Der Deal ist gegessen

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Wechsel ist durch: Barca angelt sich Suarez

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Zwei Tage vor dem WM-Finale in Brasilien ist auch die erste große Transferbombe des Sommers geplatzt.

Der umstrittene Stürmerstar Luis Suarez wechselt von Liverpool zum FC Barcelona. Das gaben die beiden Clubs am Freitag bekannt.

Die Ablösesumme für den 27-jährigen Uruguayer soll laut englischen Medienberichten bis zu 75 Millionen Pfund (94 Mio. Euro) betragen.

Fünfjahresvertrag

Suarez wird kommende Woche für die obligatorischen medizinischen Tests in Barcelona erwartet. Danach werde er einen Fünfjahresvertrag unterschreiben, teilten die Katalanen mit.

Suarez war in der vergangenen Saison mit 31 Toren Schützenkönig der englischen Premier League. Bei der WM in Brasilien fiel das "Enfant terrible" aber zum wiederholten Mal mit einer Beißattacke negativ auf.

Einsatz erst Ende Oktober möglich

Für seinen viel beachteten Biss gegen Italiens Giorgio Chiellini ist Suarez nicht nur neun Länderspiele gesperrt, sondern auch für vier Monate von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen worden.

Der Angreifer steht damit auch Barcelona bis Ende Oktober nicht zur Verfügung. Suarez' Anwälte haben allerdings einen Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne angekündigt.

75 Millionen - Pfund oder Euro?

Die Unklarheit hielt Barca nicht davon ab, den Goalgetter zu verpflichten - für die zweithöchste Ablöse der Klubgeschichte nach Brasiliens Superstar Neymar.

In Spanien war zwar nicht von 75 Mio. Pfund, sondern 75 Mio. Euro die Rede. Dennoch liegen sonst nur die Transfers von Cristiano Ronaldo und Gareth Bale zum Erzrivalen Real Madrid darüber.

Erst am Vortag hatte Barcelona Chile-Stürmer Alexis Sanchez für fast 40 Mio. Euro an Arsenal verkauft.

"Spanien ein lebenslanger Traum"

Beinahe hätten Suarez' Tore Liverpool im Vorjahr den ersten Meistertitel seit 24 Jahren beschert.

"Der Klub hat alles getan, um mich zu halten. Aber in Spanien, wo die Familie meiner Frau lebt, zu leben und zu spielen, ist ein lebenslanger Traum", erklärte der Superstar. "Das war immer mein Ziel. Ich denke, jetzt passt das Timing."

Die Familie seiner Frau Sofia Balbi war 2003 aus Uruguay nach Barcelona ausgewandert.

Einspruch gegen Sperre

Sollte das Urteil des Weltverbandes FIFA aufrecht bleiben, verpasst Suarez aber nicht nur die ersten Ligarunden, sondern auch die ersten drei in der Champions League.

Einen ersten Einspruch des nationalen Fußballverbandes von Uruguay lehnte die FIFA bereits ab. Nun folgt der Gang vor den CAS.

"Es gibt einen Weg zu gehen. Wir glauben, dass eine Wende möglich ist", versicherte Suarez-Anwalt Alejandro Balbi am Donnerstag in Montevideo.

Stolz auf Arbeit bei Liverpool

Suarez ist allerdings ein Wiederholungstäter. Schon in seiner Zeit bei Ajax Amsterdam und bei Liverpool hat er jeweils einen Gegenspieler gebissen und dafür saftige Sperren ausgefasst.

Nach England wechselte der Stürmer im Jänner 2011. 26,5 Millionen Euro zahlten die "Reds" damals für den Beißer an Ajax, nun verlässt er den Club für ein Vielfaches.

"Ich bin sehr stolz, meinen Teil beigetragen haben, Liverpool wieder an die Spitze zu führen", sagte er zum Abschied.

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