Es rumort bei Barca- Enrique: "Ich bin stinksauer"

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Auf der Tribüne schlug Ex-Profi Carles Puyol die Hände über dem Kopf zusammen, nach dem Abpfiff gab es sogar Pfiffe gegen Lionel Messi.

Eine Woche nach dem 1:3 im Clasico bei Real Madrid stürzte der FC Barcelona durch eine 0:1-Heimniederlage gegen Celta Vigo nicht nur von der Tabellenspitze der spanischen Fußball-Liga, sondern gleich auch in die Krise.

"Ich bin stinksauer"

Dass Erzrivale Real so erfolgreich und vor allem so schön wie seit langem nicht mehr spielt, beim 4:0 in Granada eine weitere Gala zelebrierte und in der 10. Runde mit 24 Punkte Barcelona (22) erstmals überflügelte, trägt nicht gerade zur Beruhigung der Katalanen bei. "Ich bin stinksauer", schimpfte Barcelona-Coach Luis Enrique.

Vor 71.500 Zuschauern trafen die Hausherren durch Messi und Neymar im Camp Nou viermal Stange und Latte, Gästegoalie Sergio hielt zudem mit tollen Paraden seinen Kasten sauber. Und Larrivey machte nach Ferserl von Nolito (54.) die Sensation perfekt.

Zwei Liga-Schlappen in Serie hatte es zuletzt 2009 gegeben, damals war der Titel aber bereits unter Dach und Fach. Trotz des südamerikanischen Traumsturms Messi-Neymar-Luis Suarez schafften die Blau-Roten vor eigenem Publikum erstmals seit 2011 und nach 56 Ligaspielen kein Tor.

Der "Zarra-Fluch"

Messi traf schon zwei Spiele nicht mehr und muss mit 250-Liga-Toren weiter auf die Einstellung der seit den 1950er Jahren vom Telmo Zarra gehaltenen Allzeit-Torjägerbestmarke (251) warten. Von einem "Zarra-Fluch" ist bei katalanischen Medien bereits die Rede.

Abwehrchef Javier Mascherano meinte: "Wir haben schlecht gespielt, das ist besorgniserregend." "Hitzkopf" Luis Enrique setzte seinen Stars so etwas wie ein Ultimatum: "Es liegt nun an den Spielern, sich aufzuraffen und am Dienstag bei Ajax zu gewinnen."

In Amsterdam stehen Messi und Co. mit dem Rücken zur Wand. Nicht nur, dass es bei einer erneuten Niederlage in der Champions League eng werden könnte. Gegen Vigo wurde Gerard Pique auf die Tribüne verbannt, weitere Stars könnten dem Freund von Pop-Queen Shakira folgen. Laut Medien wird sogar ein Verkauf von Pique und auch von Messi erwogen.

"Er steht nicht infrage"

Doch auch ein baldiger Rauswurf von Luis Enrique steht zur Debatte. Sportdirektor Andoni Zubizarreta trat schon zur Verteidigung des Trainers an. "Er steht nicht infrage. Fußball kann eben grausam sein, wenn man viermal Aluminium trifft und der gegnerische Tormann großartig ist", sagte Zubizarreta.

Real schwebt unterdessen auf Wolke sieben. Gegen Granada wurde der elfte Sieg in Serie, der siebente in der Liga, gefeiert. In seinem 700. Pflichtspiel traf Ronaldo schon nach drei Minuten zum 448. Mal, in der Liga erhöhte der Portugiese sein Tor-Konto auf 17. Der Weltfußballer bereitete auch das 3:0 durch Karim Benzema (54.) vor. James Rodríguez erzielte die restlichen Tore (31./86.) für den neuen Tabellenführer.

Im Kampf um den ersten Meistertitel seit 2012 darf sich der Champions-League-Sieger aber nicht nur auf Barca konzentrieren. Meister Atletico Madrid besiegte Cordoba mit 4:2 und ist mit 23 Zählern nun ebenfalls vor den Katalanen. Die Sensationsteams von Sevilla und Valencia mischen ebenfalls vorne mit.

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