Saloon: Mourinho, der Präsident von Celta Vigo

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Das Licht am Ende des Montags-Tunnels wird angeknipst!

Der LAOLA1 Saloon ist wieder da, um euch die wichtigsten Fakten zum internationalen Fußball näher zu bringen.

Was hat sich am Wochenende getan? Wer hat sich ganz besonders ausgezeichnet? Und welche Klubs haben diesmal aufgezeigt?

Der Saloon versüßt euch den Start in die Woche mit Kuriositäten, Zahlenspiele und den wichtigsten News: Diesmal mit Herrn Mourinho, dem Celta-Vigo-Präsidenten, den Wahnsinns-Toren in der Serie A und dem echten Ronaldo.
 

Es war nicht das Wochenende von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo. Zumindest, wenn man die Ansprüche der beiden Superstars berücksichtigt. Messi und Co. taten sich gegen Valencia lange schwer, ehe Busquets in der letzten Minute das Tor zum 1:0-Sieg erzielte. Beim Jubel traf "La Pulga" eine Wasserflasche am Kopf und so fasste Messi ein Cut auf der Stirn aus. Beim Abgang in die Kabine streckte dieser daraufhin den Valencia-Fans ironisch den Daumen entgegen.

Ronaldos Auftritt war weniger schmerzvoll, doch auf eine gewisse Weise ebenfalls enttäuschend. Ausnahmsweise blieb der Superstar einmal ohne (!) Treffer. Beim 2:1 gegen Malaga fungierte er "nur" zwei Mal als Assistgeber. Damit blieb er erstmals seit elf Spielen ohne Tor. Für die "Königlichen" war es der 16. Sieg in Folge - neuer Vereinsrekord!

Damit überbot das Ancelotti-Team die bisherige Rekordmarke von 15 Spielen, die 1961 mit Langzeittrainer Miguel Munoz sowie 2012 unter Jose Mourinho aufgestellt wurde. Sergio Ramos geht der andauernde Rummel um den Portugiesen mittlerweile anscheinend auf die Nerven. Auf die Frage, was er denn davon halte, dass der Mourinho-Rekord nun Geschichte ist, antwortete der Real-Verteidiger: "Das ist nicht der richtige Moment, um über den Celta-Vigo-Präsidenten zu sprechen." Gekonnt ausgewichen, denn Vigos Vereinsboss heißt tatsächlich Carlos Mourino.

Leider gibt es diesmal auch Trauriges aus La Liga zu berichten. Bei den Ausschreitungen vor dem Spiel von La Coruna bei Atletico Madrid ist ein Deportivo-Fan gestorben. Er wurde in den Fluss Manzanares geworfen und erlag seinen Verletzungen. Während die Ärzte im Spital um sein Leben kämpften, ging gleichzeitig das Spiel (2:0 für Atletico) über die Bühne. Dabei sollte die Partie eigentlich abgesagt werden. Sowohl die Klubs als auch die Liga waren sich angesichts der tragischen Ereignisse darüber einig. Weil die Verantwortlichen jedoch keinen der zwei zuständigen Funktionäre beim spanischen Verband erreichten, musste das Spiel ausgetragen werden. Wie kann so etwas nur passieren?

 

 David Alaba hat sich als einer der besten Linksverteidiger der Welt einen Namen gemacht. Richtig? - Falsch! Der hierzulande oftmals schon übertriebene Hype um Österreichs Mega-Star scheint den Weg nach England noch nicht gefunden zu haben. Vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel bei Manchester City postet Mario Götze ein Foto mit Manuel Neuer, Franck Ribery und Alaba als Aufmunterungs-Geste für seinen verletzten Bayern-Kollegen. Die "Daily Mail" baute das Bild in einen ihrer Berichte ein, wies darauf allerdings statt Alaba den Spanier Jordi Alba aus. Autsch! Das CL-Finale vor zwei Jahren in London dürfte dem Blatt wohl entfallen sein.

/?proxy=redaktion/archiv/images/RTE_Bilder/Fussball/2003550_50x25-flag-ITA.jpgEin Sprint vom eigenem Strafraum über das ganze Feld bis in den gegnerischen Sechzehner, draufgehämmert und von der Innenstange ins Netz. Was Torinos Bruno Peres beim 1:2 gegen Juventus zusammengebracht hat, das macht ihm so schnell keiner nach. Eine unglaubliche Energieleistung. Der Brasilianer war aber nicht der einzige treffsichere Außenverteidiger an diesem Wochenende. Auch Romas Jose Holebas bewies, dass die defensiven Flügelspieler wahnsinnige Tore schießen können. Der Grieche ließ beim 4:2-Erfolg gegen Inter zwei Verteidiger stehen, um das Leder anschließend ins Kreuzeck zu ballern.

Wer hätte sich das vor zwei Jahren gedacht? Damals kämpften Peter Stöger und Roger Schmidt in Österreich um den Meistertitel. Jetzt stehen sie sich in der deutschen Bundesliga gegenüber. Wie schon mit der Austria blieb Stöger gegen Schmidt auch diesmal ohne Sieg. Der Leverkusen-Coach ließ sich nach dem 5:1 im Rhein-Derby sogar zu einem Seitenhieb auf seinen Kollegen hinreißen. "So könnte ich nicht Fußball spielen, wie Köln heute gespielt hat. Dann wäre ich kein Trainer", meinte der Ex-RBS-Coach in Anlehnung an Kölns defensive Spielweise. Stögers Antwort im "Doppelpass": "Respekt gibt's halt nicht am Transfermarkt zu kaufen." Mittlerweile ruderte Schmidt aber zurück: "Wenn dies so aufgefasst wird, dass es gegen den Kollegen ging, tut mir das leid."

Auf dem Weg zur Schale 1997/98

Was macht eigentlich ...

Olaf Marschall?

Olaf Marschall ist wohl der Name, der Fußball-Fans in den Sinn kommt, wenn sie an den sensationellen Meisterschaftsgewinn des damaligen Aufsteigers Kaiserslautern 1997/98 denken. Damals erzielte der Angreifer in 24 Spielen 21 Tore und verfehlte die Torjägerkanone nur um einen Treffer. Zuvor sorgte der im ostdeutschen Torgau geborene Marschall schon unter anderem in Österreich für Furore. Zwischen 1990 und 1993 markierte der Lockenkopf 40 Tore in 99 Spielen für die Admira. Nach seiner aktiven Zeit widmete sich der heute 48-Jährige seiner Trainerkarriere bei den Lauterer Amateuren und anderen niederklassigen Klubs. Ab 2015 wird Marschall eine neue Herausforderung annehmen: Er wird Chefscout beim FSV Frankfurt und soll sich laut dem Zweitligisten "schwerpunktmäßig der Spiel- und Spielerbeobachtung im In- und Ausland sowie der Spieltags- und Gegneranalyse widmen."

On Fire

Samir Handanovic ist unbezwingbar. Zumindest vom Elfmeterpunkt. Zwar musste Sloweniens Fußballer der Jahre 2009, 2011 und 2012 am Wochenende bei Inter Mailands 2:4 gegen die Roma - viertes Spiel en suite ohne Sieg - gleich mehrmals das Leder aus dem Netz fischen, in der Europa League baute der Keeper allerdings eine persönliche Erfolgsserie aus: Der gehaltene Strafstoß beim 2:1 gegen Dnipro Dnipropetrovsk war bereits der sechste Elfer in Folge, der gegen Handanovic nicht verwandelt wurde.

On Ice

Die Fuchsjagd hat in England ja Tradition, Leicester City würde sich im Moment aber doch sehr über eine Schonzeit freuen. Nur zwei Punkte konnten die "Foxes" in den lezten acht Spielen holen, der letzte Sieg gelang dem Aufsteiger am 21. September - richtig, beim furiosen 5:3 gegen Manchester United. Seither bringt die Truppe um Esteban Cambiasso nicht mehr viel auf die Reihe. Zwar brachte der Oldie sein Team im Kellerkracher bei den Queens Park Rangers schon nach vier Minuten in Front, am Ende setzte es aber auch gegen den direkten Konkurrenten eine 2:3-Niederlage, die Leicester an das Tabellenende spülte. In der - nomen est omen - englischen Woche kommt bereits am Dienstag Liverpool in das King Power Stadium.

Rätsel

Im letzten Saloon wollten wir von euch wissen, welche Fehler Reinhold Lopatka in seinem Tweet versteckt hat. Rubin Okotie heißt nicht Ruben, Veli Kavlak schreibt sich nicht Kaflak und beim damaligen Turnier handelte es sich um die U20-WM, nicht die U19-WM.

Wir gratulieren unserem Gewinner: Philipp aus Wien.

Diesmal lautet die Frage: Unter welchem Trainer hatte Borussia Dortmund letztmals die alleinige Rote Laterne in der deutschen Bundesliga inne?

Eure Antworten mit Name und Post-Adresse bitte an saloon@laola1.at. Zu gewinnen gibt es eine Kiste feinstes Stiegl Bier.

Bild der Woche 

 
Hoher Besuch im Parc de Princes - Der echte Ronaldo stattete PSG beim 1:0-Sieg über Nizza einen Besuch ab und freute sich über die Gesellschaft des "ehemaligen und zukünftigen" französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy

Fußnoten

Tormaschine - Karim Benzema erzielte beim 2:0 gegen Malaga im sechsten Liga-Spiel in Folge zumindest ein Tor.

Torschmaschine II - Beim 4:1 gegen Mainz erzielte Klaas-Jan Huntelaar sein 100. und 101. Tor für Schalke 04 (156 Spiele).

Rotsünder - Freiburg-Verteidiger Stefan Mitrovic ist erst 24 Jahre jung, hat aber schon in vier verschiedenen Top-Ligen Rot gesehen - bei Kortrijk (Belgien), Benfica (Portugal), Valladolid (Spanien) und am Freitag in der deutschen Bundesliga gegen Stuttgart.

Angststadion - Noch nie konnte Hannover ein Spiel auswärts bei Hoffenheim gewinnen. In sieben Versuchen setzte es fünf Niederlagen und zwei Unentschieden.

Schlusslicht -  Zum ersten Mal seit 29 Jahren steht Dortmund auf dem letzten Platz der Bundesliga (ausgenommen die erste und zweite Runde). Mehr zum Thema HIER.

Schlüsselspieler - Aston Villa hat in den 13 Spielen dieser Saison erst sieben Tore geschossen. An fünf davon war Andi Weimann direkt beteiligt. Drei Treffer hat er selbst gemacht, dazu kommen zwei Assists.

Comeback - Erstmals seit 259 Tagen durfte sich Mario Gomez wieder über ein Tor freuen. Der Deutsche traf beim 4:0 der Fiorentina gegen Cagliari.

Köpfchen - Kein anderes Team hat in den europäischen Ligen mehr Tore per Kopf erzielt als Atletico Madrid. Der Treffer von Niguez beim 2:0 gegen La Coruna war bereits das 15. Kopfballtor der Madrilenen.

  

Máté Esterházy/Jakob Faber/Christoph Kristandl

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