Warum ist Real in dieser Saison stärker?

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Sechs Verlustpunkte Vorsprung sind eine Menge Holz.

Während Erzrivale Barcelona vor dem „Clasico“ (Samstag, ab 21:30 Uhr im LIVE-Video bei LAOLA1.tv) unter gewaltigem Druck steht, befindet sich Real in einer komfortablen Ausgangsposition.

Jose Mourinhos Team präsentiert sich in dieser Saison stärker als im letzten Jahr.

Die Dominanz, mit der die „Königlichen“ seit zwei Ausrutschern am Beginn der Saison (0:1 bei Levante, 0:0 in Santander) durch die Liga spazieren, ist beeindruckend.

LAOLA1 weiß, was „Real 2.0“ so stark macht:

  • Mourinhos zweites Jahr

Laut Mourinho selbst kann jede seiner Mannschaften erst im zweiten Jahr das volle Leistungspotenzial ausschöpfen. Auch bei Real scheint sich dies zu bewahrheiten. „Wir sind jetzt viel besser abgestimmt und noch eingespielter“, meint Sami Khedira in einem Interview mit „Spox.com“. Dazu dürfte auch die bessere Saison-Vorbereitung beigetragen haben. Im Gegensatz zum Sommer 2010 wurde diese heuer nicht von einer Weltmeisterschaft gestört.

  • Ein breiterer Kader

Real verzichtete im Sommer auf die großen Transferkracher. Stattdessen verstärkte Mourinho seinen Kader punktuell und in der Breite. Mit Fabio Coentrao, Nuri Sahin, Jose Maria Callejon, Raphael Varane und Hamit Altintop holte der Portugiese in erster Linie Ergänzungsspieler. Damit verschaffte sich "The Special One" mehr Rotationsmöglichkeiten. Zudem sind einige Spieler nach Verletzungspausen wieder voll in Schuss. Der Real-Coach hat die Qual der Wahl: Özil oder Kaka? Higuain oder Benzema? Marcelo oder Coentrao?

  • Taktische Flexibilität

Die enorme Breite des Kaders hat einen weiteren Vorteil: Taktische Flexibilität. Real ist unberechenbarer geworden. In der letzten Saison ging die Gefahr vor allem von Ronaldos linker Seite aus. Mittlerweile versuchen die zentralen Offensiv-Spieler auch Di Marias rechte Seite mehr zu forcieren. Zudem kann Mourinho auf eine Fülle an Möglichkeiten für das defensive Mittelfeld zurückgreifen. Neben dem gesetzten Ballverteiler Xabi Alonso hat er die Wahl zwischen Dynamik (Khedira), Kampf (Diarra), Technik (Coentrao), Spielstärke (Sahin) oder Zerstören (Pepe). Man darf überhaupt gespannt sein, ob der Real-Trainer im „Clasico“ wie in der letzten Saison wieder auf drei Sechser setzt.

  • Hochform einzelner Spieler

40 Liga-Tore im Kalenderjahr 2011 – Cristiano Ronaldo befindet sich ohnehin in Dauerhochform. Im Schatten des Portugiesen entwickelten sich jedoch einige andere Spieler enorm weiter. Bestes Beispiel dafür ist Angel Di Maria. Mit elf Vorlagen in ebenso vielen Spielen gab er die meisten der Liga. Neben dem Argentinier setzten sich in den letzten Spielen auch Karim Benzema und Sergio Ramos besonders in Szene. Der Franzose überzeugte mit einer beweglichen und stets gefährlichen Spielweise im Sturm. Er scheint endlich sein volles Potenzial in Madrid abrufen zu können. Ramos dagegen sorgt hinten für Stabilität. Seit seiner Versetzung von der rechten Abwehrseite in die Innenverteidigung brachte er eine enorme Dynamik ins Defensiv-Spiel der Madrilenen.

  • Mehr Erfahrung

Oft wird vergessen, dass Real einen relativ jungen Kader besitzt. Stars wie Özil, Di Maria, Higuain, Benzema oder Marcelo sind allesamt erst 23 Jahre alt. In entscheidenden Spielen fehlte es im letzten Jahr vielleicht an dem letzten Quäntchen Erfahrung. In dieser Saison bestechen die Madrilenen jedoch auch durch mentale Stärke, wie vor allem der knappe 3:2-Auswärtssieg in Valencia bewies. Neben den etablierten Leadern, wie Casillas, Alonso oder Pepe, übernehmen mittlerweile auch Ramos (25) und Ronaldo (26) mehr Verantwortung. Dies zeigt zum Beispiel die mannschaftsdienliche Spielweise des portugiesischen Superstars, der schon sieben Assists auf seinem Konto hat.

 

Jakob Faber

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