Barca und Real im LAOLA1-Check

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Endlich ist es wieder so weit!

"El Clasico" - das Spiel aller Spiele steht vor der Tür.

>>>El Clasico: Barca vs. Real, heute - 20:30 Uhr im LIVE-Video bei LAOLA1.tv<<<

Diesmal birgt der ewig junge Klassiker eine ganz besondere Brisanz in sich, geht es doch um nicht weniger als den spanischen Meistertitel.

Einen einzigen Punkt liegt Real Madrid hinter dem Erzrivalen aus Barcelona. Eine Niederlage im direkten Duell wäre wohl vorentscheidend für das Rennen um die La-Liga-Meisterschaft.

Zuletzt präsentierten sich die Katalanen besser in Form, das Team von Luis Enrique war jedoch im Gegensatz zu Real am Mittwoch in der Champions League im Einsatz. Die "Königlichen" konten sich also eine ganze Woche auf "El Clasico" vorbereiten.

Letztlich wird jedoch die individuelle Qualität der Spieler den Ausschlag geben. LAOLA1 vergleicht deswegen die einzelnen Mannschaftsteile beider Teams: 

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TORHÜTER

Die Zeiten des unbezwingbaren Iker Casillas sind längst vorbei. Sein öffentlichkeitswirksamer Abschied aus der Goalie-Weltelite bei der WM 2014 ist den meisten Fußballfans noch bestens in Erinnerung, die jüngsten Leistungen des spanischen Teamgoalies erinnerten wieder an das brasilianische Patzer-Festival. Da wären zuallererst seine Mitschuld an mindestens zwei der vier Schalke-Tore beim Heim-3:4 in der Champions League zu nennen, dazu gesellt sich ein Blackout beim Derby-Debakel gegen Atletico (hier im Video). Dass Ersatzmann Keylor Navas bei seinen seltenen Einsätzen nicht völlig überzeugte, macht es für Ancelotti einfacher, die Absetzung der Klublegende Casillas hinauszuzögern – ein vereinspolitischer Drahtseilakt, den bisher nur der Konflikt-Junkie Jose Mourinho wagte.

Die Keeper-Frage ist bei Barca dank klaren Grenzen deutlich unspektakulärer: In der Liga liefert Claudio Bravo die geforderten soliden Leistungen ab, in der Champions League übernimmt Marc-Andre ter Stegen diese Rolle. Die Differenz in Zahlen: Bravo hat in 27 Spielen 16 Tore kassiert, Casillas musste in 24 Partien 22 Mal hinter sich greifen. Bei aller Beeinflussung durch die jeweilige Defensive: Vorteil Barca.

VERTEIDIGUNG

Mit Sergio Ramos hat Real Madrid einen absoluten Leader in seiner Abwehrkette, der zudem offensiv immer für einen Treffer gut ist. In Top-Form zählt der Welt- und Europameister zu den besten Innenverteidigern der Welt, in dieser Spielzeit beeindruckt aber vor allem Pepe, der eine grandiose Wandlung hinter sich hat. Es fällt auf, dass der Portugiese sich unter Trainer Carlo Ancelotti deutlich besser unter Kontrolle hat. In La Liga begeht Pepe in dieser Saison durchschnittlich weniger als ein Foul pro Spiel, die Konzentration auf seine Kernkompetenz - die Defensive - tut ihm gut, seine Steigerung ist ein Zugewinn für Real. Auf den Außenpositionen spielen Carvajal und Marcelo, der wieder zu alter Stärke fand, eine sehr gute Saison.

