Duell der nächsten Generation

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Ronaldo vs. Messi - Duell der nächsten Generation

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Da ist er wieder. Das Format aller Formate. Der Grund für einen perfekten Start in die Woche. Der LAOLA1-Saloon.

Wie gewohnt werdet ihr auch in dieser Saison mit Kuriositäten, Zahlenspielen und Neuigkeiten aus den Top-Ligen versorgt.

Diesmal im Angebot: Kung-Fu-Zlatan, ein russisch-estnischer Goleador und blitzschnelle Rote Karten.

 

Top-Spiele

 

Acht Jahre lang schrien sich die Arsenal-Fans die Seele aus dem Leib, wenn Robin van Persie einen Treffer erzielte. Am 3. November 2012, um 13:47 Uhr, blieben sie stumm. Erstmals lief der Niederländer gegen die "Gunners" auf, im Spitzenspiel der Premier League sollte er für Manchester United auf Torejagd gehen. Exakt 2:38 min zeigte die Uhr an, als "RVP" seinen Arbeitgeber in Führung brachte. Aus Respekt vor Arsenal verzichtete er auf einen Torjubel - nette Geste. Ebenso schön die Umarmung mit Arsene Wenger nach dem Spiel, das 2:1 für United endete. Verdientermaßen, hatten die Hausherren doch über weite Strecken die Zügel in der Hand. Fahrlässig war einzig ihre Chancenausbeute, so vergaben die "Red Devils" u.a. einen Elfmeter durch Wayne Rooney.

 

50 Liga-Spiele in Folge ungeschlagen - das hätte gut ausgesehen. Doch trotz Blitz-Führung nach 17 Sekunden musste Juventus Turin nach 538 Tagen ohne Niederlage in Serie gegen Inter klein beigeben. Die "Nerazzurri" positionierten sich mit dem 3:1-Sieg endgültig als erster Jäger des amtierenden Meisters und liegen nur noch einen Punkt zurück. "Signore Emozione" Andrea Stramaccioni sorgte auch wieder für ein Highlight. Nachdem er sich so über die ausbleibende zweite Gelbe Karte für Juve-Verteidiger Lichtsteiner geärgert und seine Wut an einer Plexiglas-Scheibe ausgelassen hatte, musste seine Hand geröntgt werden. Ein positiv Verrückter halt.

 

Und noch eine Serie findet ihr Ende. Atletico Madrid verpasst einen neuen vereinsinternen Rekord und muss nach acht Siegen in Folge beim FC Valencia die erste Saisonniederlage einstecken. Während die Gastgeber damit in der Tabelle wieder im einstelligen Bereich rangieren, herrscht auch bei den Hauptstädtern Zuversicht. Einerseits, weil die Leistung im Mestalla ansprechend war, andererseits, weil auch in der letzten Meister-Saison an Spieltag 10 nicht gewonnen werden konnte. Damals gab es übrigens ein 1:1 gegen CP Merida - einen Klub, der heute gar nicht mehr existiert.

Fünferkette

Fragen der Woche: Wenn Lionel Messi für viele Fußball-Fans auf diesem Planeten der Messias ist, was ist dann sein jüngst geborener Sohn? Diese und weitere Fragen gilt es in den kommenden Jahren, in denen der kleine Thiago aufwächst, zu beantworten. Da der kleine Wonneproppen angeblich genau 869 Tage nach Cristiano Ronaldo Jr. auf die Welt kam, ist der Altersunterschied zwischen Vätern und Söhnen ident. Zieht sich der Streit um die Fußball-Herrschaft somit in die nächste Generation? Und warum lässt sich Arsene Wenger eigentlich mit einem Vorvertrag so verdammt viel Zeit? Wir wagen zumindest schon einmal einen Blick auf den Zeitungsbericht aus dem Jahr 2028: "Thiago Messi feiert sein Debüt für den FC Barcelona mit einem Tor. Der 16-Jährige trifft nach Vorarbeit seines 41-jährigen Vaters, der vor kurzem zum 14. Mal zum Fußballer des Jahres gewählt wurde. Gegenspieler Cristiano Ronaldo jr., der bekannterweise auf Wunsch des Seniors Verteidiger spielen muss, sah dabei nicht sonderlich gut aus."

Wiedersehen der Woche: Es gibt auch Neuigkeiten von Ronaldo, ja, dem einzig wahren Ronaldo. Dem, der mit keinem Astralkörper gesegnet ist. Der Stürmer im Ruhestand traf im Zuge der Berichterstattung zu seiner im brasilianischen Fernsehen begleiteten Diät auf Zinedine Zidane. Kurzer Auszug aus dem Dialog der einstigen Real-Größen. Ronaldo: "Du siehst gut aus. Noch genauso gut wie damals, als du gespielt hast." Zidane: "Du bist aber auch in Form." Naja, nicht ganz wahrheitsgetreu der Franzose, aber galant wie eh und je.


