Ligue 1: Alles Zlatan oder was?

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LAOLA1 checkt die Ligue 1: Alles Zlatan oder was?

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Die Ligue 1 startet an diesem Wochenende als erste der internationalen Top-Ligen in die neue Saison.

Zum Auftakt empfängt Stade Reims am Freitagabend Titelverteidiger Paris St. Germain.

Der Hauptstadt-Klub gilt auch in dieser Spielzeit wieder als der große Favorit auf die Meisterschaft. Der AS Monaco, ebenso wie PSG von Milliarden aus dem Ausland gesponsert, will dem Team rund um Superstar Zlatan Ibrahimovic den Titel jedoch streitig machen.

Zudem findet sich mit Philipp Hosiner bei Stade Rennes zum ersten Mal seit Jahren auch wieder ein Österreicher in Frankreichs höchster Spielklasse wieder.

Vor dem Start der Ligue 1 checkt LAOLA1 die wichtigsten Brennpunkte in Frankreich: Wer wird Meister? Was waren die Top-Transfers? Und wie schlägt sich Hosiner bei Rennes?

Paris St. Germain

PSG brach vergangene Saison einen Rekord nach dem anderen und holte souverän den Titel. Nichts anderes wird auch 2014/15 an der Seine erwartet. Die Meisterschaft ist Pflicht, aber eigentlich schielen die Klub-Verantwortlichen auf den CL-Titel. Die Transferzeit verlief für Pariser Verhältnisse - wobei das wohl größtenteils dem Financial Fair Play geschuldet ist - außerordentlich ruhig. Mit David Luiz und Serge Aurier konnte die Defensive aber noch einmal gezielt verstärkt werden. Ansonsten sind alle Augen auf Zlatan Ibrahimovic gerichtet. In seinen 67 Ligue-1-Spielen netzte der Schwede unglaubliche 56 Mal. Den Supercup-Erfolg bescherte "Ibra" mit seinem Doppelpack gegen EA Guingamp (2:0) quasi im Alleingang.

AS Monaco

PSGs schärfster Rivale kommt auch in dieser Spielzeit aus dem Fürstentum und auch diesmal wird es wohl der zweite Platz werden. Mit WM-Star James Rodriguez verloren die Monegassen den besten Assistgeber der Liga, außerdem wird der neue Trainer Leonardo Jardim auch etwas Zeit brauchen. Auf der Haben-Seite stehen bisher keine großen Namen: Aymen Abdennour wurde nach seiner Leihe fix von Toulouse verpflichtet, zudem kam mit Tiemoue Bakayoko ein Toptalent von Stade Rennes. Durchaus möglich, dass an der Cote d'Azur noch nachgerüstet wird, die brasilianische Shakhtar-Kicker Alex Teixeira und Douglas Costa gelten als heiße Kandidaten. Allerdings sitzen die Geldtaschen beim AS Monaco nach der Milliarden-Scheidung von Besitzer Dmitry Rybolovlev wahrscheinlich nicht mehr ganz so locker. Außerdem darf man gespannt sein, wie sich Stürmerstar Falcao nach seinem Kreuzbandriss schlägt.

"El Loco" bei OM

Diese Verpflichtung ließ Taktik-Nerds mit der Zunge schnalzen: Marcelo Bielsa ist neuer Trainer bei Olympique Marseille. "El Loco" - der Verrückte - war nach einer fantastischen und einer mäßigen Saison mit Athletic Bilbao zuletzt für ein Jahr vereinslos. Nun soll der Offensiv-Fanatiker, den Pep Guardiola einmal als "besten Trainer der Welt" bezeichnete, "OM" zurück an die Spitze führen. Der Argentinier muss dabei ohne Star-Spieler Mathieu Valbuena auskommen. Ihn zog es zu Dynamo Moskau.

