Streit um Italiens Meistertitel 2006 hält an

Aufmacherbild
 

Auch ein Runder Tisch mit den Spitzenvertretern des italienischen Fußballs hat im Streit um den Meistertitel 2006 keine Lösung gebracht.

Nach dem Friedensgipfel in Rom sagte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (CONI), Gianni Petrucci, am Mittwoch laut Medienberichten: "Es gab keine Schritte nach vorne."

Rekordmeister Juventus Turin hatte die Aussprache vorgeschlagen - die Turiner wollen ihren wegen des Manipulationsskandals aberkannten Meistertitel 2006 zurück.

Der Titel wurde Inter Mailand zugesprochen, Juve musste wegen Absprachen des damaligen Managers Luciano Moggi mit korrupten Schiedsrichtern zudem in die 2. Liga zwangsabsteigen.

Gegen Urteil mit zweierlei Maß

Juventus behauptet, auch Inter habe Referees beeinflusst. Vor den Sportgerichten ist der Verein aus der Autostadt stets gescheitert.

Juve wirft den Gerichten vor, mit unterschiedlichem Maß geurteilt zu haben.

Vor einem Zivilgericht reichte der Club gegen Italiens Fußballverband (FIGC) eine Klage in Höhe von 444 Millionen Euro ein.

"Guter Wille nicht belohnt"

Zu dem Gespräch waren neben Juventus-Präsident Andrea Agnelli und Inter-Chef Massimo Moratti unter anderen auch die Clubbosse aus Neapel und Florenz sowie Milan-Vizepräsident Adriano Galliani geladen.

"Wozu war der Runde Tisch gut? Um unsere Standpunkte zu unterstreichen", sagte Diego Della Valle vom AC Fiorentina.

CONI-Chef Petrucci war enttäuscht: "Der gute Wille ist nicht belohnt worden. Wir mussten eine offene Wunde heilen. Das ist misslungen - basta."

Inters Moratti meinte nach viereinhalb Stunden Verhandlung: "Ein Treffen ist immer konstruktiv, alles kann weiterhelfen." Schon vor Beginn des Gesprächs hatte er betont: "Wir müssen uns nicht bewegen."

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen