Die letzten Fakten zum großen Spektakel: "El Clasico"

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Endlich ist es wieder so weit.

„El Clasico“ steht vor der Tür. Keine Partie im Liga-Fußball verspricht so viel Spektakel. Mehr Rivalität geht nicht.

Aufgrund der Rückkehr von "Everybodys darling" Luis Suarez birgt diese "Clasico"-Auflage ganz besonders viel Brisanz. Zudem könnte die Partie auch aus taktischer Sicht anders verlaufen. Vor dem Spiel der Spiele hat LAOLA1 die letzten Fakten. 

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  • Ausgangslage

Unter Neo-Coach Luis Enrique hat der FC Barcelona in der Liga noch keine Niederlage und noch nicht einmal ein Gegentor kassiert. Torhüter Claudio Bravo hält seinen Kasten seit acht Spielen sauber. Real liegt mit 18 Punkten vier hinter den Katalanen, die wohl schon ein Remis im Bernabeu-Stadion zufrieden stellen würde. Nach zwei Niederlagen in der zweiten und dritten Runde kam die Tor-Maschinerie der „Königlichen“ in den letzten Wochen auf Touren. In den letzten drei Pflichtspielen erzielte die Mannschaft von Carlo Ancelotti insgesamt 13 Treffer. Aufgrund der aktuellen Form sowie der Heimstärke werden die Madrilenen von den Buchmachern als leichte Favoriten gehandelt. Insgesamt dürften die Chancen aber eher 50:50 stehen.

  • Mögliche Aufstellungen

Spielt er oder spielt er nicht? Die große Frage beim FC Barcelona lautet, ob Luis Suarez nach vier Monaten Pause von Beginn an ran darf. Der Uruguayer würde für Pedro in die Aufstellung rücken. Ansonsten steht Coach Luiz Enrique so gut wie die gesamte Stammelf zur Verfügung. Sergio Busquets galt bis zuletzt als fraglich, einem Einsatz sollte aber nichts im Wege stehen. An Stelle von Ivan Rakitic könnte Routinier Xavi zum Einsatz kommen, links hinten hat Enrique die Wahl zwischen Jordi Alba und Jeremy Mathieu. Bei Real fehlt Gareth Bale verletzungsbedingt. Dafür sind Sergio Ramos und Dani Carvajal rechtzeitig fit geworden. Statt des Rechtsverteidigers könnte aber auch Alvaro Arbeloa auflaufen. 

  • Taktisches Geplänkel
Erleben wir diesmal ein anderes "El Clasico"? Aufgrund der passsicheren Doppelsechs aus Luka Modric und Toni Kroos könnte diesmal Real das Spiel machen. Das Zusammenspiel der beiden funktioniert immer besser. Nicht umsonst präsentierten sich die "Königlichen" in den letzten Wochen offensiv fulminant. Auf der anderen Seite birgt dieses spielstarke Zentrum defensive Gefahren, die Barcelona ausnützen will - möglicherweise mit Luis Suarez. Man darf gespannt sein, was die Katalanen mit ihrem Neuzugang im ersten Pflichtspiel vorhaben. Defensiv steht Barca unter Enrique sicherer als in der Vorsaison - auch weil die beiden Achter Andres Iniesta und Ivan Rakitic etwas tiefer agieren. Zum Schlüsselduell könnte wieder einmal der Zweikampf zwischen Cristiano Ronaldo und Dani Alves werden. Weicht der Portugiese, der in Reals System alle Freiheiten hat, nach links aus, so könnte er die Lücken des nach vorne stürmenden Außenverteidigers perfekt ausnutzen.

  • Spieler im Fokus

Iker Casillas

Nach dem Abgang von Diego Lopez bekam „San Iker“ seinen Stammplatz im Tor der „Königlichen“ zurück. Beim anstehenden „Clasico“ wird der 33-Jährige zum ersten Mal seit Oktober 2012 wieder in der Liga gegen den FC Barcelona auf dem Platz stehen. Nicht nur deshalb ist die Partie für Casillas von großer Bedeutung. Nach einigen Unsicherheiten und Fehlern in den letzten Wochen spürt der spanische Nationaltormann den Atem von Neuzugang Keylor Navas im Nacken. Eine schlechte Leistung im „Clasico“ könnte Casillas vorerst wieder zur Nummer 2 bei Real machen.

Luis Suarez

Beim FC Barcelona liegt der Fokus ganz klar auf Luis Suarez. Der zuletzt gesperrte Mann aus Uruguay steht seinem neuen Klub ausgerechnet gegen den Erzrivalen aus Madrid erstmals zur Verfügung. Ob der Stürmerstar von Beginn an spielen wird oder vorerst auf der Bank Platz nimmt, ist noch unklar. Dass er zu seinem ersten Einsatz für die Katalanen kommen wird, scheint aber sicher. Vielleicht kann der skandalträchtige Stürmerstar ja schon im „Clasico“ andeuten, dass er die 81 Millionen Euro Ablöse Wert ist.

Punkte

Tore

Gegentore

Schüsse/Spiel

Ballbesitz

Fouls/Spiel

Real Madrid

18

30

9

18,3

57,8 %

10,5

FC Barcelona

22

22

0

17,1

65,0 %

10,4

  • Abseits des Rasens
Trotz über einer halben Milliarde Euro Schulden versucht Real Madrid gerade, das nötige Kleingeld für den Bau eines neuen Bernabeu-Stadions aufzutreiben. Angeblich sollen die Namensrechte um 500 Millionen Euro an Investoren aus Abu Dhabi verkauft werden. Wo die neue Real-Spielstätte stehen soll ist indes weiter unklar. Das alte Stadion zu renovieren und auszubauen dürfte sich schwierig gestalten und auch eine völlig neue Arena in der Neubausiedlung Valdebebas wirkt wenig attraktiv.
 
Vor dem ersten "Clasico" der Saison 2014/15 ist auch die Unabhängigkeit Kataloniens einmal mehr ein bestimmendes Thema. Das spanische Verfassungsgericht Verbot das für 9. November angesetzte Referendum über die Abspaltung der Provinz von Spanien. Der katalanische Regierungschef Artur Mas setzte daraufhin für dasselbe Datum eine unverbindliche Volksbefragung an. Vor einer Woche gingen einmal mehr deutlich über hunderttausend Menschen in Barcelona für die Unabhängigkeit auf die Straße.
 

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