

Auch für Florian Klein war die Atmosphäre letztlich zu vergiftet. „Ich finde, die Zuschauer waren das ganze Spiel über sehr gehässig. Sie hatten einen richtigen Hass gegen uns. Warum, weiß ich ich nicht. Wahrscheinlich, weil wir Red Bull sind.“

Am Ende zählt nur der Aufstieg

Für Schmidt zählte aber, auch wenn er sich ärgern musste, unter dem Strich ohnehin nur der Aufstieg.

„Wichtig ist, dass wir uns durchgesetzt haben. Von solchen Spielen habe ich auch schon ein paar miterlebt. Da muss man einfach Geduld haben. Die guten Mannschaften setzen sich am Ende des Tages durch.“

Kurt Vierthaler

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