Startschuss zum Dreifach-Duell

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Der „Copa Clasico“ ist gerade erst geschlagen.

Schon warten auf den FC Barcelona die nächsten schwierigen Aufgaben.

Exakt eine Woche nach dem Viertelfinal-Rückspiel in der Copa del Rey gegen Real Madrid geht es in der Runde der letzten Vier nun gegen den FC Valencia.

Und da das Halbfinal-Duell alleine zu monoton wäre, hilft der Spielplan in „La Liga“ mit, dass sich die beiden Traditions-Vereine gleich drei Mal in 18 Tagen gegenüberstehen.

Der Auftakt zum Valencia-Triple erfolgt für Barca am Mittwoch um 21 Uhr (LIVE auf LAOLA1.tv) im Stadion des Gegners.

Achtung vor dem Mestalla

Die 53.000 Zuseher fassende Heimstätte war für den FC Barcelona zuletzt kein guter Boden.

Im April des vergangenen Jahres fand das Pokal-Finale im Estadio Mestalla statt, Barca unterlag bekannterweise dem Erzrivalen Real Madrid.

Das letzte Gastspiel in der 1923 eröffneten Arena, die Begegnung der beiden Cup-Halbfinalisten am fünften Liga-Spieltag, brachte ein hart erkämpftes 2:2-Unentschieden, das Fabregas erst mit seinem Treffer in der 77. Minute sicherte.

Bis dahin war Valencia das stärkere Team und offenbarte vor allem über die Seite große Schwächen in der Defensive der Katalanen. Die Variante mit einer verstärkten linken Seite würde diesmal aber wohl nicht mehr auf diese Weise fruchten.

Kann Emery überraschen?

„Das Spielschema mit Jeremy Mathieu und Jordi Alba wird sie diesmal nicht überraschen. Sie werden ahnen, wie wir spielen. Genauso, wie wir das bei ihnen tun“, erklärt Unai Emery vor dem Spiel.

Der Coach des FC Valencia wird sich aber etwas einfallen lassen, um „im Mestalla zu gewinnen, das Tor sauber zu halten und die Partie mit elf Spielern zu beenden.“ Ein Fakt, der auch seinem Gegenüber bekannt ist.

„Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Unai Emery ist ein exzellenter Trainer und sie wollen uns schlagen“, weiß Pep Guardiola.

Für beide Teams kommt das Aufeinandertreffen allerdings nicht zum besten Zeitpunkt.

Valencia ohne Liga-Sieg 2012

Die Gastgeber sind in „La Liga“ 2012 noch ohne Sieg, mussten eine bittere Heimpleite gegen Real Sociedad hinnehmen und kamen gegen Osasuna, Villarreal und Santander nicht über ein Unentschieden hinaus.

„Es gab gute Akzente in den letzten Spielen, die dann im letzten Moment aber nicht gewonnen wurden“, spricht Emery unter anderem die späten Ausgleichstreffer gegen Osasuna und Santander an.

Auftrieb sollten dem 43-Jährigen schon eher die Ergebnisse aus der Copa geben. Nach dem mühevollen Aufstieg gegen Sevilla (1:0 zu Hause, 1:2 auswärts) wurde der Stadtrivale Levante mit 4:1 und 3:0 zwei Mal klar in die Schranken gewiesen.

Barca mit Verletzungssorgen

Auch der FC Barcelona musste zuletzt in der Meisterschaft mit dem torlosen Remis in Villarreal einen herben Rückschlag einstecken. Der Rückstand auf Leader Real ist auf mittlerweile sieben Punkte angewachsen, die Meisterschaft scheint vorentschieden.

Darüber hinaus fielen dem Champions-League-Sieger wichtige Spieler aufgrund von Verletzungen aus, was in Valencia jedoch nicht als Ausrede gilt.

„Barca ist eine Mannschaft, die es sich erlauben darf, verletzte Spieler zu haben, weil auf ihrer Bank ebenso Weltmeister sitzen“, relativiert Verteidiger Adil Rami die Personalsituation beim Gegner.

Villa, Iniesta und Pedro fallen aus

Guardiola quittiert die Verletzungen seiner Spieler, allen voran von Villa, Iniesta und Pedro als „Sachen, die passieren“.

Immerhin besteht Hoffnung, auf einige der Angeschlagenen – auch Pique und Alexis sind fraglich – bald wieder zurückgreifen zu können.

Das Halbfinal-Hinspiel wird schwierig für Barca, doch es ist ja nur der Auftakt zum Valencia-Triple.


Christian Eberle

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