Zwei Tore und blöder Ausschluss

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Dragovic-Ausschluss nach blödem Missverständnis

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Typisch Dragovic, dachten sich wohl viele wieder.

Da schießt der Innenverteidiger Basel gegen Servette Genf mit zwei Toren zum Sieg und dann sieht er für eine provokante Geste beim Torjubel Gelb-Rot.

Das passte ins Bild der Skandalnudel, das Dragovic in der Schweiz verpasst bekommen hat. Beispielsweise aufgrund der sogenannten „Watschn-Affäre“, als der Ex-Austrianer nach dem Cup-Sieg dem Schweizer Sportminister Ueli Maurer im Scherz mehrmals auf den Kopf klatschte.

Dabei wurde Dragovic dieses Mal wirklich Opfer eines sehr unglücklichen Missverständnisses.

Die „Stinke-Faust“

Aber von vorne: Zunächst besorgte Dragovic (29.) nach Valentin-Stocker-Pass die Führung. Nach dem Ausgleich durch Goran Karanovic (45.) war es abermals der ÖFB-Teamspieler, der nach Ecke von Alex Frei für Basel einköpfte (63.).

Nach dem Treffer wurde es hektisch. Euphorisiert lief Dragovic in Richtung der Servette-Fans und streckte ihnen die „Stinke-Faust“ entgegen – eine obszöne Geste, die einst auch schon Mark van Bommel im Dienste Bayern Münchens zum Verhängnis wurde.

Der Schiedsrichter interpretierte die Armbewegung als Provokation und zeigte Dragovic folgerichtig Gelb-Rot (64.). Fuchsteufelswild protestierte der Wiener gegen den Ausschluss. Doch alle Reklamationen halfen nichts, er musste vom Platz.

Basel brachte den 2:1-Sieg auch ohne ihn über die Zeit. Nicht zuletzt, weil auch Genf nach einem Ausschluss gegen Omar Kossoko (61.) einen Mann weniger auf dem Feld hatte.

Geste war an Co-Trainer gerichtet

Nach der Partie war die Aktion von Dragovic natürlich das bestimmende Gesprächsthema. Wie sich herausstellte, richtete sich die „Stinke-Faust“ gar nicht gegen die Fans, sondern den Basler Co-Trainer.

„Seit Monaten lief eine Wette zwischen Assistenztrainer Rainer Hoffmann und Dragovic, dass Hoffmann eine Ehrenrunde im Stadion läuft, wenn dieser ein Kopftor erzielt“, klärte FCB-Präsident Bernhard Heusler auf.

Leider befand sich der Co-Trainer auf jener Ehrenrunde ausgerechnet vor der Genfer Fankurve, als ihn Dragovic mit besagter Geste verhöhnte.

„Sehr unglücklich“, brachte es Trainer Murat Yakin auf den Punkt.

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