Guardiola verlässt Barcelona

Aufmacherbild
 

Guardiola haut den Hut drauf

Aufmacherbild
 

Knalleffekt bei Barcelona.

Erfolgstrainer Pep Guardiola wird seinen Vertrag mit den Katalanen nicht verlängern. Der 41-Jährige will sich eine Pause vom Fußball gönnen und vorerst auch keinen anderen Verein übernehmen.

Der Erfolgscoach teilte der Mannschaft seinen Entschluss bereits am Vormittag mit, in einer Pressekonferenz am Nachmittag wurde der Abschied dann bestätigt.

"Ich bin erschöpft und muss meine Batterien wieder aufladen. Ich brauche wieder die Leidenschaft, die ich in meinem ersten Jahr hatte", so der scheidende Head Coach.

Guardiola entschied sich gegen eine Verlängerung, obwohl ihm Präsident Sandro Rosell angeboten haben soll, zu seinen Wunschkonditionen und beliebiger Laufzeit verlängern zu können. Als Nachfolger wurde Guardiolas bisheriger Co-Trainer Tito Vilanova bestimmt.

Erste Station als Trainer

Barcelona war die erste Station des Spaniers als Trainer überhaupt. Im Jahr 2007 übernahm der ehemalige Nationalspieler die zweite Mannschaft der Katalanen, um ein Jahr später bereits zum Cheftrainer der Kampfmannschaft aufzusteigen.

Vilanova übernimmt als Barca-Cheftrainer

Co-Trainer übernimmt

Nun nimmt der große Zampano seinen Hut und die Katalanen haben bereits einen Nachfolger bestimmt.

Nachdem zuletzt Andre Villas Boas sowie der Argentinier Marcelo Bielsa und der Franzose Laurent Blanc als mögliche Nachfolger genannt wurden, wird Barca den Posten mit einem Mann aus den eigenen Reihen besetzen.

Tito Vilanova, bisher Co-Trainer von Guardiola, wird zum Head Coach bestimmt und soll die Arbeit seines ehemaligen Chefs weiterführen. Der 42-jährige Spanier, der selbst von 1984 bis 1990 für Barcelona spielte, war bereits bei der zweiten Mannschaft der Katalanen Co-Trainer Guardiolas.

"Er ist sehr kompetent und alle Spieler kennen ihn. Er wird Dinge einbringen, die ich nicht mehr einbringen kann", schwärmt sein Vorgänger.

La Liga LIVE bei LAOLA1.tv: Rayo Vallecano vs. FC Barcelona, So. 21:30 Uhr.

In den folgenden vier Spielzeiten führte Guardiola die Elf um die Superstars Lionel Messi, Xavi Hernandez oder Andres Iniesta zu zwei Titeln in der Champions League sowie drei Meistertitel in der heimischen Primera Division (Hier siehst du alle Highlights aus La Liga).

"Kleine Krise" in Barcelona

Unter der Führung des Trainers avancierte die Mannschaft zur besten der Welt und wurde außerdem zweimal Klub-Weltmeister, zweimal UEFA-Supercup-Sieger und holte 2009 die Copa del Rey.

Doch zuletzt stockte der Motor ein wenig, verlor man doch im Clasico (Hier geht’s zum Video) zu Hause gegen Real Madrid und somit wohl auch den Kampf um die spanische Meisterschaft. Weiters schied Barcelona im Halbfinale der Champions League aus.

Gegen Chelsea reichte es zwei Mal trotz zahlreicher Chancen nicht zu einem Sieg. Die derzeitigen Misserfolge der erfolgsverwöhnten Truppe sollen aber nicht der Grund für Guardiolas Rückzug gewesen sein, standen doch Gerüchte über ein Aus als Trainer bereits vor den entscheidenden Spielen im Raum.

"Es tut mir leid, dass ich die Energie verloren habe. Aber ich gehe mit dem Gefühl, einen guten Job gemacht zu haben", weiß Guardiola um seine Verdienste.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen