"Derby della Madonnina"

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Milan vs. Inter: „Derby della Madonnina“

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 "Pato steht vor einem Wechsel zu Paris St. Germain."

"Gennaro Gattuso fällt aufgrund seiner Augenprobleme weiter aus."

"Inter Mailand hat im Tauziehen um Carlos Tevez die Nase vorne."

Die Schlagzeilen unter der Woche fielen für den AC Milan nicht gerade positiv aus.

Ein Glück, dass Trainer Massimiliano Allegri ausgerechnet jetzt seinen Vertrag beim amtierenden Meister um zwei Jahre bis Juni 2014 verlängert hat.

So gab es für die Milanisti zumindest einen Grund, sich über die aktuellen Nachrichten ihres Klubs zu freuen.

Einstimmung auf Derby

Dabei lenken all diese Themen doch nur vom eigentlichen Highlight, dem bevorstehenden "Derby della Madonnina", ab. Am Sonntag, um 20:45 Uhr, kommt es erstmals in dieser Saison zum Duell, dessen signifikanter Name von der Marienstatue auf dem Mailänder Dom herrührt.

"Das Derby ist ohne Zweifel sehr wichtig. Es kann zu einem Wendepunkt werden", schildert Allegri auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Dabei nimmt der Meistermacher eigentlich auf die Situation beim kommenden Gegner Bezug. Aktuell liegt Milan als Co-Leader in der Tabelle acht Punkte vor dem Stadtrivalen. Eine Niederlage im Prestige-Vergleich würde Inters Chancen auf den Scudetto "erheblich minimieren".

Kann Inter-Serie gestoppt werden?

Allzu großspurig sollte man im Lager des amtierenden Meisters aber nicht auftreten, gehen die "Nerazzurri" doch mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in dieses Spiel.

Nach dem Stotter-Start in die laufende Saison hat der Champions-League-Sieger von 2010 wieder zu alter Stärke gefunden und konnte sieben der letzten acht Spiele für sich entscheiden. Diese Serie soll durch den Erfolg am Wochenende prolongiert werden.

"Wenn wir siegen, verliert Milan wichtige Punkte und fängt an zu glauben, dass wir wieder zurück sind", erläutert Claudio Ranieri den Stand der Dinge und fügt hinzu: "Wir wollen gewinnen – von der ersten bis zur letzten Sekunde."

Schwäche bei den „Big Points“

Der Inter-Trainer ist sich aber durchaus bewusst, dass ausgerechnet gegen die Top-Teams der Serie A bislang nichts zu holen war. Gegen Napoli (0:3), Juventus (1:2) und Udinese (0:1) setzte es Niederlagen, noch dazu vor heimischem Publikum.

Demzufolge scheint es geradezu ein gutes Omen zu sein, im San Siro nominell als Auswärts-Team anzutreten.

Auch die personelle Lage lässt die Inter-Tifosi frohlocken. So meldete sich Wesley Sneijder rechtzeitig fit, um in den Kampf um die Vorherrschaft in Mailand einzugreifen. Der niederländische Vize-Weltmeister bestritt seit dem 2. November kein Spiel mehr.

Perfekte Voraussetzungen

"Die Mannschaft ist gut drauf, sie trainiert gut. Dazu kehren wichtige Spieler zurück. Es ist ein günstiger Moment", weiß Ranieri.

Bei Milan gibt es grünes Licht für die zuletzt angeschlagenen Thiago Silva und Clarence Seedorf. Bis auf die Langzeit-Verletzten sollte Allegri demnach aus dem Vollen schöpfen können.

Es ist alles angerichtet für einen großen Showdown. Aktueller Titelträger gegen den Serienmeister der vergangenen Jahre. Tabellenführer gegen Mannschaft der Stunde. Berlusconi gegen Moratti. Kurz: Milan gegen Inter.

Christian Eberle

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