Wackere Jugend forscht erfolgreich

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Vor dem Cup-Spiel in Wien blieben einige Sitze im Wacker-Bus verwaist. Dafür war das schwarz-grüne Lazarett prall gefüllt.

Mit Svejnoha, Dakovic, Burgic, Perstaller, Bammer,  Löffler, Bilgen, Ildiz, sowie dem noch nicht aus Kolumbien zurückgekehrten Schütz mussten gleich neun Spieler für das Cup-Spiel gegen das fünftklassige Hellas Kagran passen.

Zudem bekam Stammtorhüter Szabolcs Safar eine Pause verordnet. So traten gerade einmal 15 Spieler die Reise nach Wien an.

Die Mannschaft der Innsbrucker stellte sich quasi von selbst auf. So erhielten zahlreiche junge Spieler die Möglichkeit, sich von Beginn an beweisen zu können.

Comeback und Lichtblick

Rapid-Leihgabe Thomas Bergmann gab nach über drei Wochen Verletzungspause ausgerechnet in seiner Heimatstadt sein Comeback: „Es war sehr schwierig, aber ich habe es gut über Bühne gebracht. Die Probleme mit der Bauchmuskulatur gehören der Vergangenheit an. Jetzt trainiere ich wieder voll mit und hoffe, dass ich auch in der Liga bald wieder ins Team und zum Einsatz komme.“

Einer der nachhaltig auf sich aufmerksam machte war Lukas Hinterseer. Der 20-jährige Stürmer steuerte zwei Tore zum souveränen 4:0-Erfolg bei: „Die Treffer geben mir etwas Selbstvertrauen, aber das Wichtigste ist, dass wir aufgestiegen sind. Gegen solche Gegner sind schon einige umgefallen und das wollten wir unbedingt vermeiden.“

Überlegen aber unzufrieden

An diesem Vorhaben ließen die Tiroler von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, auch wenn Marcel Schreter nicht gänzlich zufrieden war: „Wir haben in der ersten Halbzeit darauf vergessen, den Ball laufen zu lassen, wollten zu viel alleine probieren.“

Die vier Klassen Unterschied waren für Wackers erfolgreichsten Torschützen der Vorsaison  aber dennoch klar zu sehen: „Hellas ist engagiert aufgetreten, aber wir haben die Partie staubig nach Hause gespielt. Ballbesitzmäßig waren wir deutlich überlegen und haben ihnen im gesamten Spiel keine Möglichkeiten gelassen.“

Debüt für Torwarthoffnung

Dementsprechend selten konnte Safar-Ersatz Markus Egger sein Können beweisen. Das Torhütertalent freut sich aber über seinen ersten Pflichtspieleinsatz für Wacker: „Es war ein cooles Erlebnis, hier spielen zu dürfen. Auf diesen kleinen Plätzen mit vielen Zusehern gefällt es mir ohnedies besonders gut.“

Der 21-Jährige Neuzugang, der mit 15 kurz vor einem Wechsel zu Aston Villa stand, gilt als kommende Nummer eins der Tiroler. „Natürlich ist es mein Ziel, Stammtorhüter in Innsbruck zu werden, aber zuerst muss ich mich noch an das Tempo in der Bundesliga gewöhnen. Denn das ist schon ein gewaltiger Unterschied zur Regionalliga.“

(K)ein Konkurrenzkampf

Egger weiß, dass es dafür in Österreich wohl keinen besseren Lehrmeister gibt als Szabocs Safar. Auch weil dieser mit Heinz Lindner bereits seinen langjährigen Konkurrenten in den Nachwuchs-Nationalteams, an die Bundesliga herangeführt hat.

„Szabo ist mein „Wunschkonkurrent“. Er hilft mir in jeder Lebenslage und ich bin froh, dass ich ihn habe. Sich gegenseitig auf die Füße zu treten, ist nichts für mich, darum gehe ich auch alle zwei, drei Tage mit ihm etwas trinken. Ich weiß, dass meine Chance irgendwann einmal kommen wird und dann möchte ich diese auch nutzen.“

Am Samstag in Wiener Neustadt wird es mit ziemlicher Sicherheit noch nicht so weit sein. Da kehrt „Lehrmeister“ Safar wieder in die Startelf zurück.

Generell sollte sich das schwarz-grüne Lazarett bis zur kommenden vierten Runde wieder gelichtet haben. Dann hätte Trainer Walter Kogler wieder die Qual der Wahl und der FC Wacker einen prall gefüllten Mannschaftsbus.

Christoph Walter

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