Zwischen Genesungs- und Glückwünschen

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Der LAOLA1-Saloon meldet sich zurück - mit echten Spitzenspielen und solchen, die im Schatten der Top-Ligen über die Bühne gehen. Wir feiern Stars und schimpfen Söldner.

Wir berichten über unsere Legionäre und versorgen euch mit jeder Menge Anekdoten. Diese Woche im Angebot: Ein slowenischer Elfer-Killer, Österreichs "Exil-Yankee" und unglaubliche Torres-Facts.

Top-Spiele

"La Liga lebt" titelten die katalanischen Sportgazetten nach dem 1:1 von Real Madrid gegen den FC Malaga. Dank eines traumhaften Freistoß-Treffers von Santi Cazorla in der Nachspielzeit (hier geht's zum Video) geben die "Königlichen" nach elf Siegen in Folge wieder Punkte ab und liegen "nur" noch acht Zähler vor dem Erzrivalen des FC Barcelona. Kein Wunder, dass man bei diesem geringen Vorsprung in Madrid wieder nervöser wird und zum wiederholten Male dem Schiedsrichter die Schuld gibt.

Was für ein Spiel im Stadio Friuli. Nach der 2:0-Führung roch es schwer nach einem Udinese-Sieg, doch nach Fabbrinis Gelb-Roter Karte kippte die Partie. Dank eines Cavani-Doppelpackes holte Napoli doch noch einen Punkt. Der Uruguayer hatte sogar die Chance auf einen Hattrick, verschoss aber einen Elfer gegen Handanovic, damit ist er allerdings in guter Gesellschaft (siehe "Fußnoten").

1:0 hört sich jetzt nicht allzu deutlich an, aber im Prinzip war Dortmund beim Sieg über Bremen die ganze Zeit überlegen, fast schon meisterlich. Und das Tor von Shinji Kagawa war 1a herausgespielt. "Ich kann nur die mangelhafte Chancenverwertung kritisieren, wir haben das Spiel zu lange offen gelassen", so Trainer Jürgen Klopp.

"El Nino" darf sich endlich wieder freuen

Dreierkette

Torres-Facts der Woche: Es geschehen tatsächlich noch Wunder: Fernando Torres hat getroffen. Und das sogar zwei Mal. Zugegeben, der Gegner war mit Zweitligist Leicester nicht der hochkarätigste, aber wen kümmert das? Zwischen seinem letzten Treffer am 19. Oktober 2011 beim 5:0-Erfolg in der Champions League gegen Genk und den beiden Toren beim 5:2 im FA-Cup-Viertelfinale ist einiges passiert:
> Es sind fünf Monate oder 150 Tage vergangen.
> Torres stand 25 Stunden und 41 Minuten für Chelsea am Platz.
> Torres "feuerte" 50 Schüsse auf gegnerische Tore ab.
> Lionel Messi erzielte 30 Tore, Cristiano Ronaldo sogar 31.
> Start
des Alpinen Ski-Weltcups.
> Ende
des Alpinen Ski-Weltcups.
> Muammar al-Gaddafi
und Kim Jong-il sind gestorben.
> Thomas Gottschalk ist nicht mehr Wetten, dass..?-Moderator. 

Schocker der Woche: Ausnahmsweise müssen wir nun einmal ernst werden. Der Zusammenbruch von Fabrice Muamba im FA-Cup-Viertelfinale zwischen Tottenham und Bolton schockte die Fußball-Welt. Eine Reihe von Stars drückte über twitter ihre Anteilnahme aus. Chelseas Gary Cahill widmete sein Tor zum 1:0 gegen Leicester seinem Ex-Teamkollegen. Real zog gegen Malaga mit T-Shirts ins Stadion ein, auf denen zu lesen war: "Get well soon Muamba". Auch der LAOLA1-Saloon will sich diesen Genesungswünschen anschließen. #prayformuamba

Abstrusum der Woche: Dass der Fußball des FC Barcelona vielen als Vorbild dient, ist bekannt. Vorwiegend betraf dies allerdings Fußball-Trainer. Die Online-Ausgabe der "Mundo Deportivo" veröffentlichte nun ein Video des syrischen Fernsehens, in dem Spielzüge der Katalanen mit Waffenschmuggel-Routen der Aufständischen im Land verglichen werden. Ein Pass von Xavi ins Sturmzentrum zu Messi als Beispiel für die Verbindung von der Grenze Syriens nach Dir al-Zur. Einfach nur irre!

Schattenspiel

Spitzenspiel in der Süper Lig! Fenerbahce empfing im Istanbuler Derby Galatasaray. Die Heim-Mannschaft legte los wie die Feuerwehr: Nach Flanke von Ziegler traf Neuzugang Sow per Seitfallzieher (9.). Genauso sehenswert war das 2:0 von Alex (15.), der aus 25 Metern genau ins Kreuzeck schoss. "Gala" benötigte einige Zeit, um ins Spiel zurück zu kommen. Elmander machte mit der ersten Chance den Anschlusstreffer (36.), fünf Minuten vor Schluss besorgte Hakan Balta das 2:2. Baros hatte in der Nachspielzeit sogar noch den Siegtreffer am Fuß, vergab aber freistehend. Galatasaray liegt damit weiterhin neun Punkte vor "Fener", der Meister wird aber ohnehin in einem eigenen Playoff nach Halbierung der Punktezahl ausgespielt.

Gspurnings Sounders starten mit Sieg in die MLS-Saison

Legionär im Fokus

Michael Gspurning wagte in diesem Winter den Sprung über den großen Teich zu den Seattle Sounders. Nach zwei CL-Spielen (Seattle scheiterte im Viertelfinale an Santos Laguna), hütete der Steirer am Wochenende erstmals auch in der MLS das Tor. Das Debüt verlief mit einem 3:1 gegen Toronto zufriedenstellend, beim Traumtor von Gegenspieler Ryan Johnson war der 30-Jährige chancenlos. Für Seattle traf David Estrada vor knapp 39.000 Fans dreimal. "Ich finde keine Worte, es ist so toll, hier zu sein. Ich bin stolz, ein Teil der Sounders-Familie zu sein", so Gspurning nach dem Spiel.

"On Fire" 

Zugegeben: Die Wahl ist nicht besonders kreativ, aber welches Team ist momentan "On Fire", wenn nicht die Bayern? 7:1 gegen Hoffenheim, 7:0 gegen Basel und 6:0 gegen die Hertha. Das sind 20 Tore in acht Tagen. 15 davon entfallen auf das Duo Gomez (8) und Robben (7). Unglaubliche Zahlen. Pech für die Münchner, dass Dortmund keine Anstalten macht, groß Punkte abzugeben.

"On Ice" 

Fußballinsidern wird Zalaegerszeg aufgrund der CL-Quali 2002/03 ein Begriff sein. Die Ungarn besiegten in der 3. Runde ManUnited zuhause sensationell mit 1:0, im Old Trafford setzte es dann zwar ein 0:5, aber das war egal. Die Lage in dieser Saison ist mehr als trist: Letzter Platz, 0 Siege, 8 Punkte, das ist die traurige Bilanz nach 20 Spielen in der heimischen NB I. Insofern ist das Heim-1:1 gegen Haladás an diesem Wochenende fast schon ein Erfolg.

Ali Daei hatte einen Autounfall

Was macht eigentlich … Ali Daei?

"Sein Zustand ist stabil", meinte ein Arzt der Intensivstation im Krankenhaus von Kashan. Ali Daei war am Samstag in einen schweren Autounfall verwickelt. Mittlerweile ist der ehemalige Bayern- und Hertha-Legionär aber außer Lebensgefahr. Der 42-Jährige ist Trainer beim iranischen Erstligisten Rah Ahan Teheran. Der Unfall passierte am Rückweg vom Meisterschaftsspiel gegen Sepahan Isfahan (2:3). Daei absolvierte in seiner langen Karriere 149 Länderspiele und erzielte dabei stattliche 109 Tore. Wir wünschen der asiatischen Fußball-Legende gute Besserung!

Fußnoten

Klubrekorde - Gleich zwei davon wurden in der deutschen Liga aufgestellt. Dortmund seit 20 Spielen ungeschlagen, Hannover seit 14 Heimpartien.

Frühjahrserwachen - Nach dem 3:1 in Hamburg hat Freiburg drei Rückrundensiege auf dem Konto und damit bereits genauso viele wie nach der gesamten Hinserie.

Fernweh - Roy Hodgson feierte in 13 Monaten als West-Brom-Coach bislang ebenso viele Auswärtssiege wie mit Liverpool und Fulham in drei Jahren (8).

Nervenflattern - Inter verschoss in dieser Saison 50 Prozent seiner Elfmeter. So auch am Sonntag, als Milito gegen Atalanta vom Punkt scheiterte.

Nervenstärke - In den letzten beiden Saisonen wurden sieben von 14 Elfmeter vergeben, wenn Udinese-Goalie Samir Handanovic im Kasten stand. Am Sonntag scheiterte beim 2:2 gegen Napoli Cavani.

Lichtgestalt - Pirlo drückte beim 5:0 in Florenz dem Juve-Spiel den Stempel auf. Der Mittelfeldspieler brachte unglaubliche 134 von 139 Pässen an den Mann.

Selten - Wenn wir Torres erwähnen, muss eines auch gesagt sein: ManUniteds Johnny Evans traf bei 5:0-Sieg bei den Wolves zum ersten Mal nach fünf Jahren wieder.

Premiere - In seinem 305. "La Liga"-Spiel wurde Bilbaos Andoni Iraola im Spiel gegen Valencia (hier geht's zu den Highlights) zum ersten Mal ausgeschlossen.

 

Jakob Faber/Mate Esterhazy/Christian Eberle

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