„El Clasico“ als Premierenbühne

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Neuer Dirigent für Mourinhos Star-Ensemble

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„Ich bin bereit, um gegen Barcelona zu spielen.“

Luka Modric macht zweifellos klar, dass seine erste Partie im Real-Trikot nicht schnell genug kommen kann.

Auch wenn der Neuzugang der Madrilenen seit dem EM-Aus mit Kroatien gerade einmal 30 Spielminuten in den Beinen hat, wurde von Seiten des Vereins alles daran gesetzt, damit die internationale Freigabe rechtzeitig vor dem Rückspiel der Supercopa erfolgt.

Nach dem Okay der UEFA liegt es nun in den Händen von Jose Mourinho, ob dem Wunsch des Kroaten, sein Debüt auf prominenter Bühne zu feiern, tatsächlich nachgekommen wird.

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Dass der portugiesische Startrainer den trickreichen Mittelfeld-Regisseur gut brauchen könnte, ist angesichts des bescheidenen Saisonstarts durchaus offensichtlich.

Inakzeptabler Fehlstart

Real legte mit nur einem Punkt aus den ersten beiden Partien den schlechtesten Start in La Liga seit der Saison 2001/02 hin und weist schon jetzt fünf Zähler Rückstand auf den FC Barcelona hin. In der bipolaren spanischen Liga eine mittelgroße Katastrophe.

Darüber hinaus ging das Hinspiel in der Supercopa – geringe Bedeutsamkeit hin oder her – gegen den Erzrivalen mit 2:3 verloren.

Allen drei Begegnungen ist eines gemein. Real ging in Führung, brachte selbige dann aber nicht über die Zeit. Manch anerkannter Experte begründet dies mit einem Mangel im Mittelfeld, den eben Modric nun beheben soll.

Taktgeber im Mittelfeld

So zählen Sami Khedira und Lass Diarra zwar zu hervorragenden Defensiv-Spielern, die Fähigkeit, das Tempo eines Spiels zu bestimmen und dies bei Führung gegebenenfalls zu dosieren, ist aber nicht unbedingt ihre Stärke.

Trotz guter Leistungen galt Mourinho nie als großer Fan der beiden „Sechser“, die sich an der Seite von Fixstarter Xabi Alonso abwechselten. Mit dem 35-Millionen-Euro-Mann hat er nun hingegen seinen Wunschspieler bekommen.

„Wenn wir einen Spieler verpflichten, wissen wir, warum wir ihn verpflichten, warum wir so lange gewartet haben und warum er die erste Option war, weit vor allen anderen. Wir kennen seine bevorzugte Position und da ist es nur logisch, dass er dort auch spielt“, macht „The Special One“ gar kein Hehl daraus, wo er den 26-jährigen klassischen Spielmacher zukünftig einsetzen wird.

In großen Fußstapfen

Der Blondschopf aus Zadar ist übrigens der vierte Kroate in der 110-jährigen Geschichte von Real und darf sich der Unterstützung seiner Vorgänger sicher sein.

„Real kauft nicht irgendwelche Spieler, sondern nur die besten“, findet etwa Robert Jarni in der „Marca“ lobende Worte über seinen Landsmann. An eine lange Eingewöhnungsphase glaubt der Verteidiger, der 1998/99 in der spanischen Hauptstadt kickte, im Gegensatz zu Robert Prosinecki nicht.

„Hier muss man jeden Tag gewinnen, auch in den Trainingseinheiten. Luka wird Zeit brauchen, sich daran anzupassen“, so der ehemalige Roter-Stern-Coach, der als einer der wenigen sowohl für Barca als auch für Real aufgelaufen ist.

Kroatiens Verbandspräsident und Ex-Real-Bomber Davor Suker (38 Tore in 86 Spielen) prophezeit abschließend: „Er wird die Fans bald für sich gewonnen haben.“

Sollte Modric Real gleich im ersten Spiel zum ersten Titel führen, könnte dies schon am Mittwochabend der Fall sein.

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Christian Eberle

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