Keine Strafe für den "Idiot"?

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Kommt Pepe ungeschoren davon?

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Der Tritt von Real-Madrid-Verteidiger Pepe auf die Hand von Lionel Messi im spanischen Cup-Viertelfinal-Hinspiel sorgt in Spanien noch immer für Aufregung.

Ein Großteil der Real-Fans sind für eine Bestrafung des Portugiesen. Für den spanischen Fußballverband (RFEF) existiert die Attacke vor vier Tagen jedoch gar nicht.

Das Raubein entschuldigte sich nur halbherzig und scheint ungeschoren davonzukommen.

Rüffel von Ex-Profis

Nach einer Umfrage sind 94 Prozent der Real-Fans für eine Bestrafung Pepes, darunter angesehene Ex-Profis.

"Das Problem ist längst nicht gelöst, der einzige Ausweg wäre eine drastische Reaktion der Verantwortlichen", sagte der 66-fache Nationalspieler Michel.

Rafael Alkorta, der 54-mal für Spanien spielte, meinte: "Pepe kann seine Aggressivität nicht zügeln. Da hilft nur eine Strafe."

Attacke existiert nicht

Die spanische Presse nennt Deutschland oder England als Beispiel, wo die Verbände notfalls zu Video-Beweisen greifen, um Übeltäter zu bestrafen.

Für den RFEF jedoch existiert die Attacke gegen Messi gar nicht, obwohl sie unzählige Male über die Bildschirme lief. Der Verband beruft sich darauf, dass dazu nichts im Spielbericht des Schiedsrichters steht.

"Barca" erstattete beim Verband keine Anzeige, weil der Champions-League-Sieger die Beziehungen zu Real nicht belasten will.

Pepe entschuldigt sich

Die Madrilenen machen keine Anstalten, Pepe vereinsintern zu bestrafen, obwohl die "Königlichen" von ihrem Selbstverständnis her eigentlich immer größten Wert auf vornehme Umgangsformen legen.

Der Klub bewegte Pepe lediglich dazu, eine Entschuldigungserklärung abzugeben.

Der Tritt auf die Hand des Weltfußballers sei keine Absicht gewesen, behauptete der Portugiese. "Wenn ich Messi verletzt haben sollte, entschuldige ich mich dafür."

Diese Erklärung nahm Pepe jedoch kaum jemand ab. "Eine Entschuldigung sieht anders aus", meinte das Madrider Sportblatt "As". "So machte Pepe alles nur noch schlimmer."

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