Hat jemand Messi gesehen?

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Schlagerspiele, soweit das Auge reicht

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Das Licht am Ende des Montags-Tunnels wird angeknipst!

Der LAOLA1 Saloon ist wieder da, um euch die wichtigsten Fakten zum internationalen Fußball näher zu bringen.

Was hat sich am Wochenende getan? Wer hat sich ganz besonders ausgezeichnet? Und welche Klubs haben diesmal aufgezeigt?

Der Saloon versüßt euch den Start in die Woche mit Kuriositäten, Zahlenspiele und den wichtigsten News: Diesmal dabei - Erkenntnisse von "El Clasico", Trikots von Mario Balotelli und ein aufgeschlitzter Engländer.
 

Von einem neuen Tor-Rekord durch Barca-Superstar Lionel Messi war die Rede. Davon, dass er diesen ausgerechnet im Clasico bei Real Madrid knackt. Wir bitten euch um Hilfe: Habt ihr "La Pulga" im Spiel aller Spiele gesehen? Wir haben 90 Minuten Ausschau gehalten, doch mit Ausnahme einer guten Chancen in Hälfte eins war vom vierfachen Weltfußballer wenig bis gar nichts zu sehen. Dass seine Teamkollegen ebenfalls blass blieben, dürfte für den Argentinier nur ein schwacher Trost sein. Real ließ sich auch von einem 0:1-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und setzte sich am Ende klar und hochverdient mit 3:1 gegen den Erzrivalen durch. Kurz und knapp - unsere fünf Clasico-Facts:

*) Der Barca-Defensive, bislang ohne Gegentreffer, wurden die Grenzen aufgezeigt. Reals schwacher Saisonstart ist längst vergessen, die "Königlichen" haben den Abstand auf einen Zähler verkürzt.

*) Gerard Pique konnte seiner Forderung nach mehr Einsatzzeiten keinen Nachdruck verleihen. Im Gegenteil: Der von ihm verschuldete Elfmeter, den Cristiano Ronaldo verwandelte, leitete die Wende ein.

*) Apropos CR7: Die Super-Serie des amtierenden Weltfußballers hielt. In allen acht La-Liga-Einsätzen verbuchte der 29-Jährige einen Treffer. Sein Konto stockte er auf beeindruckende 16 Tore auf.

*) Luka Modric hat dem Spiel der Madrilenen einmal mehr seinen Stempel aufgedrückt. Sämtliche seiner 41 Pässe brachte der Kroate an den Mitspieler. Damit bewies er einmal mehr, dass er der Taktgeber im Ensemble von Carlo Ancelotti ist.

*) Als wäre die erste La-Liga-Niederlage nicht schon schlimm genug, musste Luis Enrique auch noch einen Verletzten beklagen. Andres Iniesta musste mit einer Wadenverletzung ausgewechselt werden und fällt zumindest zwei Wochen aus. Ein gebrauchter Abend für die erfolgsverwöhnten Katalanen.

 Auch ein 0:0 kann ein echtes Spitzenspiel sein. Galdbach vs. Bayern, beide bleiben ungeschlagen. Die Borussia unterstrich in 90 Minuten, in denen sie die Münchner teilweise enorm forderte, ihren aktuellen Status als Jäger Nummer eins. Favres Truppe agiert aktuell in Top-Form und muss sich in dieser Verfassung vor niemandem fürchten. Der Rekordmeister kann mit dem Remis gut leben, der Vorsprung bleibt bei vier Punkten. Erzürnt zeigte sich Pep Guardiola nur vom Zeitspiel Granit Xhakas. Der Schweizer verletzte sich in den Schlussminuten, schleppte sich mangels verbleibender Wechselmöglichkeit aber mehrmals wieder aufs Feld, um dort erneut zu Boden zu sinken. Mit der Forderung nach einer verlängerten Nachspielzeit stieß Pep bei Bibi 'Beinhart' Steinhaus, die als vierte Offizielle im Einsatz war, jedoch auf taube Ohren, was selbst den sonst so höflichen Spanier seine Gentlemen-Manieren vergessen ließ.

