Spitzenspiel in Valencia

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Ein Soldado als Einzelkämpfer

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Soldado will Villa vergessen machen

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Fünf Jahre lang war der Strafraum im Mestalla-Stadion das Jagdgebiet von David Villa.

Seit seinem Wechsel zum FC Barcelona im Sommer 2010 hat ein neuer „Wilderer“ diesen Platz eingenommen.

Es dauerte allerdings, bis Roberto Soldado den Ansprüchen der Fans als Nachfolger des Asturiers gerecht werden konnte.

Nach seinen Leistungen gegen Ende der Rückrunde 2011 und vor allem zu Beginn der heurigen Spielzeit scheint der 26-Jährige die direkte Konfrontation mit seinem Vorgänger aber nicht mehr scheuen zu müssen.

Vom Fehleinkauf zum Torgarant

In seiner ersten Saison im Dress der „Fledermäuse“ hielt Soldado nach dem 29. Spieltag bei mageren sechs Treffern. Nicht wenige der treuen Anhängerschaft sahen in den zehn Millionen, die an den FC Getafe überwiesen wurden, eine Fehlinvestition.

In den letzten neun Runden der Meisterschaft erzielte „El guerrillero“ (Der Guerrillakämpfer) dann allerdings nicht weniger als zwölf Treffer, was ihm letztendlich den fünften Platz der Schützenliste einbrachte.

Geteilt wurde der Platz hinter Ronaldo (40 Tore), Messi (31), Aguero und Negredo (je 20) im Übrigen mit…ja genau: David Villa.

Lebensversicherung Soldado

In der aktuellen Spielzeit offenbart sich die Bedeutsamkeit des Stürmers mit der klassischen Nummer 9 noch eklatanter.

Vor dem Heimspiel gegen den FC Barcelona zeichnete sich Soldado in den drei bisherigen Saisonspielen für fünf der sechs Torerfolge des FC Valencia verantwortlich, was einem Prozentsatz von knapp 83 entspricht.

Da nach dem Triplepack beim 4:3 gegen Santander die Spiele zu Hause gegen Atletico Madrid und auswärts gegen Sporting Gijon mit dem Minimalergebnis von 1:0 gewonnen wurden, erhält der zweifache Nationalspieler zusätzlich das Attribut Goldtorschütze.

Absenz beim Mannschaftstraining

Umso mehr dürfte die Valencia-Anhängerschaft die Nachricht schockiert haben, dass vor dem Topspiel der Runde ausgerechnet ihr Torjäger dem Mannschaftstraining fernbleiben musste.

Ein Schlag auf den Rist im Duell mit Sporting Gijon bewirkte einerseits die verfrühte Auswechslung am vergangenen Samstag (Minute 69) und andererseits Sondereinheiten für den Angreifer.

Die medizinische Abteilung des „La Liga“-Klubs vermeidet bislang etwaige Prognosen ob der Einsatzfähigkeit des zur Zeit wohl wichtigsten Mannes.

Vorfreude auf große Duelle

Der gebürtige Valencianer, der in der Jugendakademie von Real Madrid ausgebildet wurde, brennt seines Zeichens auf den Einsatz gegen den amtierenden Meister und Champions-League-Sieger.

„Es ist eine gute Sache, sich bereits früh mit den großen Teams zu messen“, hatte Soldado bereits vor dem Aufeinandertreffen mit Atletico Madrid der „Marca“ berichtet.

Ein Sieg gegen den großen FC Barcelona würde aus dieser „guten Sache“ sogleich eine erfolgreiche für den Klub machen und diesen dem Saisonziel, einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, näherbringen.

Gewarnter Guardiola, euphorischer Emery

„Wohin er auch geht, er macht immer seine Tore. Er ist ein großartiger Fußballer und ich freue mich für ihn“, zollt Barca-Trainer Pep Guardiola der gefährlichsten Waffe seines Gegenüber in der „Mundo Deportivo“ Respekt.

Mit einem fitten Soldado und der zuletzt zwei Mal unbezwungenen Defensive rund um die französische Neuverpflichtung Adil Rami sieht sich selbst Coach Unai Emery dazu bewegt, öffentlich mit einem Erfolg gegen die Katalanen zu spekulieren:

„In jedem Spiel muss es das Ziel sein, zu gewinnen. Aber es ist wahr, dass ein Sieg gegen Barca mir als Valencia-Trainer noch fehlt. Wir können, wir glauben und morgen ist unsere Chance.“

Soldado glaubt an den Verein

Dass es allein aufgrund der unterschiedlichen finanziellen Voraussetzungen schwierig wird, sich mit Real Madrid oder dem FC Barcelona zu messen, ist auch Soldado bewusst.

Schier übermächtige Konkurrenz hindert allerdings nicht, von Größerem zu träumen, sei es der Gewinn der spanischen Meisterschaft mit dem FC Valencia oder die Einberufung ins spanische Nationalteam.

„Ich muss den Teamchef mittels Toren überzeugen“, bringt es der Fünf-Tore-Mann auf den Punkt.

Und was wäre überzeugender für den Teamchef als ein Treffer gegen den FC Barcelona?

Nicht zuletzt im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger -Team-Rekordtorschütze David Villa.

 

Christian Eberle

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