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"Man muss sich auch einmal bei den Fans vorstellen"

Siebenter Sieg im achten Bundesliga-Spiel.

Austria verlängerte mit dem 4:2-Auswärtssieg in Mattersburg ihre Serie und baute gleichzeitig die Tabellenführung auf fünf Punkte aus.

Dabei konnten die Veilchen zweimal einen Rückstand aufholen. Für Manuel Ortlechner der beste Beweis, dass die Truppe im Vergleich zur letzten Saison reifer geworden ist.

„Wir können heuer zulegen, bringen die Partien – auch wenn es einmal nicht so toll läuft - drüber, weil viel Qualität in der Mannschaft steckt. Das stimmt mich positiv.“

Positiv stimmt den FAK-Kapitän auch die Verpflichtung von Philipp Hosiner, der mit zwei Treffern zum violetten Matchwinner avancierte.

„Philipp war schon als Gegenspieler extrem unangenehm. Er zeigt in jedem Training, was in ihm steckt.“

Auch Tormann Heinz Lindner streute dem Neo-Austrianer Rosen. „Es freut mich für ihn. Seine Tore waren ganz wichtig. Sie geben ihm, aber auch dem ganzen Team Selbstvertrauen. Er ist sehr flink und extrem kaltschnäuzig.“

Für Hosiner hätte das Startelf-Debüt im violetten Dress jedenfalls nicht besser verlaufen können. Im LAOLA1-Interview gibt der 23-Jährige Einblicke in seine Gefühlswelt.

LAOLA1: Philipp, ein 4:2-Sieg nach zweimaligem Rückstand. Was sagst du zu der Partie?

Philipp Hosiner: Es war ein Arbeitssieg. Wir haben uns in der Kabine einiges vorgenommen.  In der ersten Hälfte hat vieles nicht gepasst. Wir wollten nach der Pause die Räume suchen und dadurch Chancen erarbeiten. Das hat wirklich toll geklappt. Ich denke, wir haben das Spiel im Endeffekt verdient gewonnen.

LAOLA1: Zeigt es eure Klasse, dass man das Match schlussendlich noch gewonnen hat?

Hosiner: Natürlich. Wenn man auswärts vier Tore schießt, zeugt es schon von Klasse und einiger Qualität. Es war der Verdienst der ganzen Mannschaft.

LAOLA1: Zwei der vier Treffer hast du erzielt. Ein tolles Startelf-Debüt.

Hosiner: Na klar. Besser kann es nicht laufen. Meine Tore waren nicht schwer. Ich musste zweimal nur noch ‚Danke‘ sagen, nachdem ich den Ball so einschussgerecht serviert bekommen habe.

LAOLA1: War die Verbeugung vor den Austria-Fans nach deinem zweiten Treffer eine spontane Aktion?

Hosiner: Ja, war es. Die Anhänger haben sich riesig über die Führung gefreut. Und schließlich muss man sich auch einmal bei den Fans vorstellen.

LAOLA1: Deine neuen Mitspieler loben dich in den höchsten Tönen. Verspürst du dadurch Druck?

Hosiner: Nein, überhaupt nicht. Ich will einfach meine Stärken ausspielen. Die liegen speziell im Spiel in die Tiefe. Das war heute sehr gut möglich. Dass ich gleich zwei Tore beisteuern konnte, freut mich natürlich unheimlich.

LAOLA1: Sieben Treffer nach acht Runden. Dein Torschnitt ist vielversprechend. Ist die Torschützenkrone ein Ziel von dir?

Hosiner: Das interessiert mich eigentlich überhaupt nicht. Viel wichtiger ist, dass die Ziele mit der Mannschaft erreicht werden. Wir wollen uns vorne in der Tabelle festsetzen und so lange wie möglich da oben bleiben. Wenn wir das erreichen, ist alles andere egal.

LAOLA1: Kannst du schon die Unterschiede zwischen Austria und Admira beurteilen?

Hosiner: Das ist nach zwei Spielen sehr schwer. Admira hat auch eine super Mannschaft, hat gegen Rapid eine tolle Partie geboten, nur leider nicht gewonnen. Ich musste in der Südstadt vielleicht mehr Defensivaufgaben verrichten. Bei der Austria ist der Druck höher. Hier muss man gewinnen.

LAOLA1: Ihr liegt in der Tabelle fünf Punkte vor Rapid und sechs vor Salzburg und Sturm. Ein schöner Polster?

Hosiner: Es war für uns gut, dass die direkten Konkurrenten Punkte liegen gelassen haben. Deswegen wollten wir in Matterbsurg unbedingt gewinnen, um den Vorsprung auszubauen. Das ist uns gelungen.

Das Gespräch führte Martin Wechtl

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