Fansupport der Woche:
Der FC Bologna befindet sich aktuell in den Abstiegsregionen der Serie A. Grund für Fans, auf die Barrikaden zu steigen? Mitnichten. Über 500 Anhänger der "Rossoblu" zeigten ihre Solidarität mit Mannschaft und Coach Stefano Pioli unter der Woche auf dem Trainingsgelände. György Garics und Co. zeigten teils die erhoffte Reaktion und trotzten Udinese Calcio im darauffolgenden Heimspiel am Sonntag ein 1:1-Unentschieden ab.


Jubel-Trubel der Woche: Nahezu schon im Wochentakt beschäftigen uns die Torschützen dieser Welt und ihre spektakuläre Eigenschaft, einfach nicht aus den Fehlern der anderen zu lernen. Mattia Destro setzt ein neues Highlight. Der 21-Jährige Offensiv-Mann der Roma wurde in Minute 73 für Francesco Totti eingewechselt, sah vier Minuten später Gelb, traf zwei Minuten danach zum wichtigen 4:0 und feierte sein Premieren-Tor - richtig - indem er sein Trikot auszog. Konsequenz: Gelb-Rot und das Ende eines siebenminütigen Arbeitstags.


Kampfsportler der Woche: Zlatan Ibrahimovic ist ein ausgesprochen guter Fußballer, dennoch scheint er mit der Wahl seiner praktizierten Sportart nicht vollends glücklich zu sein. Nur so ist zu erklären, dass der Schwede ständig als Kung-Fu-Kämpfer auf dem Rasen auftritt. Jüngstes Beispiel ist sein überharter Einsatz im Spiel von PSG gegen St. Etienne, für den er des Feldes verwiesen wurde. Im Internet finden sich zahlreiche Kompilationen der besten Zlatan-Kicks, die der Stürmer auch gerne die eigenen Mitspieler spüren lässt. Passende musikalische Untermalung: Carl Douglas' Disco-Hit "Kung Fu Fighting".

                                                                    Bild der Woche

Keine Halloween-Verkleidung, sondern die blutige Realität von Radamel Falcao

Schattenspiel

Da muss schon der Athener Stadtrivale AEK kommen, damit Panathinaikos den ersten Heimsieg in der griechischen Super League feiern darf. Obwohl, gefeiert wurde unter den Fans nicht viel. Trotz des 1:0-Sieges wurden Goldtorschütze Toche und Co. mit Pfiffen verabschiedet. Grund dafür war die enttäuschende Leistung in Hälfte zwei gegen das "Teenager-Team" (der AEK-Kader hat ein Durchschnittsalter von 22,7 Jahren) in Schwarz-Gelb. Zumindest verbessern sich die "Grünen" in der Tabelle so auf Rang sieben.

Legionäre im Fokus

Dass die deutsche Bundesliga eine wahre Österreicher-Invasion erlebt, ist längst kein Geheimnis mehr. Alaba (erstmals in dieser Saison im Team der Runde), Harnik und Konsorten drücken der Eliteliga unserer Lieblingsnachbarn nun schon seit geraumer Zeit ihren Stempel auf. Und doch gab es am Sonntag einen neuen Rekord zu vermelden. Beim Duell Werder-Mainz standen mit Prödl, Arnautovic, Junuzovic, Ivanschitz und Baumgartlinger gleich fünf rot-weiß-rote Teamspieler in den Startformationen - das gab es noch nie. Bemerkenswert: Zurselben Zeit standen nur sieben Deutsche auf dem Rasen, von denen lediglich einer - Hunt mit zwei Einsätzen - bereits Länderspielerfahrung aufweisen kann.

"On Fire"

Angesichts des Endes der beliebten estnischen Meistriliiga gilt es, Vladislav Ivanov ins Rampenlicht zu rücken. Der 26-jährige Russe beendete die Saison nach dem Treffer für seinen JK Trans Narva gegen den FC Flora mit insgesamt 23 Toren und ist damit, gemessen an der Anzahl, aktuell alleinige Nummer 1 in Europa. Trotz neun Treffern in den letzten sieben Spielen konnte allerdings weder Meister JK Kalju gefährdet, noch ein ausreichender Vorsprung für das Rennen um den Goldenen Schuh herausgeschossen werden. Lionel Messi liegt aufgrund des höheren Liga-Koeffizienten jetzt schon vor Ivanov. Dennoch Respekt!

