Über tausend Menschen nehmen Abschied

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Zehn Tage nach seinem Tod haben Mitspieler des VfL Wolfsburg, Angehörige und Fans Junior Malanda die letzte Ehre erwiesen. Mehr als tausend Menschen kamen am Dienstag zur Trauerfeier nach Brüssel.

Bei der bewegenden Zeremonie lag ein Herz aus Blumen zu Ehren des belgischen Fußball-Profis auf dem weißen Sarg, davor ein Porträtfoto sowie ein Jersey seines ehemaligen Klubs SV Zulte Waregem.

Kollegen, Freunde und Familie nehmen Abschied

Dicht gedrängt bis auf die Altarstufen standen die Menschen in der monumentalen Nationalbasilika. Einige winkten mit weißen Rosen, andere trugen Wolfsburg-Trikots.

Die Trauer, die der Unfalltod des belgischen Talents nicht nur in dem kleinen Land ausgelöst hat, wurde schon an den Blumengestecken vor der Kirche deutlich.

Die zahlreichen Kränze waren mit Fotos von Malandas Mannschaft aus Kindertagen und Fanschals dekoriert. Einige Besucher der Kirche trugen Wolfsburg-Trikots, viele hatten ein kleines schwarz-weiß Foto von Malanda an die Kleidung geheftet. 

Man nehme Abschied "in der Kirche, in die Malanda als Kind mit seinen Eltern gegangen ist", sagte der Priester, nachdem der weiße Sarg des 20-Jährigen hineingetragen worden war.

Familienmitglieder und Freunde hielten bewegende Ansprachen in mehreren Sprachen für Malanda, der am 10. Jänner auf der A2 bei Porta Westfalica zu Tode gekommen war. Gleich zu Beginn sang ein Gospelchor, Sänger tanzten klatschend um den Sarg.

Trauerminuten in Deutschland

Wolfsburgs Manager Klaus Allofs musste sich während der mehrstündigen Trauerfeier wie mehrere Spieler mehrfach die Tränen aus dem Gesicht wischen. Allofs saß mit Trainer Dieter Hecking und den Profis geschlossen in den vorderen Reihen. Außerdem waren auch viele belgische Fußball-Profis und Nationalcoach Marc Wilmots gekommen.

Der deutsche Fußball will in der ersten Rückrunde noch einmal des Spielers gedenken. In allen Stadien soll zu Beginn der Spiele eine Trauerminute für Malanda eingelegt werden. Das hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Dienstag empfohlen. Darüber hinaus stellt es die DFL allen Klubs frei, mit Trauerflor zu spielen.

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