Am harten Boden der Realität

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Inter-Coach Ranieri schwer angezählt

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Zwei Jahre nach dem historischen Triple-Gewinn wird die Geduld der Fans von Inter Mailand auf eine harte Probe gestellt.

Nach der peinlichen Heimpleite gegen Novara hatten sie endgültig die Nase voll.

"Geht arbeiten" riefen die empörten Anhänger im Mailänder Giuseppe Meazza-Stadion den erneut enttäuschenden Inter-Stars nach dem 0:1 gegen den Tabellenletzten der Serie A zu.

Die Schmach gegen Novara war bereits die neunte Niederlage in 23 Spielen. So schlecht war Inter seit 65 Jahren nicht mehr.

Wer soll Absturz aufhalten?

Elf Punkte trennen den Tabellenfünften von Spitzenreiter Milan, sogar die Champions League-Teilnahme ist in Gefahr.

"Ein Alptraum!", titelte die "Gazzetta dello Sport" am Montag. Und die Tifosi fragen sich: Wer soll Inters Absturz auf Raten aufhalten?

Trainer Claudio Ranieri wird gedanklich bereits verabschiedet: "Jetzt wird es zappenduster für Ranieri", prophezeit die Gazzetta.

Fall Sneijder sinnbildlich

Seit dem Champions League-Triumph vor zwei Jahren geht es mit dem Club des Mailänder Öl-Magnaten Massimo Moratti Schritt für Schritt bergab.

Mit Erfolgstrainer Jose Mourinho hat sich bei den Blauschwarzen im Sommer 2010 anscheinend auch die Sieger-Mentalität verabschiedet.

Die Mannschaft ist verunsichert, Mittelfeld-Stratege Wesley Sneijder mutierte vom Superstar zum Problemfall. Mit Samuel Eto'o ging vor einem halben Jahr auch noch der erfolgreichste Torjäger, und die Neuzugänge schlagen nicht ein.

Zwischenhochs wie die Vize-Meisterschaft in der vergangenen Saison oder der Dienstantritt von Ranieri im Herbst vergangenen Jahres waren nur von kurzer Dauer.

Aufwind hält nicht lange an

Nach dem total enttäuschenden Kurz-Gastspiel von Gian Piero Gasperini hatte der weißhaarige Ranieri den Club übernommen und das Team aus der Abstiegszone wieder an die Spitze herangeführt.

Nach der beeindruckenden Serie von sieben Siegen in Folge setzte es zuletzt drei Niederlagen in vier Spielen. Geht Inter schon wieder die Luft aus?

Ranieri steht in der Kritik, auch wenn er zurecht beklagte, dass sein Team gegen Novara und in den Spielen zuvor "vom Pech verfolgt" war.

Moratti sprach dem ehemaligen Chelsea- und Velencia-Coach zwar erneut öffentlich das Vertrauen aus, viel wert ist dies aber nicht. Der 66-jährige Club-Boss ist bekannt dafür, Trainer in Rekordzeit zu verschleißen.

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