Dragovic schlägt ein neues Kapitel auf

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Für Aleksandar Dragovic hat am Freitag ein neues Kapitel seiner Karriere begonnen.

Der ÖFB-Internationale absolvierte zunächst die obligatorischen medizinischen Tests und lernte danach das Trainingszentrum seines neuen Klubs Dynamo Kiew kennen, der für den Wiener neun Millionen Euro Ablöse an den FC Basel bezahlte.

Wechsel zu Inter schien fix

Dass Dragovic dadurch zum teuersten Fußballer Österreichs avancierte, lässt den 22-Jährigen relativ kalt. "Für mich ist das keine besondere Ehre, wir haben viele großartige Fußballer in Österreich", betonte der Ex-Austrianer gegenüber der APA.

Vor einigen Tagen hatte Dragovic ein Angebot der Ukrainer noch ausgeschlagen. "Aber dann haben sie sich in dieser Woche wieder gemeldet und sich extrem um mich bemüht. Deswegen habe ich mich für Dynamo entschieden."

Dabei schien vor wenigen Wochen ein Wechsel zu Inter Mailand unmittelbar vor dem Abschluss zu stehen. "Eigentlich war mit Inter alles besprochen, aber es ist nie etwas Schriftliches gekommen. Deswegen habe ich mich in der Vorbereitung voll auf den FC Basel konzentriert", sagte Dragovic und gab zu: "Einfach war die Situation mit Inter nicht für mich."

"Kiew ist der beste Ost-Klub"

Nachdem seine Zukunft nun geklärt ist, sprüht der 21-fache Teamspieler vor Tatendrang. "Letztes Jahr ist Dynamo Kiew unter den Ansprüchen geblieben (Anm.: Liga-Dritter hinter Shakhtar Donetsk und Metalist Kharkiv), aber dieses Jahr wollen wir Meister werden und auch international (Anm.: in der Europa League) erfolgreich sein."

Die Kritik, er habe sich gegen die sportliche Herausforderung und für das Geld entschieden, prallt an Dragovic ab.

"Jeder hat eben seine eigene Meinung. Dynamo Kiew ist von den Titeln her der beste osteuropäische Klub und hat in diesem Sommer 40 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Sportlich gesehen ist der Transfer für mich top. Ich habe den nächsten Schritt gemacht und freue mich auf die neue Aufgabe."

Erst Ukraine, dann Premier League

Trotz eines Fünfjahresvertrags bei Dynamo hat Dragovic auch den übernächsten Schritt in seinem Karriereplan noch nicht aus dem Auge verloren - ein Engagement in der englischen Premier League.

"Ich will mich bei Dynamo Kiew weiterentwickeln, dann schauen wir weiter", meinte der frühere Austrianer und wies daraufhin, dass sein Vorbild Nemanja Vidic über einen Ost-Klub - Spartak Moskau - den Sprung zu Manchester United schaffte.

Mit großen Anpassungsschwierigkeiten bei seinem neuen Verein rechnet der gebürtige Wiener mit serbischen Wurzeln nicht, schließlich fällt bei den Kroaten Niko Kranjcar, Domagoj Vida und Ognjen Vukojevic die Sprachbarriere weg. Außerdem machte Dragovic bereits im vergangenen Winter in einem Testspiel im Trainingslager in Spanien Bekanntschaft mit Dynamo Kiew.

Debüt gegen Doentsk?

Der ukrainische Spitzenverein empfängt am Sonntag Sewastopol - allerdings ohne Dragovic, der noch einmal in die Schweiz zurückreist, um organisatorische Dinge zu erledigen.

Sein Debüt könnte der Wiener am nächsten Wochenende im großen Schlager auswärts gegen Schachtar Donetsk geben.

Davor will sich Dragovic noch von seinen Wegbegleitern beim FC Basel verabschieden. "Ich danke Gott jeden Tag dafür, dass ich zu diesem Top-Verein gegangen bin. Es ist in Basel noch viel besser gelaufen, als ich es mir erträumt habe", sagte der Abwehrspieler.

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