Neues Jahr, neuer Trainer...

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Dreifaches Trainer-Debüt in „La Liga“

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Die Weihnachtsferien in Spanien sind um. Der Fußball rollt wieder.

Nach dem Prolog, den Achtelfinal-Hinspielen der Copa del Rey, kehrt nun auch „La Liga“ wieder zurück.

Die 18. Runde ist aber nicht nur die erste des Jahres 2012, sondern auch die erste Bewährungsprobe für gleich drei neue Spielleiter.

Atletico Madrid, Villarreal und Real Saragossa haben sich kurz vor dem Jahreswechsel ihrer Trainer entledigt und hoffen auf neues Glück unter neuer Leitung.

Simeones gefeierte Rückkehr

Mit der größten Spannung wird sicher auf das Debüt von Diego Simeone als Atletico-Trainer geblickt.

Der 41-jährige Argentinier ersetzt den glücklosen Gregorio Manzano und kehrt an den Ort zurück, an dem er als Spieler große Erfolge feiern konnte.

Von 1994 bis 1997 und 2003 bis 2005 trug der 106-fache Nationalspieler das rot-weiß-gestreifte Trikot und erspielte sich nicht zuletzt aufgrund des Double-Gewinns 1996 einen festen Platz im Herzen der Fans.

„Er war Atletico Madrid. Er hat als Fußballer triumphiert und hat nun große Lust, selbiges auch als Trainer zu machen. Diese Lust und den Siegeswillen überträgt er nun auf uns Spieler“, erklärt Mittelfeldspieler Koke in der spanischen „Marca“.

Auf der Suche nach dem Team

Der Hauptstadtklub verfügt über einen hervorragenden Kader und mit Diego, Falcao oder Arda Turan über Spieler mit ausgeprägter individueller Klasse. Was bislang gefehlt hat, erklärt Simeone in einer seiner Antrittsreden: „Eine Mannschaft zu sein. Das ist, was ich will.“

Der Argentinier bemüht sich um einen neuen Team-Spirit, den er aus eigener Erfahrung für unabdinglich hält. „Atletico hat mich etwas sehr Wichtiges gelehrt. In den schwierigen Momenten heißt es, gemeinsam an einem Strang zu ziehen.“

Ob der positive Umschwung, oder wie Simeone es bezeichnet, „die neue Saison“ wirklich schon im nächsten Spiel startet, bleibt abzuwarten. Mit dem Auswärtsspiel beim FC Malaga (Sa., 7.1., 22 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv) wartet auf den Neo-Coach zum Auftakt ein überaus unangenehmer Gegner.

Nicht mehr dabei wird da im Übrigen Jose Antonio Reyes sein. Der Flügelspieler verlässt die Madrilenen und kehrt nach knapp acht Jahren Abwesenheit zu seinem Jugendverein FC Sevilla zurück.

Von Athen nach Saragossa

Genau dort, in Sevilla, machte sich Manolo Jimenez einen Namen. 354 Spiele als Aktiver und drei Saisonen (2007-2010) als Trainer blieb er den Andalusiern treu, ehe ihn der Ruf von AEK Athen ereilte.

Nach einem durchwachsenen Jahr in Griechenland, in dem er immerhin einen Cup-Titel erringen konnte, gibt der 47-Jährige nun in Diensten von Real Saragossa sein Comeback in „La Liga“.

Jimenez soll als Nachfolger von Javier Aguirre den aktuellen Tabellen-Letzten vor dem Abstieg bewahren. Schon das erste Spiel gegen Racing Santander droht dabei zum Schicksalsspiel zu werden, geht es doch gegen einen unmittelbaren Konkurrenten.

„Es steht etwas mehr als nur drei Punkte auf dem Spiel“, weiß auch der „Feuerwehrmann“ um die prekäre Situation, die er in Form einer Metapher beschreibt: „Wir stehen vor einem Patienten, der in kritischem Zustand ist, aber die Chirurgen sind gekommen und wir werden versuchen, ihn gemeinsam zu retten.“

U-Boot in Seenot

Nicht viel rosiger sieht die Lage am dritten Schauplatz des Trainerdebüts an diesem Wochenende aus. Das peinliche Cup-Aus gegen Drittligisten CD Mirandes war die letzte Amtshandlung von Trainer Juan Carlos Garrido beim FC Villarreal.

Der Champions-League-Teilnehmer trennte sich daraufhin vom Urgestein und setzt fortan auf Jose Francisco Molina, den bisherigen Amateur-Trainer.

Der relativ unerfahrene Ex-Teamspieler Spaniens muss erst beweisen, dass er der richtige Mann ist, um den drohenden Untergang des „Submarino amarillo“, des gelben U-Boots, abzuwenden.

„Ich bin nicht nervös, weil ich an meine Mannschaft und unsere gemeinsame Arbeit glaube“, wird Molina in der „Marca“ zitiert.

Auch der kommende Gegner, der FC Valencia (So., 8.1., 18 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv), macht dem akut abstiegsbedrohten Tabellen-17. keine Angst. „Wir müssen erreichen, dass alle das Maximum in jeder Partie zu geben versuchen“, verkündete der 41-Jährige bereits bei seiner ersten Pressekonferenz.

Ein Grundsatz, der dem seiner Trainerkollegen durchaus ähnelt. Man darf gespannt sein, bei wem den Floskeln auch wirklich Taten und nicht zuletzt positive Ergebnisse folgen.

 

Christian Eberle

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