Jakob Jantscher ist wieder zu haben

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Jakob Jantscher und NEC Nijmegen gehen getrennte Wege.

Das bestätigt der 25-Jährige im Gespräch mit LAOLA1: "Ja, ich habe meine Zelte in Nijmegen bereits abgebrochen."

Der Steirer wechselte vergangenen Sommer von Salzburg in den Osten der Niederlande und hatte einen Vertrag über die Saison hinaus unterzeichnet.

Vertrag nur für Eredivisie

"Dieser gilt aber nicht für die zweite Liga, deswegen ist der Vertrag gekündigt und ich bin ablösefrei", erklärt der 16-fache Teamspieler.

Nijmegen muss den Weg in die 2. Liga antreten. In der Eredivisie belegte der Verein aus der Provinz Gelderland den vorletzten Platz, der die Relegation bedeutete. In dieser hatte der Klub keine Chance.

Nijmegen unterlag Sparta Rotterdam, das sich im komisch anmutenden Playoff-System wegen des Gewinns eines Meisterschafts-Viertels als 16. (!) der zweithöchsten Klasse für die Relegation qualifizierte, klar 1:4.

"Bei so einem Gesamtergebnis gegen einen Zweitligisten ist der Klassenerhalt auch nicht verdient, da fehlt einfach die Qualität. Es war zudem eine chaotische Saison für den Klub, es wurden zu viele Fehler auf und abseits des Platzes gemacht", analysiert Jantscher.

Zwei konkrete Angebote

Erstmals machte der Offensivspieler damit die Erfahrung Abstieg, nichtsdestoweniger möchte der Grazer die Zeit nicht missen.

"Es ist sicherlich kein verlorenes Jahr. In den vergangenen Jahren spielte ich meistens in der Tabelle ganz oben mit, jetzt war es anders und da kannst du dich auch weiterentwickeln. Es geht ja mental ganz anders zu. Trotz Abstiegs habe ich einfach sehr viel mitgenommen aus dieser Saison."

Der österreichische Double-Sieger von 2012, der vor seinem Urlaub nächste Woche die letzten Mai-Tage in Graz verbringt, ist indes gefragt.

"Es gibt zwei konkrete Möglichkeiten, die für mich sehr interessant sind. Ich sehe es auch sehr positiv, dass es die jetzt schon gibt. Ich werde mir das nun genauer anschauen und dann werden wir entscheiden, ob da schon das Richtige dabei ist oder wir noch zuwarten."

Jantscher will wieder in den Fokus

Aktuell scheint ein Verbleib in Holland unwahrscheinlich, zumal beide Angebote nicht aus den Niederlanden kommen, außerdem will Jantscher auch wieder präsenter für das Nationalteam werden.

"Es wäre wichtig, wieder in eine Liga zu kommen, wo ich mehr im Fokus stehe und die Leute mich mehr beobachten können. In Russland (Jantscher war 2012/13 an Dynamo Moskau verliehen, Anm.) und Holland kriegen sie das weniger mit. Auch hinsichtlich Nationalteam."

Klingt nach Deutschland, wo Jantscher vor vier Jahren als Sturm-Kicker mit Mönchengladbach schon in Verbindung gebracht wurde.

Aus welcher Liga die Angebote kommen, sagt der ÖFB-Legionär nicht, er hält nur fest, dass die beiden Vereine aus einer jeweils anderen Liga kommen. Eine Rückkehr nach Österreich schließt er indes aus.

 

Bernhard Kastler

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