Ex-Austria-Torhüter Didulica beendet Karriere

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Der ehemalige Austria-Torhüter Joey Didulica hat mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet.

Der australisch-kroatische Doppelstaatsbürger spielte zuletzt bei AZ Alkmaar in der niederländischen Eredivisie.

Wie der Klub am Dienstag bekanntgab, entschied sich der ab Freitag 34-Jährige nach zwei schweren Verletzungen, nun einen Schlussstrich zu ziehen. Alkmaar ist in der Gruppenphase der Europa League Gegner der Austria.

Brutalo-Foul an Lawaree

Didulica stand von 2003 bis 2006 bei der Austria unter Vertrag und holte mit den Violetten den Meistertitel 2006. Für die größten Schlagzeilen sorgte der Fan-Liebling aber am 26. Mai 2005 mit seinem brutalen Kung-Fu-Tritt im Derby gegen Axel Lawaree.

Erst zwei Jahre nach dem Zwischenfall wurde Didulica vom Vorwurf der vorsätzlichen schweren Körperverletzung freigesprochen. Mit Lawaree einigte sich der Goalie außergerichtlich und zahlte 18.000 Euro an die Kinder-Dialyse-Station im AKH.

Zwei schwere Kopfverletzungen

Bei Alkmaar konnte Didulica nie richtig Fuß fassen. Vor allem, weil er selbst zwei schwere Verletzungen erlitt.

Im Oktober 2006 traf ihn im Heimspiel gegen PSV Eindhoven ein scharfer Schuss von PSV-Stürmer Jason Culina am Kinn, sein Comeback ließ über 500 Tage auf sich warten.

 Am 26. April 2009 folgte der nächste Rückschlag für den ehemaligen kroatischen Teamtorhüter.

Im Spiel gegen Ajax Amsterdam traf ihn Ajax-Stürmer Luis Suarez bei einem Elfmeter-Nachschuss mit dem Fuß mit voller Wucht am Kopf. Didulica wurde zehn Minuten lang auf dem Spielfeld verarztet und dann ins Spital eingeliefert.

"Eine schwierige Entscheidung"

Didulica musste aufgrund von Kopf- und Nackenverletzungen um seine Karriere fürchten, kämpfte sich aber noch einmal an die Mannschaft heran. Nun zog er nach nur 29 Liga-Spielen bei Alkmaar aber den Schlussstrich. Zu groß sei die Gefahr einer neuerlichen Kopfverletzung.

"Es ist eine schwierige Entscheidung, aber ich freue mich nun auf das nächste Kapitel meiner Karriere", meinte der Torhüter. "Ich will kein Risiko eingehen, dass ich wieder das durchmachen muss, was ich schon einmal durchmachen musste."

Bei Akmaar im Abseits

Alkmaar baute nach den beiden langwierigen Ausfällen nicht mehr auf Didulica. In den bisherigen Partien stand der junge Costa Ricaner Esteban Alvarado im Gehäuse, Didulica schien nicht im Kader auf.

Die Niederländer sind am 20. Oktober in Alkmaar der nächste Gegner der Austria in der Europa League. Aktuell führt der AZ die Gruppe G mit vier Zählern aus zwei Spielen an.


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