Fabregas: Vom Bankdrücker zum Vorlagen-König

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Blicken wir zurück!

Vor knapp zwei Monaten, Mitte August, frustete Cesc Fabregas auf der Barca-Bank und musste nahezu tatenlos mitansehen, wie der erste Titel der Saison an Real Madrid ging.

Nur sieben Minuten durfte der Mittelfeldspieler im Supercopa-Rückspiel mitwirken.

Neo-Trainer Tito Vilanova wurde sogleich attestiert, nicht zu wissen, wie er den einstigen Arsenal-Kapitän in sein Spielsystem integrieren könne.

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Milan wurde hellhörig

Keine zwei Spiele auf der Bank war der 25-Jährige zugleich Zentrum wüster Transfer-Spekulationen. Der AC Milan überlege ein Leihgeschäft, hieß es aus Italien.

"Ich wusste, dass ich gegen die besten Spieler der Welt um einen Platz kämpfen muss. Aber ich mag große Herausforderungen", wollte der vorübergehend Ausgemusterte selbst davon allerdings nichts wissen.

Etwas über zwei Monate später kann bezeugt werden, dass Fabregas diesen Kampf nicht nur angenommen, sondern aktuell klar gewonnen hat.

Plötzliche Unersetzlichkeit

Der Katalane aus Arenys de Mar, einer kleinen Küstenstadt nordöstlich von Barcelona, ist der einzige Feldspieler im Kader des FC Barcelona, der in allen neun Meisterschafts-Partien in der Startelf stand.

Lediglich Victor Valdes im Tor kann auf gleich viele Einsätze von Beginn an zurückblicken, und selbst der ist nach seinen jüngsten Patzern umstrittener als die Nummer 4.

Fabregas hat sich durch seine ständige Leistungssteigerung unersetzlich gemacht und spielt seinen Part als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff – ob als „falsche Zehn“ oder im Spielfeldzentrum eine Reihe weiter dahinter – mehr als zufriedenstellend.

Bester Vorlagengeber

In den jüngsten Auftritten stellte „Cesc“ zudem eindrucksvoll zur Schau, warum 40 Millionen Euro Ablöse für den einst "verlorenen Sohn" durchaus gerechtfertigt sein können.

Nach seinen zwei Vorlagen und einem Tor beim 5:0 in Vallecas gegen Rayo hält der ehemalige Arsenal-Kapitän bei vier Saisontreffern und sieben Assists, womit er der beste Vorlagengeber der Liga ist.

Vor allem diese Qualität ist von Bedeutung, um jene Kritiker zum Verstummen zu bringen, die prognostizierten, Fabregas könne im blaugranatroten Dress nie die in ihn gestellten Erwartungen erfüllen.

Der Erbe Xavis

Was erwartet wurde und heute noch wird, ist nichts Geringeres, als schön langsam in die Fußstapfen von Xavi zu treten.

Der Dirigent des katalanischen Star-Ensembles wird im Jänner 33 Jahre alt und muss demnach über kurz oder lang seinen Taktstock weiterreichen.

Auch wenn sich Fabregas‘ Spielstil von dem seines Kollegen im Verein und im spanischen Team unterscheidet, so hat er mit seinen jüngsten Leistungen gezeigt, dass er zu tun vermag, wofür Xavi berühmt ist:

Barca zu Toren und somit zum Erfolg zu führen.


Christian Eberle

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