Janko hofft auf neue Chance bei Trabzonspor

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Marc Janko hofft auf eine Teilnahme am Fußball-Länderspiel Mitte August in Salzburg gegen Griechenland.

Der Stürmer arbeitet nach einem Muskelbündelriss im Oberschenkel seit einer Woche im Einzeltraining in der Türkei an seinem Comeback.

Janko hatte sich die Verletzung in der WM-Qualifikation Anfang Juni gegen Schweden zugezogen.

Einen Abgang von Trabzonspor noch in der bis Ende August laufenden Transferperiode hält der 30-Jährige für möglich.

Vertrag bis 2015 bei Trabzon

"Wenn ich hier eine faire Chance bekomme, möchte ich nicht weg. Wenn ich nicht mehr willkommen bin, gibt es aber sicher Möglichkeiten", erklärte Janko.

Derzeit habe er kein konkretes Angebot eines anderen Clubs auf dem Tisch.

"Es sind auch die Konditionen unklar, zu denen ich den Verein verlassen könnte", sagte der ÖFB-Teamspieler.

Sein Vertrag beim türkischen Europa-League-Teilnehmer läuft noch bis Sommer 2015.

Wenig Vertrauen in Vereinsführung

Janko hat in den Planungen von Trabzonspor zuletzt keine Rolle mehr gespielt.

Vom neuen Trainer Mustafa Resit Akcay, der nach Saisonende den Ex-Admiraner Tolunay Kafkas abgelöst hatte, verspricht sich der Niederösterreicher zumindest eine faire Behandlung.

"Nach meiner Vorgeschichte strotze ich aber nicht gerade vor Vertrauen in die Vereinsführung", erinnerte Janko.

Der Goalgetter war im Vorsommer vom FC Porto in die Türkei gewechselt, seit Februar stand er nicht einmal mehr im Kader.

"Man kann vernünftig reden"

Akcay habe in einem ersten Gespräch einen "sehr vernünftigen Eindruck" gemacht, versicherte Janko.

"Man kann vernünftig reden, das war hier nicht immer der Fall", meinte der 34-fache Internationale (15 Tore). Wenn er fit wird, dürfe er auch wieder mit der Mannschaft trainieren.

Auf der Genesung liege daher derzeit sein voller Fokus. "Kein Verein auf der Welt will einen verletzten Spieler", betonte Janko.

Hoffen auf Länderspiel

Intervallläufe hat er bereits absolviert, Sprints noch nicht, um einer Überlastung der Muskelsehne vorzubeugen.

"Ich hoffe, das Nationalteam geht sich aus", erklärte Janko. "Vom Heilungsverlauf her ist es realistisch. Es wäre schade, wenn ich das Spiel verpasse. Es wäre aber auch kein Beinbruch, weil es kein Bewerbsspiel ist."

Die laufende WM-Qualifikation, in der Janko gegen Schweden sein drittes Tor erzielt hat, geht im September mit dem Doppel in Deutschland (6. September) und gegen Irland (10. September) weiter.

Kein "Rückschritt" von Dragovic

Ein ÖFB-Teamkollege hat bereits einen neuen Club gefunden.

Innenverteidiger Aleksandar Dragovic wechselte vergangene Woche für kolportierte neun Millionen Euro vom FC Basel zu Dynamo Kiew und löste damit Janko (2010 um 6,5 Mio. Euro von Red Bull Salzburg zu Twente Enschede) als teuersten österreichischen Spieler der Geschichte ab.

"Das ist kein Rückschritt für ihn, sondern ein kleiner Schritt nach vorne", meinte Janko, dem einst selbst ein lukratives Angebot aus dem Osten, vom russischen Millioneclub Anschi Machatschkala, vorgelegen haben soll.

Laut dem Angreifer könne man auch aus der ukrainischen Liga den Sprung zu einem internationalen Topclub, etwa nach England oder Italien, schaffen.

"Er hat noch alles vor sich, ich dagegen bin schon im letzten Drittel meiner Karriere", sagte Janko. "Ein Wechsel birgt immer auch Risiken." Das weiß der 1,96-Meter-Mann nur zu gut.

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