Copa del Rey – Kampf um den „Königspokal“

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Manchmal ist ein Pokal mehr als nur ein Prunkstück.

Nur 15 Kilo schwer und 75 Zentimeter hoch ist die „Copa del Rey“-Trophäe, die sich mit ihren weiten Henkeln und dunklem Plateau nicht sonderlich von anderen abhebt.

Und doch lässt sich an ihr nahezu die Geschichte einer ganzen Nation ausmachen. Spaniens bewegte Vergangenheit kann am ältesten Fußball-Bewerb des Landes nacherzählt werden.

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Von Alfonso XIII. bis Juan Carlos I.

Im Jahre 1903 überredete Carles Padros, einer der Mitgründer von Real Madrid, König Alfonso XIII. einen Pokal zu stiften und jährlich einen Wettkampf unter den besten Mannschaften des Landes zu veranstalten.

Der Bewerb, zu Ehren des Monarchen „Pokal des Königs“ getauft, überlebte nicht nur die turbulente Pionierzeit des Fußballsports, sondern auch Jahrzehnte später seinen Gönner.

Als sich Spanien 1931 zu einer Republik wandelte, musste Alfonso das Land verlassen. Sein Vermächtnis an den Fußballsport wurde weitergetragen.

Unter dem neuen Namen „Copa del Presidente de la Republica” kämpften Real, Barca, Bilbao und Co. 1932-1936 um die fußballerische Vorherrschaft in Spanien, ehe die Grauen des Bürgerkrieges dem gemeinsamen Sport den Garaus machten.

Nach drei Jahren Absenz brachte die Installierung der Franco-Diktatur auch die Revitalisierung des spanischen Pokals, der bis 1976 in Anlehnung an den neuen Herrscher den Namen „Copa del Generalisimo“ trug.

Erst mit dem Übergang zu einer parlamentarischen Monarchie unter König Juan Carlos nahm die Trophäe dann wieder ihren ursprünglichen Namen an.

Teil der Geschichte

Dieser Geschichte sind sich die 83 Vereine, die jährlich an der Copa del Rey teilnehmen, bewusst, wenn sie wie auch in diesem Jahr den Versuch starten, selbst ein kleines Stück davon zu werden und sich als Sieger in die Annalen einzutragen.

Nach den Qualifikationsspielen der unterklassigen Klubs gehen ab dem 1/16-Finale nun auch die Top-Teams der Primera Division ins Rennen.

Und mit den bekannten Namen aus „La Liga“ steigt auch LAOLA1 ein.

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Am Dienstag, dem 13. 12., gibt es ab 20:00 gleich sechs Spiele zu sehen. Unter anderem die Duelle zweier Erstligisten Racing Santander – Rayo Vallecano und Real Sociedad – Granada, sowie den Auftritt von Real Madrid beim Drittligisten SD Ponferradina.

Kann Real den Titel verteidigen?

Mit dem Triumph im vergangenen Jahr setzte der Rekordmeister das Ende einer Unserie, die seit 1993 Bestand hatte.

Der 1:0-Erfolg in der Verlängerung des Finales 2011 gegen den FC Barcelona bescherte Real Pokalsieg Nummer 18 und den ersten Titel in der Ära Mourinho.

Wer den Aussagen des Portugiesen vor der Begegnung in Ponferrada Glauben schenkt, der weiß, dass man in der spanischen Hauptstadt auch dieses Jahr der Copa die nötige Aufmerksamkeit zukommen lässt.

„Ich verstehe, dass die Motivation des Rivalen in einem Cup-Spiel immer größer ist, aber ich werde versuchen, meine Spieler dazu zu bringen, die Partie ernst zu nehmen. Wenn wir uns die jüngste Geschichte im Pokal ansehen, so hatte Real immer wieder Probleme mit kleinen Klubs. Das Spiel wird schwierig, aber wir werden ein schlagkräftiges Team zusammenstellen, um den Aufstieg zu fixieren“, erklärt der Trainer des „Weißen Balletts“.

Dass Lokalrivale Atletico Madrid sein 1/16-Final-Hinspiel erst vor kurzem gegen Albacete verlor, sollte dem Titelverteidiger Warnung genug sein.

Andererseits, wer sollte den “Pokal des Königs” gewinnen, wenn nicht die “Königlichen”?

Die kommenden Wochen werden es weisen.

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Christian Eberle

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