Du kommst hier nicht rein!

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Er ist wieder da. Das Format aller Formate. Der Grund für einen perfekten Start in die Woche. Der LAOLA1-Saloon.

Wie gewohnt werdet ihr mit Kuriositäten, Zahlenspielen und Neuigkeiten aus den Top-Ligen versorgt.

Diese Woche unter anderem im Angebot: Freundschaftliche Punkteteilungen, ein Freund der deutschen Küche und ein deutscher Freund von Gelben Karten.

 

Top-Spiel

Zwei Halbzeiten, vier verschiedene Mannschaften. Zumindest sah es zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund aus, als hätte man die Teams zur Pause ausgetauscht. Während der BVB in Halbzeit eins die Werkself zu Statisten degradierte, spielte Bayer den Meister nach dem Seitenwechsel an die Wand. Am Ende reichte es für die Dortmunder in einer verrückten Partie zu einem glücklichen Sieg. Leverkusen musste die erste Heimniederlage der Saison einstecken und obendrein Tabellenplatz zwei an den BVB abgeben. "Zwei Mannschaften haben sich über 90 Minuten zu Fehlern gezwungen", kommentierte Jürgen Klopp ein Spitzenspiel, das sich eigentlich keinen Verlierer verdient hatte.

 

Es war ein freundschaftliches Wiedersehen für Jordi Alba an alter Wirkungsstätte. Ebenso freundschaftlich fiel auch das Ergebnis zwischen seinem Ex-Klub Valencia und dem FC Barcelona aus. 1:1 hieß es nach 90 Minuten. "Ein gerechtes Unentschieden", tönte Barca-"Co" Jordi Roura. Valencia-Coach Ernesto Valverde stimmte dem mit ein wenig Wehmut ob der vergebenen Chancen zu. Die "Sieger" kommen dennoch aus den Reihen der "Blaugranes". Lionel Messi, der zum 12. Mal in Folge in La Liga traf, und Keeper Victor Valdes, der mit einer als "Monster-Save" betitelten Parade gegen Roberto Soldado den Punkt schlussendlich festhielt.

 

"Ich glaube, niemand wird bestreiten, dass wir den Sieg hier verdient hätten", so Liverpool-Coach Brendan Rodgers nachdem 2:2 bei ManCity. Tatsächlich: Sein Team spielte stark unr erzielte zwei Traumtore. Nur blöd, dass sich Pepe Reina zwölf Minuten vor Schluss viel zu weit aus dem Tor wagte. Mit technisch feiner Klinge nützte Kun Agüero diesen Fauxpas aus und traf aus spitzem Winkel zum Endstand. So wirklich glücklich dürfte City angesichts von neun Punkten Rückstand auf Stadtrivale United nach diesem Remis aber auch nicht sein.

Dreierkette

Transferposse der Woche: Armer Peter Odemwingie. Erst brockte er sich mit einem im ­Guinness-Rausch verfassten Tweet über seine Unzufriedenheit bei West Bromwich Albion mächtig Spott ein und dann auch noch das: "Du kommst hier nicht rein", hieß es für den Nigerianer an der Londoner Loftus Road. Am letzten Tag der Transferperiode klopfte der Stürmer an die Tür des Trainingsgeländes der Queens Park Rangers. Der 31-Jährige wollte unbedingt zur Truppe von Harry Redknapp wechseln, blöd nur, dass ihm West Brom keine Genehmigung zu Verhandlungen erteilte. Die "Super Hoops" akzeptierten die Entscheidung des Ligakonkurrenten und verweigerten Odemwingie den Einlass. Der musste zurück zu den "Baggies", die ihn allerdings auch nicht mehr sehen möchten - vorerst zumindest. West Brom schickte den in Ungnade gefallenen Tags darauf nämlich vom Training nachhause. "Wenn wir glauben, dass die Zeit für eine Rückkehr von Peter reif ist, dann wird er wieder ins Team zurückkehren", erklärt WBA-Coach Steve Clarke. Dumm gelaufen für Odemwingie, die Internet-Community hingegen hat ihren Spaß mit dem Schwank und formulierte kurzerhand Carly Rae Jepsens Hit "Call me maybe" in einen Odemwingie-Schmähgesang um: "Hey, I just drove here. And this is crazy. I'm in your car park. So sign me maybe."

Kostverächter der Woche: Ein knappes jahr in China kann tiefe Spuren hinterlassen. Das musste auch Neo-Energie-Cottbus Stürmer John Jairo Mosquera erfahren. Nach seinem Wechsel von Union Berlin zu Changchun Yati im Jänner letzten Jahres vermieste dem Kolumbianer die landestypische Kost die Laune. "Es gab dreimal täglich nur Reis mit Eiern. Ich wurde davon krank, hatte Magenprobleme und musste oft Medikamente nehmen. Ich will in meinem ganzen Leben keinen Reis mehr sehen", erklärte der 25-Jährige gegenüber der "Bild". Die kulinarische Vielfalt Deutschlands weiß Mosquera hingegen zu schätzen. "In Cottbus habe ich mir sofort eine Bratwurst und einen Döner geholt."

