"Ich muss scheinbar immer kämpfen"

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Tomas Simkovic und die Wiener Austria - die Beziehung befindet sich erst im Anfangsstadium. Von einem Herz und einer Seele kann (noch) nicht die Rede sein.

Seit seiner Rückkehr nach Favoriten stand der 24-Jährige erst ein einziges Mal in der Startelf. Und just diese Partie wurde gegen Kapfenberg mit 0:1 verloren.

Ansonsten agierte der Flügelflitzer als Joker. Zählbares kam dabei jedoch auch nicht heraus. Kein Tor, keine Vorlage.

Dabei galt der Mittelfeld-Akteur als absoluter Wunschspieler. Die Rückholaktion des „verlorenen Sohnes“ hatte nach den Abgängen von Nacer Barazite und Zlatko Junuzovic oberste Priorität.

Simkovic trug bereits in seiner Jugend das violette Trikot und absolvierte für die Austria-Amateure von 2005 bis 2008 60 Erste-Liga-Spiele. Dabei erzielte der Linksfuß neun Tore und lieferte 17 Vorlagen.

Über Schwanenstadt und Neustadt kehrte er schlussendlich im Winter „heim“. Endgültig durchstarten konnte er bisher nicht – im Gegenteil. Es folgte ein Rückschlag.

„Habe mir das Ganze auch anders vorgestellt“

Vom Neustadt-Kapitän zum Austria-Reservisten – ein ungewohnter Umstand wie Simkovic gegenüber LAOLA1 zugibt: „Ich habe mir das Ganze auch anders vorgestellt.“

Doch der Absolvent der Stronach-Akademie kennt eine solche Situation nur zu gut. „Ich muss scheinbar immer kämpfen. Das war auch in Wr. Neustadt zu Beginn der Fall. Ich werde mich aber durchsetzen“, lautet seine Ansage.

Speziell als Offensiv-Spieler sei es schwierig, schnell in einem System Fuß zu fassen. „Gerade im Spiel nach vorne ist es eine Spur schwerer, sich zu finden. Wir arbeiten an der Feinabstimmung und steigern uns von Match zu Match.“

Die Darbietung der Veilchen gegen Wr. Neustadt würde der Teilnehmer der erfolgreichen U20-WM 2007 jedoch als Rückschritt betrachten.

„Müssen mit mehr Nachdruck spielen“

„Es ist viel zu wenig passiert. Wir müssen viel mehr Chancen kreieren und mit viel mehr Nachdruck in der Offensive spielen. Okay, Neustadt ist in der Defensive gut formiert. Peter Stöger macht einen tollen Job, stellt die Burschen immer perfekt auf den Gegner ein, aber wenn man Meister werden will, muss man hier gewinnen und die drei Punkte mitnehmen.“

Gegen seinen Ex-Klub kam Simkovic in der 59. Minute ins Spiel. Die Pfiffe gegen seine Person wollte er nicht großartig kommentieren. „Ich hatte hier drei sehr schöne Jahre. Dass mir einige Leute den Wechsel übel nehmen, ist halt so. Es gibt überall ein paar Kasperln“, kommentiert er seine Einwechslung mit einem Lächeln.

Simkovic fordert Sieg in Mattersburg

Angesprochen auf die kommende Aufgabe am Dienstag gegen Mattersburg wird Austrias Nummer 38 sofort wieder ernst.

„Die Burgenländer sind immer unangenehm zu spielen. Wir wollen drei Punkte, müssen dort unbedingt gewinnen.“

Ob er seinen Teil dazu beitragen kann, wird sich zeigen. Um die Beziehung in Schwung zu bringen, wäre es sicherlich hilfreich…

Martin Wechtl

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