Dunkle Geschäfte bei Real

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Real im Blickpunkt der EU-Kommission

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Real Madrid droht Ärger.

Der Champions-League-Teilnehmer, nach dem 3:0 im Hinspiel auf einem guten Weg ins Halbfinale, wird von der EU-Kommission unter die Lupe genommen.

Grund sind dubiose Grundstücksgeschäfte zwischen der Stadt Madrid und dem Verein, die „The Independent“ in einem Bericht aufgedeckt hatte.

Unerlaubte staatliche Hilfe?

"Ich kann bestätigen, dass die EU-Kommission solche Informationen erhalten hat und wir das analysieren", sagte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Mittwoch in Brüssel.

Dem Rekordmeister wird vorgeworfen, durch diese Spekulationen inoffizielle und von seitens der UEFA untersagte staatliche Hilfe erhalten zu haben.

Die Verantwortlichen der „Blancos“ bestreiten jede Art von Bevorzugung.

5.400 Prozent Wertsteigerung

Konkret geht es um einen Deal, der seine Anfänge im Jahr 1996 nimmt. Real kaufte ein Grundstück im Norden der Hauptstadt um lediglich 421.000 Euro.

2011 wurde der Wert der Liegenschaft auf knapp 22,7 Millionen Euro geschätzt, was einer Wertsteigerung von 5.400 Prozent entspricht.

Beim Verkauf wurde der Klub aber nicht bezahlt, sondern mit alternativen Grundstücken entschädigt. Diese liegen passenderweise genau neben dem Estadio Santiago Bernabeu und sind Voraussetzung für die jüngsten Reformierungspläne von Florentino Perez.

Der Präsident plant den Bau eines Einkaufszentrums, einer Hotelanlage sowie die Überdachung des Stadions. Laut „Independent“ sollen auch durch Namensrechte Geldmittel lukriert werden.

Ähnliche Beispiele in den Niederlanden

Die EU-Kommission ist nun am Zug. Bereits Anfang März hat die internationale Behörde für Aufsehen im Fußball gesorgt.

Fünf niederländische Gemeinden wurden ebenso der „wettbewerbsverzerrenden“ Subvention durch die öffentliche Hand beschuldigt.

Unter anderem wurde der Kauf des PSV-Stadions durch die Stadt Eindhoven untersucht.

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