Beschenkt oder eingeschenkt?

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"El Clasico" als persönliches Geburtstagsfest

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Happy Birthday, Pep Guardiola!

Der Trainer des FC Barcelona feiert heute Geburtstag.

Das Fest, das dem nunmehr 41-Jährigen bereitet wird, dürfte seinen Vorstellungen durchaus gerecht werden.

Knapp 81.000 Gäste und einige der besten Fußballer der Welt geben sich ihr Stelldichein, hunderte TV-Stationen übertragen in alle Welt und Millionen vor den Fernsehschirmen warten gespannt.

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Natürlich ist die Vorstellung übertrieben, dass all der Aufwand betrieben wird, um den „Trainer des Jahres“ angemessen zu ehren. Doch der erste Akt im „Copa Clasico“ ist die angemessene Bühne für einen Fußball-Lehrer, seinen Ehrentag zu feiern.

“Immer große Spiele”

Auf der abschließenden Pressekonferenz vor dem großen Showdown zeigt sich Guardiola gewarnt: „Die Spiele im Bernabeu dauern ewig und überrollen dich, wenn du nur abwartest. Die einzige Möglichkeit, weiter um den Aufstieg zu spielen, ist, die Partie zu gewinnen.“

Der Stärke des Gegners bewusst, weiß der Coach der Katalanen, dass es „lebensnotwendig ist, gut zu attackieren und zu verteidigen“.

Zwar geben die letzten Resultate im Stadion des Rivalen Grund zu Zuversicht, diese waren jedoch nur möglich, da sein Team „immer große Spiele geliefert hat“.

Vertrauen in Pinto

Über die taktische Ausrichtung, beziehungsweise die Aufstellung im Hinspiel des Cup-Viertelfinales, befragt, gibt das Geburtstagskind nur ein Detail Preis: „Pinto wird spielen, weil er es sich verdient hat und ich großes Vertrauen in ihn habe. Wir zweifeln nicht an ihm.“

Der eigentliche Backup im Tor des amtierenden Champions-League-Siegers bleibt also weiterhin die Nummer eins in der Copa del Rey.

Die einzige Clasico-Niederlage in den letzten Jahren habe nichts mit dem 36-jährigen Schlussmann zu tun, der im Cup-Finale des Vorjahres das Tor hütete, so der Tenor aus Barcelona.

„Trockener“ Mourinho

Während Guardiola also zumindest eine Personalie bestätigt, gibt sich sein Gegenüber, Jose Mourinho, reserviert: „Ich werde meine Mannschaft nicht verraten. Erstens, weil ich sie noch nicht weiß und zweitens, weil ich sie euch nicht sagen würde.“

Die Art und Weise, wie der Portugiese mit den Medien umgeht, umschreibt das Madrider Hausblatt „Marca“ mit „trocken“ noch ausgesprochen blumig.

„Wie viele Titel muss ich gewinnen, um nicht um meine Karriere zu spielen. 30? Für mich geht es um nichts. Nur um dasselbe, wie in jeder Partie, meine persönliche Genugtuung, mein Glücksgefühl am nächsten Tag“, entgegnet der Star-Trainer einem Radio-Journalisten.

Copa am drittwichtigsten

Welchen Stellenwert die Titelverteidigung in der Copa del Rey für ihn und sein Team hat, stellt „The Special One“ klar.

„Die Copa ist unser drittes Ziel. Die Mannschaft, die ausscheidet, hat im Februar zwei Spiele weniger, zu einer Zeit, in der in ‚La Liga’ und in der Champions League schon gespielt wird. Aber wir sind auch keine Heuchler. Wir wollen diese Spiele bestreiten.“

“Die Liga hat Priorität, aber es ist ein großes Spiel und wenn es auch nur ein Freundschaftsspiel wäre, würden die besten Spieler spielen.“

Ronaldo „wie ein Tier“

Somit darf davon ausgegangen werden, dass Cristiano Ronaldo wie gewohnt in der Startelf steht. Für seinen zuletzt gescholtenen Star-Spieler bricht der 48-Jährige erneut öffentlich eine Lanze.

„Wenn ihn jemand angreift, werden wir ein Problem haben, weil ich das nicht zulasse. Er ist als Spieler gewohnt, der Star zu sein, Tore zu schießen und auf der Titelseite zu stehen. Zuletzt hat er, ohne gut zu spielen, gearbeitet wie ein Tier. Wenn er das macht, muss er keine Tore schießen, um zum Mann des Spiels zu werden.“

Guardiola vs. Mourinho

Angesprochen auf den Jubilar auf der Barca-Trainerbank, den er in acht Aufeinandertreffen erst einmal besiegen konnte, bestätigt Mourinho, „dass er kein Problem mit Guardiola habe und es auch nie eins gegeben hätte“.

Ein Geschenk, in Form einer Niederlage, wird er ihm dennoch nicht freiwillig machen.

Auch wenn der Pokal von beiden Trainern nicht als Primärziel angesehen wird, kann ein Ausscheiden dennoch weitreichende Folgen haben, wie Guardiola treffend formuliert:

„Wer ausscheidet, ist angeschlagen und muss sich schleunigst wieder aufrappeln.“

Christian Eberle

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