Auf Seiten Barcas dürfte das Innenverteidiger-Paar Mathieu/Pique auflaufen. Der Franzose weist mehr Erfahrung auf als der junge Bartra und spielt bislang eine solide Saison. Pique findet seine Form langsam aber sicher auch wieder und ist gerade in den defensiven und offensiven Kopfballduellen beinahe unverzichtbar. Jordi Alba spielt konstant auf hohem Niveau, während Dani Alves offensiv nicht mehr so effektiv ist wie zu seiner besten Zeit. Entscheidend könnte sein, welches Team seine Spieler besser hinter die angreifenden Außenverteidiger bringt. Im Zentrum wirkte Real etwa gegen Schalke anfällig, die Konzentration im Clasico dürfte aber eine ganz andere sein als im CL-Rückspiel gegen die Deutschen. Insgesamt ein knappes Rennen, in dem Real ob der größeren Klasse und besseren Form in der Abwerzentrale aber wohl die Nase vorne hat.

MITTELFELD

Lukas Modric ist zurück! Ob der 29-Jährige nach seiner Verletzung allerdings gleich wieder in Top-Form agiert, wird sich zeigen. Zumindest die Fans sehen ihn als Heilsbringer. Daneben werden Toni Kroos und Isco auflaufen. Der deutsche Sechser wird nicht nur aufgrund seiner Passsicherheit gefragt sein, sondern auch mit dank seiner defensiven Qualiäten, da Ancelotti wohl wieder keinen reinen Abräumer aufstellen wird. Von diesem Trio am besten in Form präsentierte sich zuletzt Isco. Er könnte für den einen oder anderen Glanzmoment sorgen.

Barca muss im "Clasico" auf den verletzten Sergio Busquets verzichten. Statt ihm wird Javier Mascherano als Sechser auflaufen - angesichts dessen defensiver Stärken gegen Real vielleicht sogar ein Vorteil. Davor darf neben dem soliden Routinier Andres Iniesta Sommer-Neuzugang Ivan Rakitic zaubern. Der Kroate scheint nun endgültig in Barcelona angekommen zu sein und durfte sich zuletzt gegen ManCity über ein Tor freuen. Alles in allem dürfte die aktuelle Form eher für das Barcelona-Mittefeld sprechen. Bei Real hängt viel von Modric ab. Reißt er das Spiel an sich, dann könnte die ganze Mannschaft davon profitieren. Im letzten "Clasico" unterlief ihm kein einziger Fehlpass.

ANGRIFF

Verteidigungen entscheiden Meisterschaften, so lautet zumindest eine ungeschrieben Regel. Für La Liga scheint das diesmal aber nicht zu gelten, denn den Unterschied machen wohl die Sturmreihen. MSN gegen BBC lautet das Fernduell zwischen Messi, Suarez, Neymar und Bale, Benzema, Cristiano Ronaldo. Am Sonntag kommt es zum direkten Vergleich. In der ersten Saisonhälfte präsentierte sich das königliche Trio in atemberaubender Form, sorgte in 28 Spielen für 57 Tore und führte Real zu wettbewerbsübergreifend 22 Siegen sowie einer komfortablen Führungsposition in La Liga. Doch mit dem Jahreswechsel ging die Treffsicherheit der Madrilenen verloren, korrelierend dazu setzte es in 16 Partien fünf Niederlagen und den Verlust der Tabellenführung.

Die Barca-Angreifer nahmen den umgekehrten Weg. Stand Coach Luis Enrique nach durchwachsenen Resultaten und wegen eines belasteten Verhältnis zu Lionel Messi im Herbst noch kurz vor dem Rauswurf, kratzte er noch einmal die Kurve. Er brachte den argentinischen Star auf seine Seite und verdeutlichte ihm, dass es für das Team am besten ist, wenn er über den Flügel kommt. Die spielerische Harmonie im Blaugrana-Trio ist beängstigend gut. Das zeigt nicht nur die Torausbeute, sondern vor allem die Zahl der produzierten Assists, welche bei MSN (24) in diesem Jahr deutlich höher ist, als bei BBC (7). Von ihrer Klasse nehmen sich die beiden Angriffsreihen nichts, aber: The Trend is your Friend. Messi, Neymar, Suarez ist im Moment das Beste, was der Weltfußball zu bieten hat. 

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