Eine Runde Selbstvertrauen für Real

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Die Durststrecke ist beendet. Erstmals nach über 1.500 Tagen feiert Real Madrid wieder einen Heimsieg gegen den FC Barcelona.

Und dieser 2:1-Erfolg bedeutete gleichzeitig auch den Gewinn der Supercopa.

„Es war wichtig, zu gewinnen, damit die Fans etwas haben, worüber sie jubeln können“, stellte Alvaro Arbeloa fest.

Blitzstart gibt Selbstvertrauen

Die Madrilenen lagen nach nicht einmal 20 Minuten bereits mit 2:0 in Führung. Angesichts des Fehlstarts in der Liga psychologisch wichtig. „Das hat uns Selbstvertrauen gegeben“, bestätigt Cristiano Ronaldo.

Sein Trainer, Jose Mourinho, genoss den Titelgewinn im Stillen, er schickte seinen Assistenten Aitor Karanka vor, um mit der Presse zu sprechen.

Lob für Jung-Papa Pepe

Und dieser strich nicht zuletzt die Rolle Pepes hervor. Der Portugiese, der in dieser Woche Vater einer Tochter wurde, musste bekanntlich in der ersten Runde zur Pause verletzungsbedingt vom Feld und feiert diesmal seine Rückkehr.

„Jeder weiß, wie wichtig er für uns. Er ist ein Spieler, der auffällt, wenn er auf dem Feld ist“, so Karanka.

Ein anderes Thema war Luka Modric. Der Kroate war ab der 83. Minute erstmals für die „Königlichen“ im Einsatz. Genug Zeit, um sich Lob von Arbeloa abzuholen: „Er hat sehr gut gespielt.“

Vilanova trotzdem stolz

Barca nahm die Niederlage unterdessen locker. Zumal die Katalanen nach einer Roten Karte gegen Adriano ab der 28. Minute in Unterzahl waren.

„Ich bin stolz auf meine Spieler, sie haben die gesamte zweite Hälfte mit einem Mann weniger gespielt und fünf klare Chance gegen einen Gegner, der seine eigene Hälfte nicht mehr verlassen hat, erarbeitet“, analysierte Tito Vilanova.

Der Coach musste aber auch erkennen, dass die beiden Gegentreffer aus Abwehrfehlern entstanden. „Ich glaube aber nicht, dass wir inferior waren“, sagte er.

Albas kurzfristiger Einsatz

Xavi fand eine Erklärung für die Abstimmungsprobleme in der Abwehr. Eigentlich hätte nämlich Dani Alves spielen sollen, der Brasilianer konnte wegen einer Verletzung, die er sich beim Aufwärmen zugezogen haben dürfte, aber doch nicht spielen.

„Jordi Alba musste also unaufgewärmt spielen. Wenngleich das keine Ausrede sein soll“, erklärte Xavi.

Weniger gelassen wirkte da schon Sergio Busquets: „Ich bin verärgert, weil wir in beiden Spielen besser waren. Obwohl wir nur zu zehnt gespielt haben, hatten wir mehr Torchancen.“

So klappt’s auch in der Liga

Real-Goalie Iker Casillas sah das freilich anders: „Wir haben uns diesen Sieg verdient!“

Und alle Madrilenen waren sich einig: Nun soll es auch in der Liga in dieser Art weitergehen.

Denn ob des Fünf-Punkte-Rückstands auf den Erzrivalen war nicht nur Arbeloa bewusst: „Wir dürfen uns in der Meisterschaft keine Fehler mehr erlauben, weil Barca sehr stark ist.“

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