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Mourinhos Sorgen werden immer größer

Acht Punkte Rückstand auf den FC  Barcelona – und das bereits nach vier Runden.

Während die Katalanen beim FC Getafe einen ungefährdeten 4:1-Auswärtserfolg feierten, setzte es für Meister Real Madrid beim FC Sevilla eine 0:1-Niederlage.

Den einzigen Treffer der Partie erzielte Ex-HSV-Akteur Piotr Trochowski nach Vorarbeit des ehemaligen Schalkers Ivan Rakitic.

„Wir waren von der ersten bis zur letzten Minuten einfach schwach. Meine Mannschaft war schlecht in der ersten und schlecht in der zweiten Hälfte. Sevilla hat sich den Sieg mehr als verdient. Und wir haben nichts anderes als eine Niederlage verdient. Für diese Leistung gibt es eben keine Punkte“, war Real-Coach Jose Mourinho erzürnt.

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„Vielleicht sind einige nicht konzentriert genug“

Der Portugiese ging speziell mit der Einstellung seines Teams hart ins Gericht: „Wir bereiten uns auf das Match vor, studieren die Gegenspieler und bekommen dann nach wenigen Sekunden ein Gegentor aus einem Corner. Das darf nicht sein. Vielleicht sind einige nicht konzentriert genug“, erklärte der 49-Jährige.

Seine „Königlichen“ könnten sich ein Beispiel am Auftreten der Sevilla-Spieler nehmen. „Sie haben um jeden Ball gekämpft und die nötige Aggressivität an den Tag gelegt. Und sobald sie in Ballbesitz waren, haben sie schnell nach vorne gespielt. Wir haben all diese Tugenden vermissen lassen und nur in der Super Copa gegen FC Barcelona so gespielt, wie ich mir das vorstelle. Aber anscheinend ist niemand bereit, gegen andere Teams zu kratzen.“

Özil und Di Maria keine Sündenböcke

Mourinho hätte an diesem Abend am liebsten fast die komplette Mannschaft ausgewechselt. „Ich habe in der Pause zwei Wechsel getätigt, hätte aber auch sieben Spieler raus nehmen können.“

Die ausgetauschten Mesut Özil und Angel Di Maria wolle er aber nicht als Sündenböcke darstellen. „Sie waren nicht schlechter als die anderen.“

Für den zweifachen Champions-League-Sieger (Porto 2004 und Inter 2010) hatte die Performance jedoch nichts mit den Unmuts-Äußerungen von Superstar Cristiano Ronaldo zu tun. (Hier geht’s zur Story).

„Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe und hat keinen Einfluss auf die Leistung der Mannschaft. Es geht vielmehr um zwei, drei Spieler, bei denen die Einstellung nicht passt, für die der Fußball nicht die oberste Priorität im Leben hat.“

Sorge um die Mannschaft

Dass sein Team mit nur vier Punkten aus vier Spielen die Meisterschaft angesichts der Konstanz des FC Barcelona quasi schon abschreiben kann, ist „The Special One“ zu diesem Zeitpunkt egal. Er hat andere Sorgen:

„Ich habe viel mehr Angst um meine Mannschaft, denn ich habe derzeit keine Mannschaft. Und das bereitet mir am meisten Sorgen.“

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