Mesut Özil bekommt Galgenfrist bis Sommer

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„Ich habe erwartet, dass er eine bessere Leistung abliefert.“

Mit diesen Worten rechtfertigte Jose Mourinho die Aufstellung von Mesut Özil im Clasico gegen den FC Barcelona.

Das prestigeträchtige Duell ging verloren und der deutsche Nationalspieler wurde als einer der Schuldigen ausgemacht.

„Null-Bock-Typ“ Özil

„Er spielte fatal, sehr weit weg von seiner besten Version“, urteilte die katalanische „Mundo Deportivo“ über den Auftritt des 23-Jährigen und verspottete ihn als „Null-Bock-Typ“.

Gerade die Erinnerung an seine Debüt-Saison macht es für Özil im zweiten Jahr in Madrid so schwierig.

Mehr als überrascht war man in der spanischen Hauptstadt von der schnellen Integration ins Mourinho-Team nach seinem Abschied nach vier Jahren deutsche Bundesliga.

In seiner ersten Spielzeit auf der iberischen Halbinsel absolvierte der gebürtige Gelsenkirchener 36 Partien in „La Liga“, 30 davon von Beginn an. Auch seine Bilanz von sechs Toren und 19 Vorlagen liest sich hervorragend.

Das verflixte zweite Jahr

Die statistischen Daten der aktuellen Saison sehen da schon ganz anders aus. Zwar stand Özil elf Mal in der Startformation, durchspielen durfte er allerdings nur in einer einzigen Partie. Mit vier Vorlagen und noch keinem einzigen Treffer in der Primera Division liegt er deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Nimmt man die Berichte aus Barcelona für wahr, hat Real-Präsident Florentino Perez seinem Neuzugang von Sommer 2010 deshalb ein Ultimatum gestellt.

Fünf Monate habe der Ex-Bremer noch Zeit, sich zu beweisen und zu „befreien“.

Privatleben im Fokus

Beim spanischen Rekordmeister sorgt man sich in erster Linie um den Lebenswandel, den der Deutsche vollzogen hat.

Seit der Trennung von seiner Freundin Anna-Maria Lagerblom sollen sich die nächtlichen Touren durch Madrid gehäuft haben.

Der Grund für seine Leistungsstagnation scheint für manche somit gefunden, selbst wenn Özil im deutschen Boulevard eher als ruhiger Zeitgenosse gilt.

Transfer zu Juventus?

15 Millionen Euro war den Madrilenen 2010 die Verpflichtung wert. Sollte der Mittelfeldspieler das Weite suchen, will man zumindest satten Gewinn machen.

Zwischen 20 und 25 Millionen beziffert Real eine mögliche Ablösesumme, laut „transfermarkt.de“ ist der Linksfuß sogar 32 Millionen wert.

Mit Juventus Turin steht ein potentieller Käufer ante portas. Zumindest, wenn man den Gerüchten auf „calciomercato.com“ Glauben schenken will.

Präsident Perez und der Real-Vorstand werden die Freigabe aber auf jeden Fall erst im Sommer erteilen. Nicht nur, um Özil noch Zeit zur Bewährung zu geben, sondern auch, um die anstehende Europameisterschaft abzuwarten.

Schließlich bringt der 30-fache Nationalspieler im Dress des dreimaligen Weltmeisters die Leistung, die man sich auch bei seinen allwöchentlichen Einsätzen erwartet. Spielt Reals Nummer 10 mit Deutschland also eine gute EM, können aus seinem Verkauf mehr Millionen lukriert werden. So die Perez’schen Rechenspiele.

Alles nur Panikmache?

Wie viel Wahrheitsgehalt in all diesen Spekulationen steckt, oder ob es sich schlicht um katalanische Unruhestiftung handelt, bleibt abzuwarten.

Der Gerüchteküche den Garaus zu machen, hat Özil selbst in der Hand.

Dazu muss er nur endlich wieder Leistung bringen.

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