Dynamo empfängt Shakhtar Donetsk zum Spitzenspiel

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Mehr Spitzenspiel geht in der ukrainischen Premjer Liha nicht. Am Freitag kommt es zum Auftakt der 11. Runde zum Schlager zwischen Dynamo Kiew und Shakhtar Donetsk.

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Seit 1993 sicherte sich immer eines dieser beiden Teams die Meisterschaft, einzig in der Premierensaison der Liga war Tavriya Simferopol erfolgreich. Im Vorjahr brach Dynamo eine Serie von fünf aufeinanderfolgenden Titeln Shakhtars. Insgesamt halten die Hauptstädter bei 14 ukrainischen Meistertiteln, Shakhtar bei neun. Und auch in dieser Spielzeit liegen die beiden Rivalen an der Spitze der Tabelle.

Titelverteidiger Dynamo gab nur beim 0:0 gegen Zorya Punkte ab und hält mit 28 Punkten an Position eins. Shakhtar zeigte sich in der Frühphase der Saison noch nicht in Top-Form, musste sich bei Vorskla mit einem Remis begnügen und verlor eine Woche später zuhause gegen Europa-League-Finalist Dnipro 0:2. Seither gelangen der Truppe von Coach Mircea Lucescu aber fünf Siege en suite, vier davon ohne Gegentor.

Duell um die Tabellenführung

Bei drei Punkten Rückstand und einem um drei Treffer schlechteren Torverhältnis könnten die Gäste mit einem Sieg an die Tabellenspitze springen, Dynamos Defensive um Aleksandar Dragovic ließ in den bisherigen zehn Spielen allerdings erst zwei Gegentore zu.

"Auf uns warten in den kommenden Tagen zwei extrem wichtige Heimspiele gegen sehr attraktive Gegner. Im Derby gegen Donetsk geht es um die Tabellenführung und wie immer um jede Menge Prestige", meint der ÖFB-Teamspieler. Der Termin für das Duell der beiden Titelkandidaten fällt zwischen Länderspielpause und Champions-League-Auftritten zwar suboptimal aus, dennoch ist die Marschrichtung klar.

"Wir wollen unbedingt gewinnen, auch weil am kommenden Dienstag Chelsea im Kiewer Olympiastadion gastiert und wir mit Selbstvertrauen und Zuversicht an die Sache herangehen wollen", erklärt Dragovic, der sich auch gegen die kriselnden Londoner etwas ausrechnet: "Chelsea hat in dieser Saison noch nicht wirklich geglänzt, das macht sie umso gefährlicher. Sie sind sicherlich zu favorisieren, aber Kiew ist bekannt heimstark, die Vorfreude auf beide Spiele ist auf jeden Fall riesig."

Teixeira im Fokus

Auch auf der Gegenseite fiebert man dem Spitzenspiel entgegen. "Es ist unser ukrainisches Derby! Spiele gegen Dynamo sind immer sehr interessant und schwierig, aber wir werden alles dafür tun, am Freitag drei Punkte zu holen", versichert Oleksandr Gladky. Sein Teamkollege Marlos weiß: "Jeder will gewinnen, aber für uns ist es wichtiger. Auf dem Platz wird es eine Schlacht werden." Seine Konzentration gilt voll und ganz dem Spiel in Kiew, auch wenn er die CL-Partie in Malmö ebenfalls als wichtiges Spiel einstuft. 

Gewarnt ist der Brasilianer vor allem vor einem seiner Landsmänner. "Bei Dynamo sind alle Spieler physisch stark, das werden sie gegen uns einsetzen. Wenn man aber jemanden aus Sergei Rebrovs Team herausheben will, würde ich Junior Moares nennen - er ist ein sehr intelligenter Spieler der immer für eine Überraschung gut ist", glaubt Marlos.

Während sich bei Kiew die Offensivreihe Gusev-Moares-Yarmolenko die Tore bislang aber recht brüderlich aufteilten (3-3-4), sticht bei Shakthar Alex Teixeira deutlich hervor. Mit bereits 14 Volltreffern spielte er sich weiter ins Rampenlicht und dürfte der nächste Abgang zu einem europäischen Großklub werden. Den Abstecher zum EM-Quali-Spiel zwischen der Ukraine und Spanien soll Jose Mourinho auch genutzt haben, um sich den Brasilianer genauer anzusehen, auch wenn Lucescu dementiert.

"Über dieses Thema haben wir nicht gesprochen", sagt der Rumäne über seine Konversation mit dem Chelsea-Coach.

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