Ein Welt- und Europameister sehnt sich nach Titeln

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Juan Mata holte vor wenigen Wochen mit der spanischen U21-Nationalmannschaft den Europameistertitel.

Was für viele andere Fußballer in seinem Alter bereits den Höhepunkt ihrer frühen Karriere darstellen würde, ist für den 23-Jährigen aus Burgos nur eine Zugabe.

Die Nummer 10 des FC Valencia stand 2010 im Kader Vicente del Bosques und darf sich nach dem Triumph Spaniens seither Weltmeister nennen.

Weltmeister zu Gast in Wien

Der Einladung zum freundschaftlichen Testspiel Rapids ist zu verdanken, dass „El tobillo magico“ (das magische Fußgelenk) mit seinen Team-Kollegen Wien die Ehre gibt und dabei auch im LAOLA1-Talk manch interessantes Detail verrät.

Der 1:4-Niederlage gegen die Grün-Weißen aus Hütteldorf misst Mata wenig Bedeutung bei, wichtiger sei, „dass sich die Mannschaft von Spiel zu Spiel verbessert und dass es keine Verletzungen gab".

Da dem (Nachwuchs-)Nationalspieler aufgrund der bis zum 25. Juni dauernden EM in Dänemark von Trainer Unai Emery ein verlängerter Urlaub gewährt wurde, war die erste Hälfte im Test gegen den österreichischen Rekordmeister sogleich seine Saison-Premiere für Valencia.

„Gutes Gefühl“

„Ich brauche natürlich noch Zeit, um körperlich auf der Höhe zu sein, aber alles in allem habe ich mich schon recht gut gefühlt“, zeigt sich der Linksfuß mit seinem Einsatz zufrieden.

Gut angefühlt haben sich selbstverständlich auch die Titelgewinne mit der spanischen „Seleccion“ und diese machen durchaus Lust auf mehr.

„Hoffentlich kann ich weiterhin Titel gewinnen, nicht nur mit dem Nationalteam, sondern auch auf Vereinsebene“, hüllt der Offensivspieler den Wunsch nach Trophäen in seiner fünften Saison bei den „Fledermäusen“ in Worte.

Mata wechselte im Jahr 2007 aus der Nachwuchsabteilung von Real Madrid in die Comunidad Valenciana, spielte sich Jahr für Jahr näher an die Stammelf und ist mittlerweile der große Star des zweimaligen Champions-League-Finalisten.

Gegen Rapid tat sich Valencia schwer

Platz drei und somit die direkte Qualifikation zur Champions League wird dennoch als Minimalziel des FC Valencia ausgegeben. Eine bessere Platzierung scheint aufgrund der Diskrepanz zum FC Barcelona und Real Madrid nicht möglich.

„Es wird sehr schwierig, mit diesen beiden Vereinen mitzuhalten. Jedes Jahr haben sie mehr Geld zur Verfügung und holen große Namen. Es mag stimmen, dass die Liga etwas unausgeglichen ist, aber hoffentlich gelingt es uns, wieder näher an die Zwei heranzukommen“, analysiert der 23-Jährige die Situation in Spaniens oberster Spielklasse.

Wechsel aus Titel-Hunger?

Angesichts der Zwei-Klassen-Gesellschaft in „La Liga“ scheint Mata seinem Wunsch nach Titeln auf Vereinsebene nur näherkommen zu können, wenn auch er einen Wechsel vornimmt.

Wie die spanische „Marca“ in ihrer Mittwochs-Ausgabe enthüllt, soll Arsenal London einer Verpflichtung des Spaniers auch schon sehr nahe sein. „Da  gilt es ruhig zu bleiben. Ich habe einen Vertrag mit Valencia, nichts weiter“, kommentiert der Offensivspieler die Spekulationen lapidar.

Ob hinsichtlich des Erfolgshungers ausgerechnet der Klub von Arsene Wenger die richtige Adresse wäre, sei dahingestellt. Schließlich warten die „Gunners“ schon seit dem Sieg im FA-Cup 2005 auf einen Titel.

Auf der anderen Seite könnte gerade der 1,70 Meter große Welt- und Europameister der Spieler sein, der dieser Negativ-Serie ein Ende setzt.

In Valencia hofft man auf jeden Fall, dass Matas erste 45 Minuten der Saison nicht gleich seine letzten gewesen sind.

 

Christian Eberle

Ausverkauf geht weiter

Dass es so weit kommen konnte, ist das Resultat der von finanziellen Engpässen gesteuerten Transferpolitik der Valencianos.

Zählt man den Wechsel von Raul Albiol (Real Madrid) im Sommer 2009 dazu, verließen vier Spieler des spanischen Weltmeisterteams die Stadt an der Mittelmeerküste. David Villa (Barcelona), Carlos Marchena (Villarreal), David Silva (Manchester City) und Albiol spülten aber immerhin knapp 85 Millionen Euro in die Vereinskasse.

Auch in dieser Transferperiode muss der Dritte der abgelaufenen Primera-Division-Saison bereits einen namhaften Abgang vermelden. Joaquin sagte nach fünf Jahren Lebewohl und schnürt fortan für den FC Malaga die Schuhe.

„Für uns war er ein sehr wichtiger Spieler, ein Veteran, der bereits etliche Jahre in Valencia gespielt hat. Darüber hinaus war er eine wichtige Figur des Vereins sowohl auf dem Platz, als auch jenseits davon“, streut Mata seinem nunmehrigen Ex-Teamkollegen Rosen.

Kampf um Platz drei

Der FC Malaga beschäftigt „Matador“ nicht nur ob der Verpflichtung Joaquins, sondern auch im Hinblick auf den Kampf um internationale Startplätze: „Malaga ist im Begriff, eine große Mannschaft zu werden. Sie haben soeben Santi Cazorla verpflichtet, davor schon van Nistelrooy und zahlreiche andere Spieler von internationaler Klasse.  Da entsteht ein starkes Team und ein Rivale mehr für uns.“

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