"On Ice"

Letzte Woche waren wir wegen "On Fire" in Belgien, diese Woche liefert unser Saloon-Korrespondent einen Verlierer aus dem Land der Waffeln. Nach einem starken Saisonstart mit sechs Siegen und zwei Unentschieden in den ersten acht Runden schlitterte Club Brugge in eine veritable Krise. Aus den letzten sechs Partien konnten gerade einmal zwei Punkte erobert werden. Grund genug für den Verein aus der Hauptstadt Westflanderns, den anfänglich bejubelten Trainer Georges Leekens auf die Straße zu setzen. Tja, so schnelllebig ist eben der Fußball.

Rothen als Poser im Monaco-Dress

Was macht eigentlich … Jerome Rothen

Er war einer der Stars von Paris St. Germain, als man in der Metropole noch kein französisches Wort für Scheich-Millionen hatte. Nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen den FC Porto 2004 überwies der Hauptstadt-Klub knapp zehn Millionen Euro für Rothen. Der offensive Mittelfeld-Akteur blieb daraufhin fünf Saisonen an der Seine, ehe er sein Glück bei den Glasgow Rangers und Ankaragücü (vergeblich) im Ausland suchte. Seit 2011 ist der mittlerweile 34-Jährige wieder in seiner Heimat aktiv und geht für den SC Bastia auf Torejagd. Das ist ihm am Wochenende gegen Olympique Lyon mittels verwandelten Strafstoß sogar gut gelungen, wenngleich die Partie mit einer 2:5-Schlappe für den aktuellen Tabellen-Zwölften endete.

Fußnoten

Effizient - erwies sich die TSG Hoffenheim im Heimspiel gegen den FC Schalke. Die Kraichgauer hatten nur 26 Prozent Ballbesitz und damit so wenig wie noch nie in der Bundesliga. Die wenige Zeit am Ball nutzte man zu drei Treffern. Endstand: 3:2.

Jubiläum - Matchwinner Aaron Hunt sorgte beim 2:1-Sieg des SV Werder über den FSV Mainz für den 2.800sten Bundesliga-Treffer der Norddeutschen. Das bedeutet Rang zwei in der ewigen Bestenliste. Wer auf der Eins steht, muss wohl nicht extra erwähnt werden.

Jubiläum II - Steven Gerrard bestritt gegen Newcastle sein 600. Liga-Spiel für den FC Liverpool. Es war nicht von Erfolg gekrönt, kamen die "Reds" doch nicht über ein 1:1 hinaus.

Jubiläum III - Luca Toni bestritt gegen Cagliari (4:1) sein 75. Serie-A-Spiel für die Fiorentina und erzielte dabei seinen 50. Treffer.

Unterirdisch - verlief die Saison bislang für die Queens Park Rangers. Auch nach dem zehnten Spieltag warten die Londoner auf einen Sieg. Damit zog man mit Watford gleich, das 2006/07 eine ähnliche Durststrecke ertragen musste. Zum Rekord von Swindon fehlen noch fünf.

Gaucho-Power - 73,3 Prozent aller Catania-Tore wurden von Argentiniern erzielt. Respekt für die Herren Gomez (4), Bergessio (3), Barrientos (2), Spolli (1) und Castro (1).

Premiere - Erstmals in diesem Jahrtausend gelang es mit Luka Modric (beim 4:0 Reals über Saragossa) einem Kroaten, im Santiago Bernabeu zu treffen.

Kuriosum - Zwischen Arsenal und ManUnited geht es stets hoch her. In der Ära Wenger gab es in diesen Premier-League-Duellen bereits zehn Strafstöße, kurioserweise allesamt im Old Trafford gepfiffen. Die Ausbeute mutet dürftig an, wurden doch nicht weniger als sechs versemmelt.

Blitzrot - Simon Rolfes war gerade erst eingewechselt worden, da wurde er schon wieder des Platzes verwiesen. Der Bayer-Kapitän erhielt beim 3:2-Sieg über Düsseldorf 75 Sekunden, nachdem er ins Spiel kam, die Rote Karte. Platz zwei in der ewigen Bestenliste. Überboten nur von Marcel Titsch-Rivero, der am 14. Mai 2011 in seinem zweiten Bundesliga-Spiel nach nur 43 Sekunden die Ampelkarte gezeigt bekam.

 

Rätsel der Woche:

Man könnte meinen, Lukas Podolski sei Kettenraucher und habe deshalb keine Luft für 90 Minuten. Zehn Startelf-Einsätze hat der Deutsche beim FC Arsenal zu Buche stehen, jedes Mal wurde er ausgewechselt. Mimt "Poldi" den Topf, fragen wir euch nach dem Deckel. Ein Berufskollege des "Prinzen" stand noch nie in der Stammformation, wurde allerdings in allen Spielen eingewechselt. Wer ist der gesuchte Kicker? Kleiner Tipp: Er tritt "nur" auf einer Halbinsel in Erscheinung.

 

Christian Eberle/Christoph Nister

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