Vom Thriller zur Gähn-Attacke

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So heiß ist das Titel-Finale in Europas Top-Ligen

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Wir haben Sommerzeit, wir schreiben April und wir läuten den Saison-Endspurt ein.

Fußball-Europa biegt langsam, aber sicher auf die Zielgerade ein. Ob im internationalen Geschäft, wo sich das Feld immer mehr lichtet und nur noch die Creme de la Creme übrig ist, oder auf nationaler Ebene - es geht ans Eingemachte.

Wir haben die acht stärksten Ligen Europas unter die Lupe genommen und verraten euch, in welchem Land sich ein genauerer Blick lohnt.

In welchem Land sich ein Krimi anbahnt, wer den Meisterteller zurückerobern könnte und wo bereits gähnende Langeweile herrscht - das LAOLA1-Titelbarometer:

SPANIEN

In La Liga hat sich der FC Barcelona aufgrund des Clasico-Sieges über Real Madrid eine komfortable Ausgangsposition für den Saison-Schlussspurt erarbeitet. Die "Blaugrana" liegen vier Zähler vor dem Erzrivalen, haben allerdings bei zehn noch ausstehenden Spieltagen das schwierigere Restprogramm. Barca muss noch zum FC Sevilla (31. Spieltag) sowie zu Atletico (37.) und hat zudem den FC Valencia (32.) zu Gast. Real hat "nur" ein Auswärtsspiel in Sevilla (35.) und trifft zuhause auf Valencia (36.). Die Chance, dass die "Fledermäuse" oder Atletico mit acht bzw. neun Punkten Rückstand noch in den Titelkampf eingreifen können, ist verschwindend gering.

Spannung:

 

 

ENGLAND

Titelkandidat Nummer eins in der Premier League ist ohne Zweifel der FC Chelsea. Bei einem Spiel weniger können die "Blues" auf einen Sechs-Punkte-Polster auf den ersten Verfolger, Titelverteidiger Manchester City, verweisen. Der FC Arsenal liegt bereits sieben Zähler zurück, Rekordmeister Manchester United gar acht. Kommt das Team von Jose Mourinho gut durch den April, wo ein Heimspiel gegen ManUnited (33. Spieltag) sowie direkt danach der Gang zu den "Gunners warten, ist ihm der fünfte Meistertitel wohl kaum noch zu nehmen. 

Spannung:

 

Ibrahimovic will mit PSG den Hattrick

FRANKREICH

Nichts für schwache Nerven ist der Titelkampf in der Ligue 1. Titelverteidiger Paris St. Germain lacht mit 59 Punkten von der Spitze, doch die Konkurrenz aus Lyon (58) und Marseille (57) sitzt dem Hauptstadt-Klub im Nacken. Selbst die AS Monaco (53/ein Spiel weniger) darf sich berechtigte Hoffnungen machen. Lyon und Marseille hoffen darauf, dass die Konkurrenz in der Champions League Kräfte lässt. Das leichteste Restprogramm spricht für Lyon, das alle direkten Duell mit den unmittelbaren Konkurrenten bereits hinter sich hat. Marseille muss als einziges Team noch gegen zwei Rivalen ran, spielt aber sowohl am Sonntag gegen PSG, als auch am 36. Spieltag gegen Monaco vor heimischer Kulisse.

Spannung:

 

 

RUSSLAND

Nach zwei Jahren, in denen man ZSKA Moskau den Vortritt lassen musste, schickt sich der FK Zenit an, den Titel wieder zurück nach St. Petersburg zu holen. Zwei Drittel der Saison sind absolviert, die Truppe von Andre Villas-Boas liegt fünf Punkte vor dem Titelverteidiger. Am Sonntag könnte Zenit für eine Vorentscheidung sorgen, gastiert doch ZSKA im Petrovsky-Stadion. Der Rest der Liga spielt wohl maximal um Rang drei, den derzeit der FK Krasnodar mit dem Respektabstand von zehn Zählern auf St. Petersburg innehat.

Spannung:

 

 

UKRAINE

In der Premjer Liga sieht es nach einer Wachablöse aus. Shakhtar Donetsk, zuletzt fünf Mal in Serie nicht zu schlagen, hat - auch gehandicapt durch die Unruhen in der Ukraine und das damit verbundene Ausweichen in die Arena Lviv - schon sieben Zähler Rückstand auf Dynamo Kiev um ÖFB-Legionär Aleksandar Dragovic. Der Rekordmeister ist bislang noch ungeschlagen und hat die letzten fünf Spiele allesamt ohne Gegentreffer gewonnen. Übersteht Dynamo auch das direkte Duell bei Shakhtar am 21. von nur 26 Spieltagen (18.4.), ist der 14. Meistertitel nur noch Formsache.

Spannung:

 

 


Christoph Nister

 

 

- = Gääääääähn

 

 = Da hilft nur noch ein Wunder

 

 = Eine Vorentscheidung ist gefallen

 

 = Ausrutscher verboten

 

 = Es herrscht Spannung pur

 

 = Herzinfarkt-Gefahr

DEUTSCHLAND

Das Positive: Die Bundesliga ist spannender als in der Vor-Saison, als der FC Bayern den schnellsten Titel aller Zeiten fixierte. Das Negative: Die Münchner sind der Konkurrenz erneut enteilt. Bei acht noch ausstehenden Spielen fehlen "Verfolger" Wolfsburg zehn Punkte, die drittplatzierten Gladbacher sind mit 17 Punkten Rückstand nur noch theoretisch in der Lage, den Meisterteller zu erringen. Zwar steht für Pep Guardiolas Mannen der schwere Gang nach Dortmund vor der Brust, insgesamt erscheint das Restprogramm mit Ausnahme des Leverkusen-Gastspiels (31. Spieltag) mehr als machbar.

Spannung:

 

 

ITALIEN

Langweiliger als in Deutschland geht es nicht? Ein Irrglaube, denn in der Serie A sind die Machtverhältnisse noch eindeutiger geklärt als in der Bundesliga. Juventus Turin nutzte die Schwächephase der AS Roma (nur ein Sieg aus zehn Spielen) und zog auf 14 Punkte davon. Der vierte Meistertitel der "Alten Dame" in Folge sowie der 31. insgesamt ist nur noch eine Frage der Zeit, deutlich spannender erweist sich der Kampf um Rang zwei, in dem die "Giallorossi" vom Erzrivalen Lazio (nur einen Punkt dahinter) gejagt werden.

Spannung:

-

 

PORTUGAL

Einmal mehr lautet das Meister-Duell in der Primeira Liga Benfica gegen FC Porto. Das Team aus der Hauptstadt hält aktuell - acht Spieltage stehen noch aus - die Spitzenposition, doch nur drei Zähler dahinter lauert Porto, das allerdings die Doppelbelastung Meisterschaft/Champions League bewältigen muss. Hoffnungsschimmer für den Vorjahres-Dritten ist das noch ausstehende direkte Duell, das jedoch in Lissabon stattfindet. Benfica ist Favorit und strebt die 34. Meisterschaft an, für Porto wäre es Titel Nummer 28.

Spannung:

 

 

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