Wenn die Gerüchteküche brodelt

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Im Winter ist es kalt.

Vielleicht wird auch nur deshalb die Gerüchteküche angeheizt – einfach, um sich anzuwärmen.

Sei es wie es sei, wenn der Jahreswechsel bevorsteht und das Transferfenster geöffnet wird, halten wüste Spekulationen und später revidierte Fix-Vermeldungen Einzug.

Wir haben uns knapp vor Beginn der Winterübertrittszeit fünf der heißesten Transfer-Aktien ausgesucht und bitten euch um eure Meinung.

Welchem Gerücht wollt ihr Glauben schenken? Oder was wäre euer Wunsch?

David Beckham

„Ich möchte noch eine letzte Herausforderung erleben, bevor meine Karriere endet.“ Mit diesen Worten rief David Beckham Sportdirektoren rund um den Globus auf den Plan. In Russland, China, Australien und Brasilien zückte man bereits das Scheckbuch und arbeitete an Sponsor-Lösungen für den Sensationstransfer. Doch der 37-Jährige, der sich von L.A. Galaxy mit dem neuerlichen Meistertitel verabschiedet hat, scheint eine pragmatische Lösung zu bevorzugen. Ein Comeback in Europa, um näher zur Familie zu sein. "Ich denke, dass wir ein bisschen mehr Zeit in England verbringen werden. Das ist gut für die Kinder, weil sie ihre Großeltern sehen können“, verkündete der vierfache Vater. Ob das nun für eine Rückkehr in die Premier League spricht, wo sich allen voran QPR-Coach Harry Redknapp um Beckham bemüht, oder das nahe liegende Frankreich (mit PSG und AS Monaco als Option) auch in Frage kommt, sei einmal dahingestellt.

Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo ist traurig. Der vom portugiesischen Superstar selbst gewährte Einblick in seine Seele warf sogleich die Frage nach dem Warum auf. Die Vereinsverantwortlichen würden die Antwort kennen, ließ „CR7“ in Folge verlautbaren, was für viele einer Antwort gleichkam. Die Vermutungen: Ronaldo ist bei Real nicht glücklich, weil er nicht so geschätzt wird, wie er sich das wünscht, weil er zu wenig verdient, oder weil er schlicht nicht die erwarteten Erfolge feiern kann. Abhilfe würde auf jeden Fall ein Tapetenwechsel verschaffen, wenn auch wohl erst im Sommer 2013. Das Problem – die Ablösesumme. Laut Real-Präsident Florentino Perez würde der Verein erst ab einer Ablösesumme von 150 Millionen Euro die Verhandlungen aufnehmen, was den Kreis der möglichen Abnehmer für den 27-Jährigen natürlich entscheidend einschränkt.

Radamel Falcao

Fünf Tore in einem einzigen Spiel, 17 Meisterschaftstreffer insgesamt, Atletico Madrid nahezu im Alleingang zum UEFA-Super-Cup-Sieg geschossen. Klar, dass Radamel Falcao Begehrlichkeiten weckt. Die „Rojiblancos“ sind zwar nach zwei Europa-League-Titeln in den letzten drei Jahren und dem schon greifbaren Champions-League-Platz auf einem guten Weg, der kolumbianische Top-Torjäger könnte dennoch woanders den berühmten nächsten Schritt machen. Interessenten stehen Schlange, die Frage ist nur, wie lange „El Tigre“ Atletico treu bleibt, beziehungsweise wie lange sich die ökonomisch gebeutelten Hauptstädter lukrativen Ablöseangeboten verwehren können.

Jose Mourinho

„Ich bleibe, ich will meine dritte Champions League und mit Real ‚La Decima‘ gewinnen.“ So richtig möchte man Jose Mourinho die jüngst in Dubai ausgesprochenen Worte nicht glauben. Mit Aktionen, wie seiner „Selbstgeißelung“ vor dem Derby gegen Atletico oder der Degradierung von Kapitän Casillas soll der portugiesische Star-Coach spanischen Medienberichten zufolge seinen eigenen Rauswurf provozieren wollen. Weiterhin schlechte Resultate seines Teams könnten diesen wahrhaftig möglich machen. Doch was dann? Als einer der besten Trainer aller Zeiten gelobt, gibt es nur wenige Vereine, die den Ansprüchen von „The Special One“ auch gerecht werden könnten. Die Nachfolge von Sir Alex Ferguson, eine Rückkehr zur alten Heimat London oder die Möglichkeit, mit PSG auch in Frankreich Meister zu werden, sind auf jeden Fall reizvolle Optionen.

Pep Guardiola

Pep Guardiola trainierte bisher erst einen einzigen Verein – den FC Barcelona. Dennoch vermochte sich der 41-jährige Katalane in fünf Jahren bei den „Blaugranes“ (eine Saison beim B-Team) einen Status erarbeiten, der ihn nach seinem Rücktritt zum wohl gefragtesten Trainer der Welt machte. Kaum hatte „Don Pep“ seine Auszeit angekündigt, flatterten auch schon die ersten Angebote ein. Ein Zustand, der sich bis zum heutigen Tag nicht verändert hat. Ob Chelsea, wo man mit Rafa Benitez vorerst nur einen Statthalter installiert hat, das im Wandel befindliche Milan oder der FC Bayern – kaum ein Spitzenverein träumte nicht vom zweimaligen CL-Sieger-Coach. Gerüchten zufolge sondiert Guardiola gemeinsam mit seinem Bruder und Berater derzeit die Angebote und soll England favorisieren. Manchester City, wo mit Txiki Begiristain der ehemalige Barca-Sportdirektor werkt, oder Arsenal, dessen Spielstil am kompatibelsten mit Guardiolas Philosophie ist, also in Pole Position?

Christian Eberle

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