Rotations-Gewinner als "Clasico-Trümpfe"?

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Es ist das erste „Finale“ dieser Saison.

Das Rückspiel im Halbfinale der Copa del Rey bildet nicht nur den Auftakt zur „Clasico“-Woche.

Zugleich bedeutet es entweder für Real Madrid oder für den FC Barcelona das Ende der ersten Titelhoffnung.

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„Um jeden Titel kämpfen“

Vor allem seitens der Madrilenen, die in La Liga bereits 16 Punkte Rückstand auf den katalanischen Leader vorweisen, wurde dem Pokal eine enorme Wichtigkeit zugeschrieben.

Von einer prioritären Stellung will Real-Co-Trainer Aitor Karanka dennoch nicht sprechen: „Solange es mathematisch möglich ist, werden wir um jeden Titel kämpfen.“

Rotationen angesichts der Dreifachbelastung verdeutlichen allerdings, dass der Fokus bei den „Königlichen“ auf Barcelona und Champions-League-Achtelfinal-Gegner Manchester United und nicht etwa auf Deportivo La Coruna liegt.

Riskante Rotationen

Das Antreten in Galicien ohne zahlreiche Stammkräfte forderte am Samstag beinahe seinen Tribut. Erst als Jose Mourinho Sami Khedira, Mesut Özil und Cristiano Ronaldo in die Partie brachte, konnte selbige gedreht und nach 0:1-Rückstand noch 2:1 gewonnen werden.

„Die ersten 45 Minuten waren nicht gut, deshalb die Wechsel. In der zweiten Hälfte haben wir dann ein anderes Gesicht gezeigt“, resümierte Karanka, zum wiederholten Male Sprachrohr von Chef Mourinho.

Spiegelbild in Barcelona

Auch Barca ließ im letzten Liga-Spiel vor dem „Doppel-Clasico“ zahlreiche arrivierte Kräfte auf der Bank und hätte dies beinahe teuer bezahlt.

Wie Real konnten aber auch die „Blaugranes“ ein 0:1 in einen 2:1-Erfolg umwandeln und gegen Sevilla die erwarteten drei Punkte einfahren.

„Die Reaktion war hervorragend. Die Mannschaft hat sich an ihren Stolz erinnert und einen sehr wichtigen Sieg errungen“, zeigte sich Tito-Vilanova-Ersatzmann Jordi Roura begeistert.

Backups drängen sich auf

Wer nun ob dieser Schwierigkeiten bei der „Generalprobe“ glaubt, dass die Startelfs für Dienstag bereits vorgezeichnet seien, der irrt.

In Abwesenheit einiger Stammspieler haben sich sowohl bei Real mit Kaka als auch beim Erzrivalen mit David Villa zwei Akteure für ihren Einsatz in der Copa empfohlen.

Ersterer stand zum dritten Mal in Folge in der Meisterschaft von Beginn an am Feld und zahlte dieses Vertrauen mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 zurück.

Kaka in „guter Form“

„Ich fühle mich in guter Form, der Trainer braucht mich und ich bin bereit für die entscheidende Phase der Saison“, erklärte der Brasilianer nach seinem ersten Saisontor.

Dass die Formkurve des 65-Millionen-Transfers nach oben zeigt, blieb auch dem Trainerteam nicht verborgen. „Es ist wichtig, dass er dieses Level zeigt, auch für seinen eigenen Gemütszustand“, so Karanka, der sich dennoch nicht in die Karten blicken lässt: „Ob er im Camp Nou spielen wird, weiß ich nicht.“

Sollte der 30-Jährige in die erste Elf rücken, müsste wohl mit Angel Di Maria ein Fixpunkt der letzten „Clasicos“ auf die Bank.

Top-Torjäger Villa

Ein ähnliches Problem bringt auch die Aspiranz Villas für den FC Barcelona mit sich.

Nach seinem Kopfball-Treffer gegen Sevilla hält „El Guaje“ zwar bei wettbewerbsübergreifend zwölf Toren in dieser Saison, was ihn zum zweitgefährlichsten Angreifer der Katalanen macht. Einsatz-Garantie gegenüber den geschonten Cesc Fabregas und Pedro bringt das aber noch keine.

Was dennoch klar für die Nummer 7 spricht? Mit fünf Treffern führt er die Statistik aller am Dienstag einsetzbaren Spieler an.

In der Copa del Rey wohlgemerkt.

Dort, wo am Dienstag das erste „Finale“ wartet.

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Christian Eberle

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