Hoffnungsträger der Woche: Wenn unser Mario glücklich ist, dann sind wir es auch. Und aktuell könnte Mario Balotelli wohl kaum glücklicher sein. Unter der Woche klappte es endlich mit der Rückkehr in seine Heimat und am Sonntag legte "Super Mario" einen Einstand nach Maß bei seinem neuen Arbeitgeber AC Milan hin. Zwei Tore beim Debüt für die "Rossoneri", dass war zuletzt Oliver Bierhoff gelungen. Der Deutsche traf 1998 im Übrigen einmal aus dem Spiel heraus und einmal vom Elfmeterpunkt - genau wie Balotelli. In der bisherigen Saison war Milan zumeist auf Stephan El Shaarawy angewiesen. Mit Balotelli haben die Mailänder Tifosi nun einen zweiten Hoffnungsträger in ihren Reihen. Dass die beiden bestens harmonieren - El Sharaawy bereitete den ersten Treffer vor und holte den Strafstoß heraus - wird auch Italiens Teamchef Cesare Prandelli mit Freude vernehmen.

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El Shaarawy und Balotelli - Die Zukunftsaktien Milans und der Squadra Azzurra

Schattenspiel:

Olympiakos kann doch noch verlieren. Der griechische Serienmeister kassiert am 20. Spieltag der Super League ein 2:3 zuhause gegen Atromitos und damit die erste Niederlage der laufenden Saison. Die Rot-Weißen haben zwar mehr Chancen, aber der Underdog dreht in der zweiten Hälfte durch Tore von Athanasios Karagounis (48.) und Elini Dimoutsos (79.) das Match. Olympiakos führt die Tabelle aber weiterhin souverän an, Atromitos ist Vierter. Es war übrigens die letzte Begegnung von Ex-Torhüter-Legende Antonis Nikopolidis als Interimstrainer, Ex-Sevilla Coach Michel wird übernehmen.

"On Fire"

Jackson Martinez hat bei Porto eingeschlagen wie eine Bombe. Der Kolumbianer kam im Sommer für knapp neun Millionen aus der mexikanischen Liga und zeigt Woche für Woche, dass er sein Geld mehr als Wert ist. 18 Tore in 17 Spielen sind eine richtige Hausnummer. Am Wochenende traf der 26-Jährige beim 4:0 in Guimares gleich dreimal, überhaupt gab es bisher nur drei Ligabegegnungen in denen er nicht traf. Nach Hulk kräht in der portugiesischen Hafenstadt kein Hahn mehr.

"On Ice"

Hannover legt bisher eine eher durchwachsene Bundesliga-Saison hin. Das liegt vor allem an der miserablen Bilanz in der Fremde. Zwei Siegen stehen acht Niederlagen gegenüber. Das bedeutet Platz 17 in der Auswärtstabelle. Das 0:2 in Bremen am Freitag bedeutete die fünfte Niederlage auf gegnerischen Plätzen in Folge. In diesen fünf Spielen kassierten die 96er nicht weniger als 16 Gegentreffer.

Mutu versucht sein Glück auf Korsika

Was macht eigentlich … Adrian Mutu?

Premiere im Saloon! Zum ersten Mal fragen wir uns bei einem Spieler bereits zum zweiten Mal, was er so eigentlich macht. Nachdem sich Adrian Mutu in der letzten Saison mit acht Toren in 28 Spielen für Cesena zwar passabel schlug, sein Klub aber den Abstieg in die Serie B antreten musste, verschlug es den Rumänen im Sommer ablösefrei zum AC Ajaccio in die französische Ligue 1. Dort belegen die Korsen nach 23 Runden den 13. Platz, die Abstiegszone ist sieben Punkte entfernt. Mutu selbst konnte in 18 Begegnungen sieben Treffer verbuchen. Am vergangenen Wochenende gelang dem Routinier sogar ein Doppelpack - und das gegen Olympique Lyon. Ajaccio gewann 3:1. Sein Vorhaben, mehr Tore als Zlatan Ibrahimovic zu schießen, wird Mutu allerdings nur schwer erfüllen können.

Fußnoten


Serientäter - Zlatan Ibrahimovic traf auch in seinem neunten Ligue-1-Auswärtsspiel in dieser Saison.

Zielsicher - Mario Balotelli feuerte bei seinem Debüt für Milan zwei Mal aufs Tor, beide Male fand der Ball seinen Weg ins Netz.

All-Time-Rekord - Der 2:1-Sieg über Southampton bedeutete für Manchester United das 61. Premier-League-Heimspiel in Folge, in dem die "Red Devils" zumindest ein Tor erzielten.

Auwärtsknipser - Das 1:1 im Halbfinal-Hinspiel der Copa del Rey war der 10. Clasico in Madrid en suite in dem der FC Barcelona scorte.

Rückrundenspezialist - 24 Punkte sammelte der FC Augsburg in seinen bisherigen 34 Hinrundenspielen in der Bundesliga. In 20 Rückrundenspielen holte der FCA hingegen 28 Punkte.

Rekordmann - FSV-Frankfurt-Coach Benno Möhlmann ist seit dem 0:2 gegen Ingolstadt mit 420 Spielen Rekordtrainer der 2. deutschen Bundesliga. Zudem war es sein insgesamt 1000. Spiel als Spieler oder Trainer in der ersten und zweiten Liga.

Langzeittrainer - Leighton Baines' Führungstreffer beim 2:1-Sieg über West Bromwich war der 400. Treffer, den Everton unter Coach David Moyes erzielte.

Kartenspiele - Im Spiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem VfB Stuttgart zeigte Schiedsrichter Wolfgang Stark in Halbzeit eins Gotoku Sakai die Gelbe Karte. Es war dies die 1000. Verwarnung, die Stark als Bundesliga-Referee verteilte.

 

Máté Esterházy/Christoph Kristandl

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