 

 

  "Ich will nicht über das Foul an Ivanovic sprechen, ich will nicht über die Anzahl von Gelben Karten sprechen, ich will gar nicht sprechen, denn wenn ich zu viel spreche, wird das wieder gefährlich", sagte Jose Mourinho nach dem Schlager im Old Trafford. 93 heiße Minuten gegen Manchester United hatte Chelsea da hinter sich, in denen die Blues gerne einen Elfer bekommen hätten, Ivanovic in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot verloren und durch Van Persie Last Minute auch noch den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen mussten. Dafür, dass er nichts sagen wollte, sagte Mou dann aber doch ziemlich viel. Zum Beispiel, dass er mit dem Spiel seines Teams wahnsinnig zufrieden war. "Es war fantastisch, von Courtois bis vor zu Drogba [der die Führung erzielt hatte] waren alle brilliant", trauerte der Portugieses dem aus der Hand gegebenen Sieg gegen seinen ehemaligen Vorgesetzten Louis van Gaal gar nicht mehr nach.

 Wer von euch erinnert sich noch an Ewald Lienens aufgeschlitzten Oberschenkel? Wohl nur die wenigsten, denn die Schock-Bilder sind mehr als 33 Jahre her. Nicht unbedingt appetitlich erreichte uns jenes rechts abgebildete Foto, das den englischen Amateur-Fußballer Gary Fawcett abbildet und prompt Parellelen zu Lienen hervorrief. Der Garstang-FC-Akteur bekam bei einem Foul die Stollen seines Gegners ins Gesicht und wurde aufgeschlitzt. Mit 30 Stichen musste der 30-Jährige genäht werden. Kurios: Er bekam zunächst nichts davon mit. "Ich war voller Adrenalin und habe nichts gemerkt."

 

 Einmal England und zurück! Einen Monat und sechs sieglose Spiele nach seinem Abschied aus der Mur-Metropole Graz muss Darko Milanic bei Leeds United schon wieder seine Koffer packen. Das Engagement bei den "Peacocks" fällt unter die Kategorie Missverständnis. Konnte Klub-Boss Massimo Cellino im September noch keinen Grund für die Bestellung von Milanic darbringen, war er bei dessen Demission umso klarer: "Ich habe mit diesem Typen einen Fehler gemacht. Er ist negativ und hat ein Verlierer-Image." Sturms General Manager Gerhard Goldbrich hatte wohl schon so eine dunkle Vorahnung, als er seinem scheidenden Trainer Darko Milanic ein One-Way-Ticket von Leeds nach Graz schenkte.

 Beim FC Liverpool läuft's gerade nicht. Als Gesicht der Krise dient - wie soll es auch anders sein - Mario Balotelli. 20 Millionen Euro überwiesen die "Reds" vor Saisonbeginn an den AC Milan, gerechtfertigt hat er diese noch nicht. Sieben Spiele in der Premier League, doch noch immer wartet das "enfant terrible" auf einen Treffer. "Paddy Power" reicht es jetzt. Vor der Nullnummer gegen Hull City bot der Wettanbieter den Fans an, ihr Balotelli-Trikot gegen eines von Klublegende Robbie Fowler einzutauschen. Der eine oder andere ließ sich die Chance nicht entgehen.

Autsch! Das Stadt-Derby in Sofia zwischen den bulgarischen Traditionsklubs ZSKA und Levki begann für ZSKA-Trainer Stoycho Mladenov schmerzhaft. Bereits in der Anfangsphase des Spiels ging der Fußball-Lehrer K.o. Levski-Fans nutzten die winterlichen Verhältnisse und warfen Schneebälle nach dem 57-Jährigen. Einer davon traf voll ins Zentrum und Mladenov am Kopf. Laut eigenen Angaben war er kurzzeitig bewusstlos, rappelte sich aber nach Wiedererlangen des Bewusstseins auf und sah seine Truppe groß aufspielen. Am Ende stand ein 3:0 zu Buche. Unschön auch die Szenen nach dem dritten Gegentreffer, der die Gäste-Fans dazu verleitete, die Absperrungen zu durchbrechen. Glücklicherweise konnten die Randalierer von der Polizei gestoppt werden, dabei wurden zahlreiche Gegenstände - darunter ein Schwert und eine Machete - konfisziert.

Was macht eigentlich ...

Marco di Vaio?

Auch mit 38 Jahren hat der Italiener nichts von seiner Torgefahr eingebüßt. Di Vaio, der als elfte Karriere-Station (u.a. Lazio, Parma, Juventus, Valencia) den MLS-Klub Montreal Impact wählte, traf beim 1:1 seines Klubs gegen Washington DC zur Führung der Kanadier. Geholfen hat es der Truppe von Frank Klopas nicht wirklich, Montreal bleibt abgeschlagen Tabellen-Letzter und wird die Playoffs verpassen. An di Vaio lag es nicht, der ist mit neun Toren Topscorer seines Teams. Aktuell befindet er sich auf Abschiedstournee, denn am Saisonende will der 14-fache Internationale (zwei Treffer) die Schuhe endgültig an den Nagel hängen.

