Linz: "Habe einige Anfragen"

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Linz: "Habe einige Anfragen von Vereinen"

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Sieben verschiedene Länder hat Roland Linz bereits auf seiner Visitenkarte.

Deutschland, Frankreich, Portugal, Schweiz, Türkei, Thailand und natürlich Österreich. „Ich bereue keinen einzigen Schritt in meiner Karriere“, erklärt der Stürmer im LAOLA1-Gespräch. „Ich habe sehr viele Kulturen kennen gelernt und sehr viel erlebt. Das ist auch für das private Leben sehr wertvoll.“

Aktuell befindet sich der 32-Jährige aber wieder in Österreich. Unter der Leitung seines persönlichen Trainers Branko Popic bereitet sich Linz alleine auf die bevorstehende Saison vor. Nach einem halben Jahr bei Belenenses Lissabon sucht er einen neuen Klub.

Es gibt Angebote

„Ich habe zwar schon einige Anfragen, aber keine davon ist so interessant, dass ich sofort unterschreiben würde“, erklärt Linz, dem vornehmlich Angebote aus dem Ausland vorliegen. Konkrete Namen will der 39-fache ÖFB-Internationale nicht nennen.

"Die Austria ist immer ein Thema"

„Die Austria ist mein Zuhause“

Nach 15 Jahren als Profi hat der 32-jährige Linz bereits viel als Fußballer erlebt. Am liebsten blickt der Angreifer, um den „uns einmal ganz Europa beneiden wird“ (O-Ton Hans Krankl), auf seine Zeit in Portugal bei Boavista und Sporting Braga zurück: „Da habe ich viele Erfolge gefeiert, mit Braga im UEFA Cup einige Tore erzielt.“

Natürlich wird aber auch die Wiener Austria für immer einen Platz in seinem Herzen haben. „Die Austria ist mein fußballerisches Zuhause. Mit ihr bin ich drei Mal Meister, zwei Mal Cupsieger und zwei Mal Torschützenkönig geworden.“

Eine Rückkehr zu seinem Lieblingsverein kann sich Linz durchaus vorstellen. „Die Austria ist für mich immer ein Thema, aber es liegt nicht an mir, sondern an Tommy Parits.“ Der Sportvorstand der „Veilchen“ hat trotz der Stürmersuche der vergangenen Wochen jedoch darauf verzichtet, den 83-fachen Austria-Torschützen zu kontaktieren.

Deswegen könnte Linz wieder im Ausland landen. Vielleicht trägt sich ein achtes Land auf seiner Visitenkarte ein.

 

Jakob Faber

Zuletzt wurde er in portugiesischen Medien mit Ex-Klub Boavista Porto in Verbindung gebracht. Der Verein mit dem Schachbrettmuster im Logo kehrt in diesem Jahr nach der Revision eines 2008 beschlossenen Zwangsabstiegs aus der dritten Liga in die erste zurück und schaut sich aktuell nach arrivierten Spielern um.

Linz äußert sich bedeckt zu diesem Gerücht: „Dazu will ich eigentlich nichts sagen. Ich hatte dort eine erfolgreiche Zeit. Vor ein paar Jahren war Boavista noch einer großer Klub in Portugal. Es ist gut, dass dieser Traditionsverein in der Primeira zurück ist.“

Letztes halbe Jahr von Verletzungen geplagt

Es verwundert nicht, dass wieder ein portugiesischer Klub seine Fühler nach dem Leobener ausgestreckt hat. Der Torjäger erwarb sich in dem iberischen Land aufgrund starker Auftritte bei Boavista (2006/07) und Braga (2007-2009) einen guten Ruf. Dieser ermöglichte ihm auch sein halbjähriges Engagement bei Belenenses, das allerdings von Verletzungssorgen geplagt war.

„Ich erlitt gleich zu Beginn einen Muskelfaserriss. Dann habe ich leider zu früh mit dem Training begonnen, weil ich so motiviert war. Auf diese Weise habe ich mich wieder verletzt“, erzählt Linz. Während seiner sechs Monate in Lissabon sei er nie hundertprozentig fit gewesen. Insgesamt bestritt er nur vier Spiele – zwei in der Liga und zwei im Pokal – für den Tabellen-Elften der letzten Saison.

„Diese Zeit habe ich mir natürlich anders vorgestellt, aber jetzt bin ich wieder topfit und hungrig nach einer neuen Aufgabe“, so Linz.

„Es hat Spaß gemacht in Thailand“

Das Jahr davor verbrachte der Weltenbummler bei Muangthong United in Thailand. Was nach einem exotischen Abenteuer klingt, bewertet Linz höchst positiv: „Es war eine schöne Zeit, einmal etwas komplett anderes. Bangkok ist eine super Stadt. Es hat wirklich Spaß gemacht.“

Sportlich sei die thailändische Liga durchaus mit der österreichischen zu vergleichen. „Es ist ähnlich wie bei uns. Drei, vier Mannschaften, die auch einige Ausländer haben, sind echt gut. Auf der anderen Seite gibt es nach unten hin ein extremes Gefälle.“

Taktisch würde den Mannschaften aber noch einiges auf das europäische Niveau fehlen. Das soll sich mit ausländischem Know-how ändern: „Es kommen viele europäische und südamerikanische Trainer. Ich bin überzeugt, dass die asiatischen Mannschaften in den nächsten Jahren immer stärker werden.“

Gegen den Lippi-Klub in der Champions League

Mit Muangthong durfte sich Linz auch in der asiatischen Champions League beweisen. Dort traf er unter anderem auf Guangzhou Evergrande, der Klub des italienischen Weltmeister-Trainers Marcelo Lippi. „Das Niveau dort ist vergleichbar mit der Europa League. Auch gegen die Urawa Red Diamonds von Ex-Sturm-Coach Mischa Petrovic habe ich gespielt. Ich bin viel herumgekommen.“

Probleme habe ihm in Thailand das heiße und schwüle Wetter bereitet. „Für einen Europäer ist es dort extrem schwierig zu spielen. Der Körper braucht einmal zwei Monate bis er sich darauf eingestellt hat. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man dort Urlaub macht oder professionell Fußball spielt“, sagt der in Leoben geborene Steirer.

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