"Vorne bis hinten Weltstars"

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LAOLA1: Du hast gegen Bayern München einige sehr gute Spiele absolviert. Die Bayern stehen momentan über Barcelona. Ist es eine Motivation, zu wissen, dass man gegen solche Mannschaften gut ausschauen kann?

Ivanschitz: Gegen solche Mannschaften muss man im Kollektiv stark sein. Mit Mainz haben wir die Bayern immer wieder ein bisschen ärgern können, weil wir als Kollektiv immer einen sehr guten Matchplan und natürlich auch das nötige Spielglück hatten. Das sind alles Faktoren, die wichtig sind, um solche Mannschaften zu schlagen. Das wird auch am Sonntag wichtig sein, sonst hast du gegen solche Gegner keine Chance.

LAOLA1: Wie sind die ersten Wochen bei Levante generell für dich verlaufen?

Ivanschitz: Gut. Wenn man zu einem neuen Verein kommt, ist in erster Linie alles sehr positiv, alles neu, man freut sich drauf. Dieses positive Gefühl hält auch noch an. Ich denke, dass die Vorbereitung für uns alle gut verlaufen ist, auch für mich persönlich. Dementsprechend freut man sich darauf, dass es jetzt endlich losgeht.

LAOLA1: Wie lässt sich die Qualität der Mannschaft einschätzen?

Ivanschitz: Die Qualität der Mannschaft ist gut. Es macht Spaß, es sind richtig gute Fußballer dabei, es wird gut gearbeitet. Ich kann es aber wirklich schwer einschätzen. Was die Mannschaft wirklich erreichen kann, kann man erst dann einschätzen, wenn man im Meisterschaftsmodus ist und Woche für Woche in La Liga spielt. Das kann man nicht anhand von Freundschaftsspielen.

LAOLA1: Du betonst immer wieder, dass du in Spanien alles erst kennenlernen musst. Als du nach Griechenland zu Panathinaikos gewechselt bist, warst du 22. Inzwischen bist du 29. Hilft die gestiegene Erfahrung beim Einleben?

Ivanschitz: Es ist immer ein Neustart. Ein Wechsel in ein fremdes Land, in eine andere Liga, ist auf der einen Seite immer schwierig, weil alles neu ist, man sich anpassen und eingewöhnen muss. Auf der anderen Seite ist es natürlich aufregend. Aus meiner Sicht gibt solch eine neue Herausforderung immer wieder einen Motivationsschub. Natürlich bin ich mittlerweile routinierter, ich habe schon viel gesehen und erlebt, dann ist man in gewissen Situationen vielleicht ein bisschen ruhiger. Aber unterm Strich bleibt es das Gleiche, egal ob man in jungen Jahren oder mit ein bisschen mehr Erfahrung wechselt. Die Aufregung und auch diese schwierigen Phasen am Beginn hat man bei jedem Wechsel.

LAOLA1: Braucht man diesen Tapetenwechsel in regelmäßigen Abständen?

Ivanschitz: Es kommt darauf an, wie man gestrickt ist oder welche Ziele man selbst hat. Bei mir war es so, dass ich mir zum Ziel gesetzt habe, möglichst etwas zu erleben, den einen oder anderen Verein kennenzulernen, ins Ausland zu wechseln. Ich bin froh, dass es mir gelungen ist, schon ein paar Stationen durchlebt und auch in verschiedenen Ländern gespielt zu haben. Genauso ist das Kapitel in Spanien jetzt sehr aufregend. Es ist mit 29 noch einmal ein richtiger Anreiz, einen Tapetenwechsel zu haben. Vielleicht ist es so, dass das hin und wieder gut tut. Aber es gibt auch viele Beispiele, die nur bei einem oder zwei Vereinen gespielt haben, das ist auch okay. Es kommt darauf an, wie offen man für Neues ist. Das muss jeder für sich selbst wissen.

LAOLA1: Bei Mainz hattest du mit Thomas Tuchel einen jungen, modernen Trainer. Levante-Coach Joaquin Caparros ist mit 57 bereits ein älteres Semester. Wie ist seine Herangehensweise?

Ivanschitz: Er hat einen großen Namen in Spanien, verfügt über viel Erfahrung – logisch, er ist doch einer der älteren Trainer. Er hat schon bei guten Vereinen  gearbeitet und auch schon Erfolge gefeiert. Bis jetzt macht er es sehr gut. Ich glaube, dass er ein guter Trainer ist.

LAOLA1: Wie wichtig für dein Standing war dein Traumtor im Test gegen Verona?

Ivanschitz: Das war für mich persönlich natürlich ein wichtiges Tor, aber auch nicht mehr. Es war ein wichtiger Test für uns, weil es gegen einen guten Gegner gegangen ist, es war das erste Spiel im eigenen Stadion vor eigenem Publikum. Für einen Spieler ist es immer wichtig, dass man auf Anhieb einen guten Eindruck hinterlässt. Das versuche ich zu machen. Bislang ist es ,glaube ich, ganz gut gelaufen.

LAOLA1: Levante erzielte in der Vorsaison in 38 Meisterschaftsspielen nur 40 Tore. Du bist bekannt dafür, dass du gute Vorlagen gibst und auch selbst den Abschluss suchst. Inwiefern sollst du für Verbesserung sorgen?

Ivanschitz: Natürlich möchte ich mich da einbringen und der Mannschaft helfen. Auf meiner Position – vor allem als hängende Spitze - musst du immer torgefährlich sein. Da wirst du natürlich auch an Toren gemessen, keine Frage. Aber in erster Linie geht es für mich, wie gesagt, einmal darum, die Mannschaft und die Liga richtig gut kennenzulernen und dann hoffentlich auf Anhieb gute Leistungen zu zeigen.

LAOLA1: Bist du hauptsächlich zentral vorgesehen?

Ivanschitz: Das ist offen. In den Testspielen hat der Trainer fleißig probiert, wie es auch üblich ist. Ich bin sowohl links im Mittelfeld als auch zentral als hängende Spitze eingesetzt worden. Mir ist es im Endeffekt auch egal, Hauptsache ich spiele. Mein ganz klares Ziel ist es, in der Startformation zu stehen.

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