On Fire

Die meisten dürften sich ein Grinsen aus dem Gesicht gewischt haben, als sie davon hörten, dass West Ham United in dieser Saison in die Europacup-Plätze vorstoßen will. Nach neun Runden sind die Londoner aber genaut dort zu finden. Nach dem überraschenden 2:1-Sieg über Manchester City liegen die Hammers auf Platz vier, nur einen Punkt hinter dem Meister. Großen Anteil an der aktuellen Form der Truppe von Sam Allardyce hat Diafra Sakho. Der Neuzugang schlug so richtig ein, immerhin hat er so etwas wie die eingebaute Torgarantie: In den letzten sechs Spielen traf er immer je einmal. Bei sieben Saison-Einsätzen kommt er auf ebenso viele Scorerpunkte.

 

On Ice

"Wir müssen jetzt weitermachen", sagte Jürgen Klopp nach der 0:1-Heimniederlage gegen Hannover 96. "Wir müssen kühlen Kopf bewahren", erklärte Marco Reus. Es sind 0815-Floskeln, die sie in Dortmund seit Wochen zum Besten geben. Vom Besten sind sie in der Bundesliga allerdings Lichtjahre entfernt. Vier Niederlagen in Folge - das gab es zuletzt unter Bernd Krauss vor mehr als 14 Jahren, mit sechs Niederlagen hat man häufiger verloren als Schlusslicht Werder! Tabellenplatz 15 ist mindestens 13 Ränge von den eigenen Ansprüchen entfernt. Bei den Schwarz-Gelben läuft einiges schief, allerdings weiß niemand, woran es liegt. Jürgen Klopp sollte sich schleunigst einen Geniestreich einfallen lassen, denn die kommenden Wochen lassen nichts Gutes erahnen. Erst geht es nach München, ehe der Namensvetter aus Gladbach seine Zelte im Ruhrpott aufschlägt.

Rätsel

Im letzten Saloon wollten wir von euch wissen, wie Mario Balotellis Haus-Schweinchen heißt. 
Die richtige Antwort: Super

Unser Gewinner: Bernhard aus Linz


Diesmal gilt es, den jungen Mann auf dem nebenstehenden Bild zu erkennen. Das Foto stammt von einem seiner Spielerpässe.

Eure Antworten mit Name und Post-Adresse bitte an saloon@laola1.at. Zu gewinnen gibt es eine Kiste feinstes Stiegl Bier.



Bild der Woche 

 "Kein Kampf, kein Biss, keine Leidenschaft.So vergrault ihr noch den letzten Fan." Die 1860-Anhänger haben die Schnauze voll! (Foto: Twitter/BILD_1860)

Fußnoten

Dauerbrenner - Thomas Schaaf bestritt gegen Stuttgart sein 750. Bundesligasspiel (262 als Spieler, 488 als Trainer)

Torlos - Erstmals in dieser Saison gelang der Roma kein Treffer. Die AS kam bei Sampdoria Genua nicht über ein torloses Remis hinaus.

Rekordjagd - Roman Weidenfeller hat gegen Hannover sein 322. Bundesliga-Spiel für den BVB gemacht und damit mit dem Brasilianer Dede gleichgezogen. Jetzt liegt nur noch Sportdirektor Michael Zorc vor ihm. Dessen 463 Partien dürften allerdings außer Reichweite sein.

Charakterstärke - Viele Teams straucheln nach Europacupspielen in der heimischen Liga - nicht aber PSG. Die Franzosen haben Bordeaux mit 3:0 bezwungen und auch das 21. Spiele in Folge direkt nach einem internationalen Bewerbsspiel nicht verloren.

Spezialist - Wenn einer Standardsituationen beherrscht, dann Hakan Calhanoglu. Der Leverkusener hält bewerbsübergreifend bei vier Saisontreffern - drei per Freistoß, einen steuerte er per Elfmeter bei.

Harmlos - Torflaute bei der Raute! Drei Treffer in neun Spielen bedeuten einen Allzeit-Negativrekord für den HSV.

Jubiläum - Alexis Sanchez hat sich mit seinem Doppelpack beim 2:0-Sieg des FC Arsenal bei Sunderland in die Geschichtsbücher geschossen. Sein zweiter Treffer war der 1.500ste in der Premier-League-Historie der "Gunners".

Vergleich - Nach neun Spielen hat ManUnited unter Louis van Gaal einen Punkt weniger am Konto (13), als zum selben Zeitpunkt vor einem Jahr unter David Moyes (14).

 

Christoph Kristandl/Christoph Nister

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