Sevilla-Coach: "Real wird so oder so Meister"

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Der FC Sevilla spielt eine unterdurchschnittliche Saison.

Nach 26 Runden liegen die Andalusier im Klassement nur auf dem 11. Platz.

Eine Saison, die mit dem Ausscheiden im Europa-League-Quali-Playoff gegen Hannover 96 ein frühes Negativ-Highlight aufweist, droht völlig verpatzt zu werden.

Vor dem Schlager des 27. Spieltags in "La Liga" gegen den FC Barcelona gibt es aber auch Positives anzumerken.

>>> FC Sevilla vs. FC Barcelona, Samstag, 20:00 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv <<<

Drittbeste Defensive

Ein Blick auf die Tabellensituation offenbart, dass die Elf von Trainer Michel mit 29 Gegentreffern den drittbesten Wert der Liga vorweisen kann.

Nur die beiden Ausnahme-Teams an der Tabellenspitze haben mit 23 (Real) beziehungsweise 19 (Barca) noch weniger Tore erhalten.

Mitverantwortlich für diesen Wert ist der Mann, der im Hinspiel sämtliche Barcelona-Kicker mit seinen Paraden zur Verzweiflung brachte, Javi Varas.

Held des Hinspiels auf der Bank

In den knapp 98 (!) Minuten hielt der gebürtige Sevillaner sein Tor rein und sorgte für den einzigen Punkteverlust der Katalanen im heimischen Camp Nou in dieser Saison.

Besonders der gehaltene Elfmeter gegen Lionel Messi in Minute 95 verdient eine explizite Erwähnung.

Seit Michel bei Sevilla Anfang Februar diesen Jahres das Trainer-Amt von Marcelino Garcia Toral übernommen hat, bleibt dem 29-Jährigen jedoch nur noch der Platz auf der Bank. Die Nummer eins ist seit Spieltag 23 wieder Veteran Andres Palop.

"Ich bin derselbe, der ich auch im Camp Nou war, aber jetzt ist es eine unterschiedliche Situation. Ich habe immer gesagt, ich bevorzuge es, ein guter Mensch als ein guter Torhüter zu sein", erklärt Varas dem vereinseigenen Radio-Sender ein wenig rätselhaft seine Degradierung.

Barcelona abgelenkt

Ob Varas oder Palop sich den Schüssen von Messi, Fabregas und Co. entgegenstellen wird, scheint in Barcelona keinen zu interessieren. Trotz des zweifellos schweren Auswärtsspiels in der Hauptstadt Andalusiens regieren beim Meister derzeit andere Themen.

Einerseits fiebert alles schon dem großen Schlager in der Champions League gegen den AC Milan entgegen, andererseits sorgt man sich bei den "Blaugranes" um Eric Abidal.

Die bevorstehende Leber-Transplantation beim französischen Außenverteidiger ist für Trainer Pep Guardiola allerdings ein weiterer Ansporn für sein Team: "Ich bin mir sicher, dass er gesund zurückkehren wird. Jetzt haben die Spieler einen Grund mehr, zu gewinnen."

„Real wird so oder so Meister“

Auch Guardiolas Gegenüber richtet auf der Pressekonferenz seine besten Genesungswünsche Richtung Abidal, ehe er auf die Wertigkeit der Partie zu sprechen kommt: "Das Spiel ist für uns weitaus wichtiger als für Barca."

Während sein Team mit einem Dreipunkter wieder Richtung europäische Startplätze linsen könnte, würde Barca den Vorsprung auf den Tabellenführer aus Madrid lediglich auf sieben Punkte verkürzen.

Selbst wenn also Real am Sonntag (21:30 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv) im Heimspiel gegen den FC Malaga Punkte liegen lassen sollte, wäre der Rückstand immer noch beachtlich.

Oder wie Michel, selbst eine Legende im Dress der "Königlichen", so treffend ausdrückt:

"Meister wird so oder so Real werden."


Christian Eberle

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