"Ronaldos Verhalten ist bizarr und ungesund"

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Cristiano Ronaldo hat sich mit dem neuen Jahr noch nicht angefreundet.

Pulverisierte die Tormaschine zu Saisonbeginn noch Rekorde am Fließband, leidet sie nun an einer veritablen Formkrise.

Der dreifache Weltfußballer flucht, kämpft und hadert, doch einem Aussetzer am Platz folgt der nächste.

Sind die Trennung von Langzeit-Freundin Irina Shayk und der mittlerweile groß aufspielende Lionel Messi gar zuviel für den sensiblen Portugiesen?

Der vorentscheidende Clasico beim FC Barcelona wird nun zum Gradmesser für den Superstar. LAOLA1 blickt auf das gebrauchte Jahr von CR7.

>>>El Clasico LIVE bei LAOLA1.tv - Sonntag, 20:30 Uhr<<<

Lineker: "Bizarr und ungesund"

Bei der Clasico-Generalprobe gegen Levante (2:0) wollte der Weltfußballer endlich die Kritiker verstummen lassen. Ronaldo rieb sich auf und war in der starken ersten Hälfte an fast jeder Offensiv-Aktion beteiligt, die Lorbeeren erntete diesmal aber Gareth Bale.

Beim ersten Treffer profitierte der Waliser von einem auf der Linie geklärten Seitfallzieher Ronaldos, was den 30-Jährigen zu wilden Unmutsäußerungen trieb, während seine Teamkollegen gemeinsam jubelten. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.


"Fuck you"

Symbolisch für die derzeitige Situation, dass der zweite Treffer erneut Bale angerechnet wurde, der nach einem Ronaldo-Schuss nur minimal den Fuß hinhielt. "Cristiano traf nicht, aber er war sehr lebendig im Spiel", befand Trainer Carlo Ancelotti nach der Partie trocken.

Vielleicht sogar zu lebendig, glaubt man den berüchtigten Lippenlesern der spanischen Presse. Nachdem das Publikum im Bernabeu wie schon gegen Schalke 04 zu pfeifen begann, soll Ronaldo ihnen "Foda se" zugerufen haben, was frei übersetzt "Fuck you" bedeutet.

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Wahrscheinlicher ist aber, dass sich der Superstar wieder über einen nicht verwandelten Standard geärgert hat. Sein Schuss in die Mauer war bereits der 52. Freistoß in Folge ohne Torerfolg. Er selbst schwieg nach dem Spiel dazu, hatte er nach dem Schalke-Spiel doch ein Medienboykott bis Saisonende ausgerufen.

Ramos: "Es ist schwer, Cristiano zu sein"

Bei Real Madrid weiß man, dass für einen Titelgewinn ein formstarker und glücklicher Ronaldo benötigt wird. Erfahrene Mitspieler wie Sergio Ramos versuchen, Verständnis zu zeigen.

Shayk: "Habe mich hässlich und unsicher gefühlt"

Die Probleme bei Ronaldo fingen rund um die Verleihung des Ballon d’Or an, als die Trennung von Supermodel Irina Shayk nach fünf langen Beziehungsjahren bekannt wurde. Es dauerte nicht lange, bis die Russin medial nachtrat.

"Ich glaube, eine Frau fühlt sich hässlich, wenn sie den falschen Mann an ihrer Seite hat. Ich habe mich hässlich und unsicher gefühlt", offenbart die 29-Jährige dem spanischen Magazin "Hola".

"Mein Traummann ist treu, ehrlich und ein Gentleman, der weiß, wie man Frauen behandelt", lässt sie einen Seitenhieb auf Ronaldo nicht aus, nur um noch einmal nachzutreten: "Ich glaube nicht an Männer, die uns unglücklich machen, denn das sind kleine Jungs, keine Männer."

Man braucht nicht zwischen den Zeilen herauslesen, dass die beiden sich nicht freundschaftlich getrennt haben. Während die Russin kurzfristig bei Hollywood-Muskelberg Dwayne "The Rock" Johnson Trost gesucht hat, reißen Gerüchte um ein Techtelmechtel Ronaldos mit Vanessa Huppenkothen, eine seit der WM 2014 bekannte Sportreporter-Schönheit, nicht ab.

"Es ist schwer, Cristiano zu sein, und er spielt seit Jahren auf einem sehr hohen Niveau", erinnert der gegen Levante in die Startelf zurückkehrende Leitwolf Sergio Ramos.

"Er kennt sich selbst am besten. Er hat einen sehr wettbewerbsorientierten Charakter und wir sind nicht besorgt, dass er nicht getroffen hat, da Bale es ja stattdessen getan hat", beschwichtigt der Innenverteidiger und fordert gleichzeitig Respekt für Ronaldo ein: "Wir müssen schätzen, was er für die Mannschaft bringt."

Klingt alles so, als müsste CR7 gerade eine Torsperre erleiden, dabei zerbricht er vor allem an der eigenen Erwartungshaltung. Respektable fünf Tore und vier Assists in zehn Ligaspielen 2015 sind für die Ansprüche eines dreifachen Weltfußballers zu wenig.

Ronaldo in die MLS?

Wie jedes Mal, wenn es beim Madrilenen nicht läuft, tauchen schnell angebliche Abwanderungsgedanken in den Medien auf.

Von der englischen "Sun" gestreute Gerüchte um eine Rückkehr zu Manchester United aufgrund eines Treffens mit Sir Alex Ferguson dampfen allerdings nur so vor heißer Luft. Anders sieht es schon bei den Aussagen des bekannten amerikanischen Journalisten Grant Wahl von "Sports Illustrated" aus.

"Verschiedene Quellen sagen mir, dass Cristiano Ronaldos momentaner Plan ist, in die MLS zu wechseln, wenn seine Zeit bei Real Madrid zu Ende geht. Er würde ohne Ablösesumme wechseln, da sein Vertrag 2018 ausläuft", so der Reporter und Bestseller-Autor.

Wenig überraschend sollen die Glamour-Städte Los Angeles, Miami und New York mögliche Ziele sein.

Vorteil "neuer Messi"

Die Gerüchteküche kocht also und die Medien schonen den Weltfußballer ob seines Medienboykotts auch nicht. Die schwankende spanische Presse steht wieder ganz auf der Seite des argentinischen WM-Finalisten.

"Messi macht wieder, was und wann er will. Es fehlt nur noch, dass er ein Tor mit dem Backenzahn erzielt", preist ihn etwa die Zeitung "El Mundo".

Bei seinem Doppelpack gegen Eibar (2:0) traf der "neue Messi" per Kopf zu seinem 275. Ligatreffer. "La Pulga" fehlen nur noch drei Tore, um die 400er-Marke im Dress des FC Barcelona zu knacken.

Clasico-Spezialist Ronaldo

Mit nun 32 Saisontreffern zog er auch in der Torschützenliste an Ronaldo (30) vorbei, der das so wohl nicht ganz stehen lassen will. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Konkurrenzkampf mit dem Argentinier Ronaldo zu Höchstleistungen anspornt.

Da kommt der Clasico am 22. März (20:30 Uhr LIVE bei LAOLA1.tv), die größte Bühne im Klubfußball, gerade recht. Schießlich ist das Duell mit der Blaugrana, das hunderte Millionen Zuschauer verfolgen, eine Spezialdisziplin von CR7, netzte er in 25 Spielen gleich 14 Mal - zuletzt in der Hinrunde.

Niki Riss

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