Qual der Wahl: Wer spielt im Clasico?

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Der entscheidende Moment rückt näher und näher.

Nur noch wenige Stunden müssen verstreichen, bis Real Madrid den FC Barcelona zum letzten Clasico des Jahres empfängt.

Um 22:00 Uhr wird im Estadio Santiago Bernabeu zum ewigen Duell um die Krone im spanischen Fußball angepfiffen. LAOLA1.tv ist bereits ab 21:30 Uhr LIVE dabei!

Die Medien im Land des Weltmeisters versuchen akribisch, Spielern und Offiziellen bei den obligatorischen Pressekonferenzen Details zu entlocken.

Trainingseinheiten werden bespitzelt, Experten befragt, alles nur, um als Erster die Aufstellung zu verkünden, mit der Jose Mourinho beziehungsweise Pep Guardiola ihre Teams aufs Feld schicken werden.

LAOLA1 wirft einen Blick auf die iberische Halbinsel und fasst zusammen, welchen 22 Spielern laut spanischen Sportgazetten die größten Chancen eingeräumt werden, am Samstag von Beginn an dabei zu sein.

Real Madrid

Das Gerüst der Madrider Mannschaft steht. Tormann Iker Casillas wird die "Königlichen" als Kapitän aufs Feld führen, vor ihm bilden Pepe und Sergio Ramos die Innenverteidigung. Xabi Alonso hält das Mittelfeld zusammen und Cristiano Ronaldo und Angel di Maria beackern die offensiven Flügel. Wie Jose Mourinho nach dem Auftritt in der Champions League bei Ajax Amsterdam (0:3) bekanntgab, wird zwischen Reals Top-Torschützen (Ronaldo) und Top-Vorlagengeber (Di Maria) einer aus dem Duo Karim Benzema-Gonzalo Higuain auflaufen. In Holland ließ "The Special One" beide von Beginn an spielen, der Argentinier trug die Kapitänsbinde und erzielte den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0. Diese zwei Faktoren könnten "Pipita" den entscheidenden Vorteil im Kampf ums Sturmzentrum gebracht haben. In der  "As" hingegen hat Benzema die Nase vorne, weil er eben ausgetauscht und somit geschont wurde.

Dahinter deutet vieles auf eine Dreifach-Sechs hin, bei der Lassana Diarra und Sami Khedira gemeinsam mit Xabi Alonso die Kreise der Barca-Strategen stören sollen. Leidtragender dieser Taktik wäre Mesut Özil, für den in dieser defensiveren Variante kein Platz in der Startelf übrig bliebe. Die deutsche "Bild" will übrigens eine andere Erklärung für die angesetzte Degradierung des deutschen Nationalspielers gefunden haben: Wie auf Fernsehbildern zu erkennen ist, hat der 23-Jährige beim CL-Spiel in Amsterdam auf der Bank seinem Trainer den Vogel gezeigt und so dessen Zorn auf sich gezogen.

Während Marcelo auf der linken Abwehrseite gesetzt sein dürfte, muss Alvaro Arbeloa auf rechts um seinen Einsatz zittern. Weniger, weil Ersatzmann Fabio Coentrao sich dermaßen aufdrängt, sondern, weil der Welt- und Europameister nach einer Verletzung noch nicht 100% fit ist.

FC Barcelona

Bei den Gästen aus Katalonien ist die erste Frage gleich die entscheidende: Auf welches System setzt Pep Guardiola in Madrid? Laut "Mundo Deportivo" scheint ein 4-3-3 wahrscheinlicher als das offensivere 3-4-3, das Andres Iniesta aber dennoch nicht vollends vom Tisch wischt. "Das System ist nicht neu für uns. Wir kennen es aus der Jugend. Auf jegliche Situation oder jeden Gegner antworten zu können, ist wichtig", deutet der 27-Jährige an, auch während der Partie die Taktik wechseln zu können. Ausgehend von der Viererkette scheint Javier Mascherano aufgrund seiner Form den Vorzug vor Kapitän Carles Puyol zu bekommen. Gemeinsam mit dem Argentinier bilden laut "MD" Eric Abidal, Gerard Pique und Dani Alves vor Victor Valdes die Verteidigung.

Am Dreier-Mittelfeld davor scheint es nichts zu rütteln zu geben. Xavi und Andres Iniesta haben die Aufgabe, für die zündenden Ideen im Offensivspiel zu sorgen, Sergio Busquets wird den beiden dahinter den Rücken frei halten und etwaige Löcher stopfen.

Um der körperlich robusten Real-Innenverteidigung Pepe-Ramos zu entgehen, soll Lionel Messi auf den Flügel ausweichen und Cesc Fabregas seinen Platz im Zentrum einnehmen. Die "falsche Neun", von Pep Guardiola am 2. Mai 2009 erstmals in einem Clasico ausprobiert, könnte also wie beim damaligen 6:2-Auswärtserfolg erneut entscheidender Trumpf im Barca-System werden.

Auf der linken Offensivseite scheint alles offen. David Villa, Pedro, Alexis Sanchez und sogar Jungstar Isaac Cuenca kämpfen um den letzten freien Platz. Aufgrund seiner Erfahrung und der Eigenschaft, auch in großen Spielen stets Gefahr auszustrahlen, darf "El Guaje" Villa von der Startelf träumen.

 

Abschließend bleibt bei all den Spekulationen festzuhalten, dass die Trainer Jose Mourinho und Pep Guardiola auch deshalb zu den besten ihrer Zunft zählen, weil sie sich eben nicht in alle Karten blicken lassen.

Veränderungen der angeführten Aufstellungen sind somit vorprogrammiert.


Christian Eberle

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