„Null Leistung“

Mit der eigenen Mannschaft ging der Kroate indessen hart ins Gericht: „Wir haben nicht das Minimum an Leistung gebracht, das wir erbringen müssen. Das war null. Diese Leistung kann nicht einmal als Leistung bezeichnet werden.“

Auch Markus Suttner, Kapitän an diesem Abend, fand klare Worte: „Es ist eine Katastrophe, wie wir uns hier präsentiert haben und einer Austria nicht würdig. Wir haben einfach null Mittel gefunden, um das Spiel an uns zu reißen. Ich bin noch perplex und habe keine Ahnung, was da los war.“

Nach einer kleinen Verschnaufpause wurde der Teamspieler sachlicher und ging auf Ursachenforschung, warum man offensiv nicht in der gewohnten Art und Weise präsent war:

Konsequenzen ausgeschlossen

„Wir haben zeitig ein Tor bekommen. Ich hatte eigentlich gedacht, dass das ein Weckruf für alle ist. Wir haben aber wenig Chancen kreiert, und wenn, dann haben wir den finalen Pass katastrophal gespielt. So haben wir den Stürmern auch wenig Gelegenheiten geboten, Tore zu machen.“

Keine Erklärung, „warum wir unsere spielerische Klasse heute nicht zeigen konnten“, hatte Bjelica. Konsequenzen ob der desolaten Vorstellung schloss der 42-Jährige allerdings aus: "Das kann ich mir angesichts der englischen Wochen mit nur 15 fitten Spielern nicht leisten."

Linksverteidiger Suttner hielt ohnehin fest, dass keine rigiden Maßnahmen von Nöten seien. „Wir haben uns selbst genug bestraft, indem wir selbst ausgeschieden sind.“

Déjà-vu mit besserem Ende

Während im violetten Lager hängende Köpfe dominierten, genossen die Südsteirer das Gefühl, Cup-Geschichte geschrieben zu haben.

„Ich habe immer betont, dass es möglich ist. Alle Jahre liefert der Cup Sensationen und diesmal war eine davon eben hier“, so Peintinger, der mit seinem Team im letzten Jahr beinahe Red Bull Salzburg eliminiert hätte.

„Die Erinnerungen haben wir noch in uns gehabt“, betonte Kalsdorf-Rechtsverteidiger Christian Weber, beim 1:3 im Vorjahr schon auf dem Platz.

Eingeschränkte Feierlichkeiten

Der Blondschopf, der mit dem von Kardum mit Mühe an die Stange gelenkten Weitschuss in Minute 83 beinahe schon früher die Entscheidung herbeiführte, bestätigte die Aussagen seines Trainers: „Wir haben gewusst, dass wir eine Chance haben, wenn alles aufgeht.“

„Wir haben auf das Fußball-Wunder hingearbeitet und es uns redlich verdient“, erklärte auch Dorn abschließend, ehe er als Kapitän die Mannschaft in die abendlichen Feierlichkeiten führte.

Obwohl allzu langes Feiern gar nicht auf dem Plan stehen konnte.

Schließlich muss der Großteil der Kalsdorfer Amateurkicker am Mittwoch arbeiten.

 

Christian Eberle

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