Junge Trainer-Riege

Apropos Trainer. 2014/15 dürfen zwei altbekannte Ex-Internationale erstmals als Chef-Trainer bei einem Klub ran. Claude Makélélé betreut nach drei Jahren als Co-Trainer von PSG den SC Bastia. Als bekannt wurde, dass Francis Gillot als Bordeaux-Coach aufhört, machte der Name Zinedine Zidane die Runde. "Zizou" wurde es nicht, dafür Willy Sagnol. "Die Fans kommen, um Tore zu sehen. Es wird Tore geben", deutete der ehemalige Außenverteidiger von Bayern München bei seiner Antritts-PK seine Philosophie an.

Wie schlagen sich Lyons Youngsters?


Die fetten Jahre, als "OL" Anfang der 2000er-Jahre sieben Titel in Folge einfuhr, sind vorbei. An der Rhône werden jetzt kleinere Brötchen gebacken, dafür bekommt die traditionell starke Jugend eine Chance. Für Spieler wie Jordan Ferri oder Nabil Fekir ist es Zeit den nächsten Schritt zu tun. Zudem konnten die - ebenfalls noch nicht sehr alten - Leistungsträger Alexandre Lacazette und Maxime Gonalons vorerst gehalten werden. Deswegen ist trotz des Abgangs von Stürmer Bafetimbi Gomis zu Swansea für Lyon ein noch besserer Platz als in der Vorsaison (5.) drinnen.

Philipp Hosiner setzt sich bei Rennes durch

 

PRO (ein Kommentar von Mate Esterhazy):

Nachdem er schon vergangenen Sommer wechseln wollte, hat es Hosiner heuer ins Ausland geschafft. Er wird top motiviert sein und auf Einsätze brennen. Diese könnte er auch recht bald erhalten. Zwar verfügt Rennes mit Ola Toivonen über einen echten Hochkaräter im Sturm, doch es wird spekuliert, dass der Schwede 2014/15 eine Art Spielmacher-Rolle einnehmen wird und dafür Hosiner im Zentrum einen Platz bekommt. Danach liegt es an Hosiner zu zeigen, dass er sein Geld wert ist. Die Qualitäten hat er, das hat er in der Meister-Saison mit der Wiener Austria (und auch teilweise 2013/14) bewiesen. Mit seiner Schnelligkeit und seiner hoffentlich wiedergefundenen Abschluss-Stärke kann er den Bretonen noch viel Freude bereiten.

CONTRA (ein Kommentar von Jakob Faber):

Es wäre wünschenswert, würde sich Philipp Hosiner bei Stade Rennes durchsetzen können. Alleine der Glaube daran fehlt mir. Mit Ola Toivonen hat der Ex-Austrianer im Sturmzentrum einen herausragenden Konkurrenten. Der Schwede traf beinahe in jedem zweiten Spiel für den Klub aus der Bretagne, seitdem er im Winter von PSV Eindhoven gekommen war. Zudem befindet sich auch Hosiner selbst nicht mehr in jener Verfassung, die ihn noch in seiner 32-Tore-Saison auszeichnete. Den richtigen Zeitpunkt für den Sprung ins Ausland hat er verpasst. Natürlich ist der 25-Jährige noch immer ein hervorragender Knipser. Aber gegen Toivonen wird der fünffache ÖFB-Internationale kein Land sehen. Hosiner muss sich über Joker-Einsätze empfehlen. Gelingt ihm das nicht, könnte das Abenteuer beim Traditionsklub im nächsten Sommer schon wieder vorbei sein.

Name Position Ablöse (in €) von zu
David Luiz Verteidiger 50 Mio Chelsea Paris St. Germain
Aymen Abdennour Verteidiger 13 Mio Tolouse Monaco
Tiemoue Bakayoko Mittelfeld 8 Mio Rennes Monaco
Michy Batshuayi Stürmer 6 Mio Standard Lüttich Olympique Marseille
Serge Aurier Verteidiger Leihe Tolouse Paris St. Germain
 
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